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1 (1876)
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806
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Cerium.

Luft in Ceroxyd übergehend bräunt. Alkalicarbonate fällen aus der Oxydul-lösung weisses Carbonat, Alkalioxalat und auch Oxalsäurelösung unlös-liches Oxalat. Kalisulfatlösung fällt krystallinisches, in concentrirter Kali-sulfatlösung unlösliches Ceroxydul-Kalisulfat, löslich in verdünnter Salzsäure.Aus einer Ceroxydlösung fällt Alkali gelbes Oxydhydrat.

Ceroxydul ist als Hydrat farblos, wasserfrei aber blaugrau und gehtbeim Erhitzen an der Luft in gelbliches Oxyduloxyd über. Ceroxyduloxyd(Ce 3 0 4 ) ist gelblichweiss, wird beim Erhitzen orangeroth, ist in Schwefelsäuremit gelblicher Farbe löslich und unlöslich in Salzsäure und Salpetersäure.Ceroxyd ist röthlichgelb, löslich mit gelber Farbe in heisser concentrirterSchwefelsäure und wird durch Erwärmen mit Salzsäure und Weingeist inChlorür übergeführt.

Die schärfere Trennung des Cers von den anderen Ceritmetallen geschiehtin der Weise, dass man die Ceritoxydlösung mit Natroncarbonat neutral macht,mit Natronacetat versetzt, Natronhypochloritlösung dazu giebt und einige Zeitkocht. Hierbei scheidet Ceroxyduloxyd aus, während Lanthan und Didymals Chlorüre in Lösung verbleiben.

Aus den vorstehenden Angaben ergiebt sich die Abscheidung des Cersaus dem Cerit von selbst.

Als Arzneisubstanzen haben folgende Verbindungen Anwendung gefunden.

Cerium bromatum, Ceriumbromiir, Cerobromid (CeBr = 127 oder CeBr 2= 254). Ceroxalat wird in einem flachen Porcellangefass unter Umrührenerhitzt, bis es in ein gelbbraunes Pulver umgewandelt ist. Dieses wird unterErhitzen in Salzsäure unter Zusatz von etwas Weingeist gelöst und nunmit Natroncarbonatlösung bis zum geringen Ueberschuss versetzt. Dendaraus hervorgehenden Niederschlag versetzt man nach dem Auswaschen mitWasser nach und nach mit Brom wasserstoffsäure, bis eine farbloseLösung erfolgt. Die Lösung wird an einem schattigen Orte unter Umrührenund bisweiligem Zusatz von Bromwasserstoffsäure zur Trockne einge-dampft und in gut verstopfter Flasche vor Sonnenlicht geschützt in der Reiheder starkwirkenden Arzneistoffe aufbewahrt.

Es ist das Präparat (Oxybromür) ein hygroskopisches Pulver von grau-bräunlicher Farbe, und giebt mit Wasser und Weingeist eine etwas trübeLösung. Der Geschmack ist anfangs süsslich, hinterher stark styptisch.

f Cerium nitricum, Ccrnitrat, salpetersaures Ceroxydul (CeO,N0 5 =109 oderN 2 CeÖ ( | = 218) wird dargestellt durch Auflösen des frisch gefällten Ceroxy-dulhydrats in 20proc. Salpetersäure und Abdampfen im Wasserbade biszur Trockne. Ein weissliches, in Wasser lösliches Pulver.

f Cerium oxalicum. Ceroxalat, oxalsaures Ceroxydul (Ce0,C' 2 0 3 -t -3H0=ll8oder C 2 Ce0 4 + 3H 2 0 = 236) durch Fällen mittelst Ammonoxalats aus derCercli lor ürlösung, dann durch Auswaschen des Niederschlages mit Wasser,durch Pressen zwischen Fliesspapier und Trocknen bei einer Wärme vonhöchstens 25° C. dargestellt. Es ist ein sehr weisses, in Wasser unlöslichesPulver, welches in gut verstopfter Flasche in der Reihe der starkwirkendenArzneikörper aufzubewahren ist.

Anwendung. Diese Cersalze wurden vor 22 Jahren von Simpson ver-suchsweise in den Arzneischatz eingeführt. Er will sie bei Dyspepsie, Sodbrennen,