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1 (1876)
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Butyrum.

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Butyrum.

Bos Taurus (JeminaJ, Rinderkuh, aus der Familie der Cavicornia undder Ordnung der Bisulca oder Ruminantia.

Butyrum, Butyrum insulsum, Butter, ungesalzene Butter, das gesammelte Fettaus der Milch der Kühe. Diese besteht aus 8590 Proc. Wasser und 10bis 15 Proc. festen Bestandtheilen. Unter diesen sind Fett, Casei'n, Milch-zucker , einige Salze die vornehmlichsten (vergl. unter Lac vaccinum). DasFett ist in Gestalt kleiner mikroskopischer Kügelchen, welche von einer auscoagulirtem Casei'n bestehenden Hülle eingeschlossen sind, in der Milch su-spendirt. Beim längeren Stehen der Milch erheben sich die specifisch leichterenFettkügelchen als Rahm oder Sahne auf die Oberfläche. Durch Schlagen desRahmes (das Buttern) werden die Hüllen der Butterkügelchen zerrissen unddiese vereinigen sieh zu grösseren Massen, der Butter. Die auf diese Weisegesammelte Butter ist kein reines Fett, sondern enthält noch Casei'n undandere Milchbestandtheile, welche sie zur Verderbniss disponiren. Die Butterfür den ökonomischen Gebrauch wird gewöhnlich mit Salz versetzt und aufden Markt gebracht. Diese gesalzene Butter darf nicht für den pharmaceu-tischen Gebrauch Verwendung finden, sondern wird von Salz und Casein infolgender Weise befreit. In ein hohes porcellanenes Gefäss (Infundirbüchse)giebt man 2 Th. der frischen Marktbutter und 1 Th. destillirtes Wasser undstellt das mit Deckel geschlossene Gefäss in ein AVasserbad in der Art, dasseine Wärme von 60 bis 70° C. darauf einwirken kann. Nach 2 3 Stundendecanthirt man das klare Butterfett und füllt damit erwärmte kleine Flaschenvon circa 50 CG. Rauminhalt. Das in der Ruhe erstarrte Fett wird mit einercirca 0,5 Centim. dicken Schicht verdünntem Weingeist bedeckt, die Flaschenmit Korken dicht geschlossen und im Keller aufbewahrt. In dieser Verfassungconservirt sich die Butter Jahre hindurch unverändert. Soll Gebrauch davongemacht werden, so öffnet man die Flasche, stellt sie, nachdem der verdünnteWeingeist abgegossen ist, an einen warmen Ort und giesst von dem geschmol-zenen Butterfett den erforderlichen Bedarf ab.

Das Entsalzen der Butter geschieht immer in der Weise, dass man einQuantum Butter (bei kleineren Mengen in einem Opodeldokglase) im Wasser-bade schmelzt, eine Stunde mindestens an einem warmen Orte absetzen lässtund dann das klare Butterfett decanthirt.

Diese ungesalzene Butter ist ein eigenthümlich mildes Fett, welches inAugensalben und auf Brandwunden durch Schweinefett schwerlich ersetzt wird.Als Surrogate ungesalzener Butter gelten folgende Mischungen ex temporebereitet:

ty- Olei Cacao 4,0 ly Olei Cacao 2,0

Olei Amygdalarum 6,0. Adipis suilli 8,0.

Leni calore liquando mixta agitentur, Leni calore liquando mixta agitentur,donec refrixerint. donec refrixerint.

Unguentuin ad combustiones S tahl, stahi /sche Brandsalbe, ist ein

Gemisch aus 1 Th. gelbem Wachs und 2 Th. ungesalzener Butter.

Arcanum. Hatte's Kemedy for deseases of the eye, aus Nordamerika, gegenkranke Augen. Besteht aus einem kleinen Zinnbiichschen, worin sich 4 Grm. unge-salzene Butter, mit rothem Sandelholz gefärbt, befinden , und aus einem wässrigen,mit Rosmarinspiritus aromatisirten Rosmarinblätteraufguss. ( Wittstein , Analyt.)