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Auran tium.
frilchte. Sie sind erbsen- bis kirschengross, kugelrund, hart, grünlichschwarz,graubraun oder graugrün und haben auf ihrer Oberfläche kleine Vertiefungen,welche ausgetrocknete Oelbläschen sind. Am Grunde findet sich ein scheiben-förmiger Fruchtnabel. Ihre Bestandtheile sind dieselben wie in den Pomeranzen-schalen, nur ist der Gehalt an Bitterstoff grösser, an ätherischem Oele weitgeringer. Die unreifen Pomeranzen, ein vorzügliches Tonicum amarum, werdenmeist nur im contundirten Zustande zur Darstellung von bitteren magenstärken-den Tincturen und Elixiren gebraucht, die kleineren als Fontanellkügelchenbenutzt.
Beigemischte Früchtchen von Citrus medica erkennt man an der läng-lichen Form, die nicht bitteren Früchtchen einiger Varietäten des Pomeranzen-baums durch den Geschmack.
Nach Lebketon enthalten sie flüchtiges Oel, Chlorophyll, Hesperidin,eine zusammenziehende bittere Substanz, Citronensäure, Aepfelsäure, Gummi,Eiweiss, Faser und mehrere pflanzensaure, phosphorsaure, schwefelsaureSalze. Das Hesperidin ist besonders in dem weissen Marke der Schalen ent-halten. Es ist im reinen Zustande ein indifferenter weisser krystallinisehergeruchloser Körper. Brandes nannte den bitteren Bestandtheil der PomeranzenAurantiin.
Die reifen Pomeranzenfrüchte enthalten einen Saft mit den Bestandtheilendes Citronensaftes.
Oleum petit-grain, Essence de petit-grain , ist das durch Destillation ausden frischen unreifen Pomeranzen dargestellte flüchtige Oel. Es hat vielAehnlichkeit mit dem Oele der Pomeranzenschalen, aber einen lieblicherenGeruch und wird oft als Verfälschungsmittel des Pomeranzenblüthenöles gebraucht.
TinctnraAnrantii friictuum immaturorum, Tinctura p#m#rum Aurantii,Pomeranzeiitinctur, wird durch Digestion aus 1 Th. unreifer Pomeranzenund 5 Th. verdünntem Weingeist bereitet.
(1) Aquae Coloniensis optima.
Eau de Cologne superfine.
Olei Aurantii florum 5,0
Olei Bergamottae 50,0
Olei Citri corticis 15,0
Olei Lavandulae
Olei Rorismarini ana 1,0
Spiritus Vini 1000,0 (ad 1500,0).
Mixta sepone per mensem unum etfiltra.
(2) Bacillula stomachica.
Magenconfect.
IV Corticis Aurantii 100,0Rhizomatis GalangacRhizomatis Zingiberis ana 10,0Corticis Cassiae cinnamomeaeLigni Santali rubri ana 5,0Sacchari albi 800,0.
Subtilissime pulveratis addeGrlycerinae 20,0Aquae Aurantii florum q. s.
Misce. Fiant bacillula ad centimetrosduos longa et millimetros quatuor crassa.
(3) Cortex Aurantii candisatns.
Curassaoschalen werden mit warmemWasser Übergossen, zwei Stunden ma-cerirt, das Wasser abgegossen, die Scha-len zwei Tage in consistentem Zucker-syrup macerirt, dann in einen Durchschlaggebracht. Nachdem man den gesammeltenSyrup 15 Minuten hat kochen lassen,giebt man die Schalen wiederum in denheissen Syrup und stellt das Ganze zweiTage bei Seite. Endlich bringt man dieSchalen wiederum in einen Durchschlag,lässt den Syrup abtropfen, conspergirtdie Schalen mit Zuckerpulver und lässtsie an einem warmen Orte trocknen.
(4) Cnra<jao.
Rataffia Curassao Hollandica.ijc Tincturae Aurantii corticis
Tincturae Aurantii pomorum imma-turorum ana 100,0Olei Aurantii corticis 2,5Spiritus ViniAquae communisSyrupi Sacchari ana 1000,0.
Misce, sepone per aliquot dies et filtra.