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Boll. — Borax.
Boli.
Boli, Bisse«, unterscheiden sich von den Pillen durch ihre Grösse undeine etwas weichere Consistenz. Ihre Schwere variirt beim Gehrauch fürMenschen zwischen 0,25 bis 5,0 Gm. Diese Arzneiform wählt der Arzt nurfür den Fall, wo die Dosis einer schlecht schmeckenden Arzneisubstanz sehr
gross ist und dem Patienten dasVerschlucken einer grösseren MengePillen auf einmal nicht cönvenirt.Die kleineren Bissen macht mankugel- (pillen-) förmig, den grösserengiebt man eine spliäroi'dische oderovo'idische Gestalt.
Die Mischung oder das An-stossen der Masse, aus welcher Bissenformirt werden sollen, geschieht wiebei der Pillenbereitung angegeben ist.Die Consistenz sei weich, aber so, dass aus der Masse mit den Fingern sichKugeln formen lassen. Das Recept giebt die Zahl der Bissen an. Die Thei-lung geschieht auf der Pillenmascliine. Giebt das Recept ein Bestreupulvernicht an, so nimmt man zu gefärbten Bissen Lycopodnim, zu weissen Amylum.Sie werden in einer Schachtel, und enthalten sie flüchtige Stoffe, in einemGlastöpfchen dispensirt. Sollen sie mit Zucker überzogen werden, so gebrauchtman hierzu dasselbe Zuckergemisch, welches auch zum Candiren der Pillenangegeben ist. Ein vorheriges Abtrocknen der Bissen, wenigstens ihrer äusserenSchicht, ist natürlich hierzu nicht zu umgehen.
Fig. 150. Bissenformen.
Borax.
Borax, Matrum biboricum, Satrnm biboracicum, Natrum boricuiii, Matrum bora-cicum, Katronsubborat, Borax, Natronbiborat, latronborat (Na0,2B0 3 + 10HO = 191oder B 4 Na 2 0 7 + 10H 2 0 = 382).
Im Handel unterscheidet man einen prismatischen Borax, welcher derofficinelle ist und 47 Proc. Krystallwasser enthält, und einen oktaedrisehenmit 30,8 Proc. Krystallwasser, welcher jedoch nur in der Technik Anwendungfindet. Der prismatische ist unter der Bezeichnung raffinirter Borax indie Preislisten der Droguisten aufgenommen.
Eigenschaften. Der officinelle oder prismatische Borax bildet krystalli-nische Salzstftcke oder ziemlich grosse Prismen oder schiefe rhombische Säulen.Er ist farblos, durchscheinend, glänzend, ziemlich hart, auf dem Bruche flach-muschelig und glänzend. Er ist in 12 —15 Th. kaltem, in 2 Th. kochendemWasser, in 4 bis 5 Th. Glycerin, nicht in Weingeist löslich. Der Geschmackist mild süsslich, kühlend, nachher laugenhaft. Er reagirt alkalisch und bräuntdaher Kurkumapapier. Spec. Gew. 1,7. Mit der Luft in Berührung bedeckter sich mit -einem weissen Pulver und wird undurchsichtig (verwittert). Im