Arnum.
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Erkennung des Goldmetalls, echter Vergoldung. Um eine Münze als einedurch und durch goldene zu erkennen, bedient man sich der hydrostatischenProbe, d. h. man bestimmt einfach ihr specifisches Gewicht, indem man siean einem seidenen Faden oder dünnen Silberdraht aufhängt und in der Luftund unter Wasser wägt. Das spec. Gew. des reinen Goldes ist 19,2 bis 19,3,das des gemünzten 18,0 bis 19,0. — Behufs Erkennung einer echten Ver-goldung betupft man die mit etwas Sodalösung abgewaschene und trockengeriebene Metallfläche mit verdünnter Kupferchloridlösung, in Ermangelungderselben mit einer Lösung des Grünspans in Salzsäure. Bei unedlem Metallerfolgt sofort ein dunkelbrauner bis schwarzer Fleck. Auf galvanischer Ver-goldung entsteht in 1 — 2 Minuten, auf Feuervergoldung schon nach einerMinute ein etwas dunkler Fleck, welcher aber nicht schwarz ist, wie der Fleckauf unedlem Metall. Echtes Gold mit Silbernitratlösung betupft oder mitWasser angefeuchtet und mit Silbernitrat berieben erleidet keine Veränderung,wohl aber Goldimitationen.
Goldflecke auf der Haut, in der Wäsche zu tilgen. Goldflecke sindblauroth bis dunkelrothbraun. Sie verschwinden, indem man sie zuerst mit ver-dünnter Aetzlauge, dann mit einer lprocentigen Jodlösung, hierauf mit Jod-kaliumlösung, zuletzt mit Natronhyposulfitlösung und Salmiakgeist bereibt.
Vergoldung anderer Metalle auf nassem Wege. Man löst 10 Th.Goldchlorid in 1300Th. destillirtem Wasser, giebt 110 Th. Natron-bicarbonat dazu und kocht die Flüssigkeit in einem porcellanenen Kasseroioder Glaskolben zwei Stunden lang oder bis ihre gelbliche Lösung in einegrünliche übergegangen ist. Den zu vergoldenden, wohl gereinigten Gegen-stand hängt man an Messingdraht befestigt in das kochende Goldbad. Nach3 — 8 Minuten ist die Vergoldung vollendet ( S chtjbarth). Neusilber, Silber,Platin befestigt man an Zinkdraht. Das zu vergoldende Eisen muss zuvor ver-kupfert werden.
Eine andere wirksame Vergoldungsflüssigkeit besteht aus 10,0 Gold-chlorid, gelöst in 20,0 destillirtem Wasser und dann gemischt mit einerFlüssigkeit, bereitet aus 30,0 Kaliumcyanid, 30,0 Natriumchlorid, 20,0krystallisirtem Natroncarbonat und 1250,0 —1500,0 destillirtemWasser. Die Mischung wird beiSeite gestellt und wiederholt geschüttelt, bissie farblos erscheint. In diese bis zum Kochen erhitzte Vergoldungsflüssigkeitwird der zu vergoldende silberne, mit Weingeist und Schlämmkreide wohl abge-riebene Gegenstand hineingelegt und gleichzeitig mit zwei Zinkstäben an ent-gegengesetzten Stellen berührt. In wenigen Minuten ist die Vergoldung perfect.Das dabei am Zink etwa metallisch abgeschiedene Gold wird gesammelt etc.
Vergoldungspulver, Goldpulver , zur kalten Vergoldung des Silbers durchAnreiben bereitet man angeblich in der Weise, dass 'man 10 Th. Gold und2 Tb. Kupfer in Königswasser löst, mit der Lösung Leinwandlappen tränkt,diese trocknet und verbrennt. Die Asche oder den Zunder reibt man miteinem mit Kochsalzlösung befeuchteten Leder oder Kork in die gut gereinigteMessing- oder Silberfläche.
(iloldsalziitlier zum Vergolden von Eisen oder Stahl bereitet man inder Weise, dass man eine concentrirte wässrige, aber säurefreie Gold chlor i d-lösung mit einem 3 bis öfachen Volumen Aether wiederholt kräftig durch-schüttelt und den Goldsalzäther von der farblos gewordenen wässrigen Schicht