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und beim Erhitzen bis zum Kochen stösst es Akrole'indämpfe aus. Es istnämlich ein Glyeerid. Sein hauptsächlichster Bestandtheil ist Palmitin.
Eine häufige Verfälschung des Japanischen Wachses besteht in einer Be-schwerung mit Wasser, welches so innig damit vermischt ist, dass man es aufder Bruchfläche nicht wahrzunehmen vermag. Diese Verfälschung soll bis20 Proc. betragen.
Die Verwendung in der Pharmacie ist bisher eine seltene geblieben, weiles in Mischung mit anderen fetten Substanzen stark zum Ranzigwerden dispo-nirt. Sein Einkaufspreis ist circa halb so hoch wie der des Wachses. EineLösung dieses Wachses in der 6fachen Menge Weingeist bis zum Erkaltengeschüttelt giebt nach Puscher eine geeignete Flüssigkeit, um Papier undTapeten wasserdicht zu machen, indem man diese damit bestreicht unddann mit einer Bürste frottirt.
Myricawachs, Palm wachs, Camaubawachs, Ocubawachs, Bicu-liybawachs sind dem Bienenwachse wenig ähnliche Harz- und Fettstoffe,insofern sie nicht nur specifiseh schwerer, sondern auch bei gewöhnlicher Tem-peratur brüchig und spröde sind.
IV. Ceresilta, Ceresiii, ist ein das Bienenwachs ersetzendes Kunstproduct,welches seit Kurzem in den Handel gebracht wird. Es giebt ein gelbes undein weisses Ceresin. Das eine wie das andere hat äusserlich volle Aehn-lichkeit mit dem Bienen wachs, es ist aber ein Gemisch aus Belmontin (demParaffin aus dem Erdwachs mit hohem Schmelzpunkte) und Japanischem odervegetabilischem Wachs. Das specifische Gewicht liegt zwischen 0,930—0,950.Die Verwendung des Ceresins zu Pflastern und Salben ist nicht rathsam, weiles in diesen Mischungen zum Ranzigwerden disponirt, es auch eine geringereKlebfähigkeit als Bienenwachs besitzt. Das gelbe Ceresin verdankt seine Farbeder Curcuma.
Das weisse Ceresin ist nicht besser und nicht schlechter als das weisseWachs, welches als gebleichter und mit Talg versetzter Fettstoff an und fürsich zu den ranciden Körpern gerechnet werden muss. Das Ceresin unter-scheidet sich vom Wachse durch sein geringeres specifisches Gewicht unddurch das Lactesciren einer damit aufgekochten Boraxlösung. Das vonJohann Fatjkal in Wien zuerst im Jahre 18.72 in den Handel gebrachteCeresin war nur Belmontin des Erdwachses.
Anwendung. Das Bienenwachs dient wie andere "milde Fette als ein-hüllendes reizlinderndes Mittel in Ruhren und Diarrhöen. Man giebt es inEmulsion (wozu nicht weisses, sondern gelbes genommen wird, welches trotzseiner gelben Farbe eine weisse Emulsion liefert). Der aus dem geschmol-zenen Wachse aufsteigende Dampf soll Lungensüchtigen Erleichterung ver-schaffen. Aeusserlich findet das Wachs in Salben und Pflastern gewöhnlichals Consistenzmittel Anwendung. Ferner ist es ein Material zur Bereitung desWachspapiers, welches wohl jetzt durch Paraffinpapier gänzlich verdrängt ist,und für viele andere bekannte technische Zwecke.
UN achsemu 1 sion en werden wie die Oelemulsionen dargestellt, jedochunter Anwendung von geschmolzenem gelbem Wachs und einem Emulsions-mörser, welcher zunächst auf 65° erwärmt, dann bei 40—50° C. warmerhalten wird. Der Modus faciendi ist folgender: