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1 (1876)
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783
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Centnurium.

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Einsammlung und Verwechselungen. Das Tausendgüldenkraut wird imJuli gesammelt und von den Landleuten häufig in fast faustdicken Bündelnmit der Wurzel zum Verkauf gebracht. In diesem Falle werden die Wurzelndurch Abschneiden beseitigt, das frische Kraut geschnitten, getrocknet und inHolz- oder Blechgefässen aufbewahrt. 4 Th. frisches Kraut geben 1 Th.trocknes. Häufig ist dem officinellen Kraute das von Erythraea pulchellaFries beigemischt. Dieses hat einen sehr ästigen, schön an der Basis gabel-ästigen, circa 12 Ctm. hohen Stengel und fast fünfnervige Blätter. In Ge-schmack und Wirkung ist es dem officinellen Kraute völlig gleich. SileneArmeria Linn ., welche etwa untergeschoben sein könnte, hat keinen eckigenStengel.

Bestandteile. Das Tausendguldenkraut enthält einen dem Gentianin ähn-lichen Bitterstoff, ferner in sehr geringer Menge das krystallisirende geschmack-lose, am Lichte sich rothfärbende, indifferente Erythrocentaurin, Schleim,Satzmehl, etwas flüchtiges Oel.

Anwendung. Das Tausendguldenkraut gehört zu den bitteren magenstärken-den fieberwidrigen Mitteln, aus welchem ein Extract bereitet wird und welchesmeist als Hansmittel im Aufguss Anwendung findet. Die Bierbrauer bedienensich des Krautes zum Bittermachen des Bieres. Selten wird der Saft desfrischen Krautes gefordert. Derselbe wäre nur Anfangs Juli zu beschaffen.

An Bestandtheilen und Wirkung verwandt, sogar noch bitterer ist Chi-ronia Chilensis Willdenow oder Erythraea Chilensis Persoon , in Chili undPeru heimisch, ebenso Ophelia Chirata Grisebach in Ostindien.

Exil"actum Centaurii, Tausendguldenkraut-Extract, bereitet durch heisseInfusion und Digestion des trocknen Krautes mit Wasser und Eindampfender Colatur bis zur gewöhnlichen Extractdicke. Ausbeute 22 28 Proc.

(1) Cereyisia amara.

Vf Extracti Centaurii 3,0.

Solve in

Aquae destillatae 5,0.

Tum adde

Tincturae amarae 10 ,0.

D. S. Ein Theelöffel in ein kleines

Glas Bier zu mischen.

(2) Pilulae stoiuacliicae Tronciitn.

Rr Extracti Centaurii 5,0Myrrhae pulveratae 10,0Baisami Peruviani 2,0Radicis Gentianae q. s.

M. f. massa, ex qua pilulae ponderis 0,15

formentur.

D. S. Dreimal täglich je 5 710

Pillen.

(3) Pulvis antartliriticus amarus.

Pulvis Ducis Portland . Poudre duPrince de la Mirandole.

Kr- Herbae CentauriiHerbae Chamaedryos

Radicis GentianaeRadicis AristolochiaePoliorum SalviaeFoliorum Trifolii fibiini ana 10,0.M. f. pulvis subtilis.

D. S. Täglich 34mal einen gehäuftenTheelöffel mit Kaffee zu nehmen (beiGicht und Rheuma).

(4) Speeles amaricantes Dittl,.

Re Corticis Cinnamomi Cassiae

Foliornm Menthae piperitae ana 20,0Herbae Centaurii 40,0.

Contusa concisa misceantur.

(4) Species antarthriticae Porti, and.

iv Herbae Centaurii

Herbae Chenopodii ambrosioidisLigni GuajaciRadicis Asari

Radicis Gentianae ana 20,0.

Minutim concisa misceantur.

D. S. Zum Theeaufguss (bei Gicht undRheuma).