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Aurum.
freien, aber stark salzssauren Lösung mittelst des Ferrochlorids oder Ferro-sulfats. Behufs Trennung von anderen Metallen fällt man es entweder durchmetallisches Zink oder unter Umständen durch Quecksilber. Das im ersterenFalle gefällte Gold wird zuerst mit Salpetersäure digerirt und abgewaschen,dann mit Salzsäure digerirt und abgewaschen. Goldamalgam wird durch Er-hitzen in seine Bestandtheile geschieden. Die Trennung von Silber und Kupfergeschieht durch Digestion mit Königswasser, Verdünnen der Lösung, Abson-derung des Silberchlorids etc., die Trennung von Kupfer (und Silber) auchdurch Erhitzen mit concentrirter Schwefelsäure, so lange Schwefligsäure ent-weicht. Gold bleibt dann als Metall zurück.
Die Goldsalze, vornehmlich die in Wasser löslichen, gehören zu den irri-tirenden Giften. Eine toxische Dosis des Goldchlorids beginnt schon bei 0,25Grm. Die Elimination soll hauptsächlich durch die Nieren geschehen undschon wenige Stunden nach der Einführung des Goldsalzes in den Magen imHarne Gold nachzuweisen sein. Goldlösungen färben die Haut und Schleim-häute braun bis violettbraun. Aehnliche Flecke erzeugen sie auf Wäsche,Holz etc. Bei einer Vergiftung wären der Harn, die Contenta, Verdauungs-organe durch Kochung in Salzsäure unter Zusätzen von Kalichlorat zu behan-deln und eine Goldlösung darzustellen, wie eine entsprechende Lösung nacheiner Arsenikvergiftung (vergl. S. 485). Aus der Lösung fällt man das Golddurch Zink. Den Niederschlag, welcher sich'um den Zinkstab ansammelt,löst man in Königswasser, dampft bis zur Verjagung freien Chlors ab, nimmtdie Hälfte oder einen Theil des Rückstandes mit stark verdünnter Salzsäureauf, versetzt mit einigen Tropfen Kaliumrhodanidlösung, erhitzt, bis die dunkel-orange Flüssigkeit klar und gelb erscheint und bringt sie noch heiss in dieVertiefung eines silbernen blank geputzten Theelöffels und legt ein bis zweiStunden bei Seite. Dann wäscht man den Theelöffel mit verdünntem Aetz-ammon ab und putzt die Vertiefung mit einem leinenen Läppchen oder Schlämm-kreide blank. Sie wird vergoldet sein. Den übrigen Theil des oben bemerktenRückstandes unterwirft man chemischen Reactionen.
Scheidung des Goldes aus Bruchgold etc. Für pharmaceutischePräparate ist das Gold der Ducaten, welches mit durchschnittlich 1 Proc.Silber legirt ist, hinreichend rein. Das Silber wird bei seiner Auflösung alsChlorsilber abgeschieden. Zur Verwerthung von Bruchgold, das eine Legirungdes Goldes mit verschiedenen Mengen Silber und Kupfer ist, scheidet man Goldauf folgende Weise rein ab: Nachdem das Gold, 1 Th., wenn nötliig, äusserlichmit Sodalösung gereinigt ist, übergiesst man es in einem Kolben mit der4fachen Menge Königswasser und löst unter Digestion auf. Die Lösung wirdbis zur Syrupconsistenz abgedampft, der Rückstand in der 30fachen Mengedestill. Wasser gelöst, filtrirt (um gegenwärtiges Silberchlorid abzusondern) undnun mit etwas Natronsulfatlösung versetzt. Ist nämlich (von Löthungsstellenherrührend) Blei gegenwärtig, so muss dieses erst als schwefelsaures Bleioxydgefällt und durch Filtration beseitigt werden. Die klare Goldlösung wird nunmit einer filtrirten Lösung aus 8 Th. reinem Eisenvitriol in 40 — 50 Th.Wasser und 1 Th. reiner Chlorwasserstoffsäure gemischt. Das Gold fälltallmälig als Metall in Gestalt eines braunen Pulvers nieder. Man kann auchaus der Goldlösung die Metalle mittelst Zinkmetalls ausfällen, den Nieder-schlag mit Salzsäure und Wasser auswaschen, hierauf mit 25proc. Salpeter-säure die fremden Metalle oxydiren, beziehendlich auflösen, das Ungelöste mitWasser abwaschen und endlich mit Salzsäure digeriren. Reines Gold bleibtzurück.