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1 (1876)
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509
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Asellus.

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das Filtrat nicht durch Zusatz weingeistiger Bleizuckerlösung auf Harzsäure-gehalt prüfen, denn auch das Filtrat aus dem unverfälschten Leberthran giebtmit der Bleizuckerlösung eine weisse Trübung. Mit diesen 3 Proben, derSchwefelsäureprobe, der Elaidinprobe und der Behandlung mit Weingeist kannman bei Berger Leberthran jede mögliche Verfälschung wahrnehmen.

In Leberthransorten, welche durch chemische Operationen gebleicht sind,hat man auch Blei angetroffen. Mit verdünnter Essigsäure geschüttelt unddurch ein mit Wasser benetztes Filter gegossen, erhält man ein Filtrat, welches,mit Ammon etwas abgestumpft, bei Gegenwart von Blei durch Schwefelwasser-stoffwasser gebräunt wird.

Neufoundländer oder Labrador-Leberthran, oder Thrane, welche mitAetz-laugen gebleicht sind, enthalten keine freien Fettsäuren und lösen daher Ros-anilin nicht oder färben sich damit nur röthlich, der echte Berger Leberthranlöst dagegen Rosanilin leicht und färbt sich damit dunkelroth ( J acobsen).

Anwendung. Im Anfange des Einnehmens pflegt der Leberthran beimanchen Personen Magenbeschwerden, Uebelkeit, Aufstossen, selbst Erbrechenzu bewirken. Diese Erscheinungen verschwinden während des Gebrauchsallmälig. Empfehlenswert!! sind einige Geschmackscorrigentien, wie Zimmtöl,Chloroform, Pfefferminzöl. Seine hauptsächliche Wirkung besteht beim längerenGebrauch und allmälig gesteigerter Dosis (1 23 Esslöffel täglich) indem wohlthätigen Einfluss auf die Ernährung und Kräftigung aller Theile desKörpers. Ferner giebt man ihn gegen die meisten skrofulösen Leiden, Rha-chitis, Phthisis, Lungentuberkulose, Gicht, chronische Nervenleiden. Bisweilenwird er auch äusserlich angewendet. In seinem geringen Jodgehalt, welcher0,01 Proc. nicht viel überschreitet, ist seine Wirkung nicht allein zu suchen,auch sein Gehalt an freien Fettsäuren scheint sich an derselben zu betheiligen.

(1) Balneum cum Oleo Jecoris Aselli.

Einem warmen Vollbade von 200 LiternWasser, worin 350 Grm. krystallisirtesNatroncarbonat gelöst sind, wird einheftig durchschütteltes Gemisch von 50,0Grm. krystallisirtem Natroncarbonat,500,0 Grm. warmem Wasser und 250,0Grm. Leberthran zugesetzt.

(2) Mixtura pectoralis Rayer.Mixtura (Emulsio) Olei Jecoris Asellicomposita.

iv Olei Jecoris Aselli 100,0Gummi Arabici 20,0Aquae destillatae 70,0.

Mixturae emulsae addeSyrupi opiati 70,0.

D. S. Morgens, Mittags und Abendsvon der umgeschüttelten Mischung jeIV2 Esslöffel zu nehmen (bei chronischerPneumonie. Sollte der Magen die an-gegebene Dosis nicht ertragen, sogiebt man jeder Dosis 45 TropfenOpiumtinktur hinzu).

(3) Oleum Jecoris Aselli chloralisatum.

IV Chlorali hydrati 10,0.

Solve in

Olei Jecoris Aselli 190,0.

Dieses Präparat hat einen abscheu-liehen Geschmack.

(4) Oleum Jecoris Aselli desinfectus

Carlo Pavesi.

Huile de foie de morue desinfectee.

r - Olei Jecoris Aselli 1000,0

Seminis Coffeae tosti triti 50,0Carbonis ossium contusi 25,0.

In cucurbitam vitream immissa et beneconqnassata digere calore balnei aquae,Cucurbita clausa, per horam unam, tumsepone pertres dies, interdum agitando.Postremum filtra per chartam siccatam.

Dieses Präparat hat einen nicht unan-genehmen, an Kaffee erinnernden Ge-schmack und wird wie der Leberthranangewendet.