Bismuthum.
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Liquor HisinutIii tartariei kalinus, kaiische Wismnthtartratfliissigkeit,
ein Reagens auf Glykose, Harnzucker. Einem heissen Gemisch aus 10,0 Wis-mutIisub 11 itrat; 10,0 Weinsäure und 50,0 destillirtem Wasser tröpfeltman so lange Aetzkalilauge zu, bis unter Agitiren eine klare Lösung her-vorgeht. Die mit einem gleichen Volumen destillirtem Wasser verdünnte Flüs-sigkeit wird in mit Kautschukstopfen dicht geschlossenen Flaschen aufbewahrt.Ein Zusatz von reinem Glycerin conservirt das Reagens ganz besonders.
Zur Verwendung des Reagens zur Prüfung des Harns auf Zuckerge-halt ist eine Vorprüfung erforderlich. Man versetzt circa 10 CC. des Harnsmit einigen Tropfen Bleiessig und erhitzt bis zum Aufkochen, um Sicherheitzu erlangen, dass der Harn frei von Schwefelverbindungen ist, welche Bleioder Wismuth als schwarze Niederschläge fällen würden. Findet keine Bräunungoder schwarze Fällung statt, so ist das kaiische Wismuthtartrat auch als Reagensauf Harnzucker verwendbar. In einem Reagircylinder giebt man circa 10 CC.des Harns und circa 10 Tropfen des Reagens und kocht zwei Minuten. BeiGegenwart von Zucker scheidet Wismuthmetall in Form eines schwarzenPulvers aus. Gummi und Dextrin verhalten sich gegen das kaiische Wis-muthtartrat indifferent.
Bismuthum nitricnm.
. I. Bismuthum nitncuin crystallisatum, Siismiithmn trisuitricum, krv-stallisirtes Wismiitlmitrat, neutrales salpetersaiires Wismuth (Bi0,3N0 5 + 9HO=477oder [Bi(N0 3 ) 3 ] 2 + 9II 2 0 = 954).
Darstellung. Zu 100 Th. reiner Salpetersäure von 1,185 spec. Gew.,welche sich in einem geräumigen Glaskolben befinden, giebt man nach undnach 25 Th. zerstossenes oder grob gepulvertes Wismuthmetall oder sovieldavon, als zuletzt unter Anwendung der Wasserbadwärme gelöst wird. Danngiebt man noch eine geringe Menge des Metalls hinzu und erwärmt circa einehalbe Stunde weiter. Der von dem Bodensatze klar abgegossenen und durchein Bäuschchen Glaswolle filtrirten Flüssigkeit werden unter Umrühren 40bis 50 Th. oder so viel destillirtes Wasser hinzugesetzt, bis eine erheb-liche weisse Trübung eintritt (dieser Niederschlag enthält etwa gegenwärtigesWismutharseniat). Man lässt 24 Stunden an einem kalten Orte absetzen, filtrirtdurch Glaswolle, dampft das Filtrat bis auf 70 bis 65 Th. ein und stellt esan einen kalten Ort.
Die Krystalle sammelt man über einem lockeren Bäuschchen Glaswollein einem Glastrichter, dampft die Mutterlauge um den dritten Theil ihresVolumens ein, stellt sie bei Seite und giebt die daraus ausscheidenden Krystallezu den erst gesammelten. Die Krystalle werden durch Auftröpfeln eineskalten Gemisches von 5 Th. Salpetersäure mit 10 Th. destillirtem Wasserabgewaschen, auf einem Porcellanteller ausgebreitet an einem circa 25° C.warmen Orte abgetrocknet. Ausbeute an krystallisirtem Salze circa 52 Th.
Die letzte Mutterlauge wird mit Natroncarbonatlösung gemischt und darausdas Wismuth als Carbonat abgeschieden.
Prüfung. Diese ist dieselbe wie bei dem folgenden Präparat.Hager, Pliarmac. Praxis. I. 39