Argentum.
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zucker und krystallisirten Natroncarbonats, gelöst in 3 Tli. Wasser, erhältman ein ähnliches Resultat.
2. Die kupferhaltige salpetersaure Silberlösung wird mit kohlensauremNatron gefällt und das gefällte Carbonat mit Traubenzuckerlösung gekocht.Silbercarbonat wird zu Metall, das Kupfercarbonat zu Kupferoxydul reducirtund letzteres durch kohlensaure Ammonlösung aus dem Niederschlage wegge-waschen ( Wicke).
3. Man löst das Silber in Salpetersäure, verdünnt mit Wasser und fälltdas Silber durch ein hineingestelltes Kupferblech. Das niedergeschlagene Silberwird mit salzsäurehaltigem Wasser ausgewaschen.
4. Chlorsilber wird in Aetzammonflüssigkeit gelöst und eine Zinkstangehineingelegt.
5. Chlorsilber wird mit einer 3fachen Menge Aetzammonflüssigkeit undWasser zerrieben und mit blankem Kupferblech digerirt.
6. Die kupferhaltige salpetersaure Silberlösung wird zur Trockne ein-gedampft, der Rückstand in 5 Th. Wasser gelöst, filtrirt und mit einer filtrirtenLösung von 6 Th. krystallisirtem schwefelsaurem Eisenoxydul in 9 Th. warmemdestillirtem Wasser vermischt. Das gefällte metallische Silber wird mit salz-säurehaltigem Wasser und reinem Wasser ausgewaschen ( Lazar Berlandt).
7. Folgende von G raeger empfohlene Methode verdient noch Beachtung.Man löst die Silberlegirung in Salpetersäure, neutralisirt die Lösung mitKreide, erhitzt bis zum Kochen und setzt aufs Neue soviel Kreide hinzu, dassdas Kupfer ausgefällt wird, filtrirt, fällt das Filtrat mit Natroncarbonat imUeberschuss aus und glüht den gewaschenen und getrockneten Niederschlag,aus welchem dann das Kalkcarbonat mit Salzsäure entfernt wird. Das metal-lische Silber wird nun mit Borax zu einem Regulus geschmolzen.
Eigenschaften des Silbermetalls und des aus Silbersalzen auf nassem Wegeabgeschiedenen Silbers. Aus Chlorsilber oder Silbersalzen abgeschieden ist dasSilber grau oder braun und matt, nimmt aber im Mörser gerieben metallischenGlanz an; geschmolzen zeigt es unter allen Metallen die weisseste Farbe und polirteinen starken Glanz. Beim Erstarren und beim Fällen des Silbers aus seinenAuflösungen krystallisirt es in Oktaedern und Würfeln, welche dem regel-mässigen Krystallsysteme angehören. Das spec. Gewicht 10,4 —10,5. DasSilber ist härter als Gold und weicher als Kupfer und schmilzt ungefähr bei1000° C., nach Anderen bei 540°. In sehr hoher Temperatur und im Focusdes Brennspiegels ist es flüchtig und soll dabei selbst ins Kochen gerathen.Im geschmolzenen Zustande absorbirt es Sauerstoff aus der Luft. Derselbeentweicht beim Erstarren und giebt Veranlassung zu einem eigenthümlichenSpritzen (Spratzen) des Silbers und zu Auswüchsen auf seiner Oberfläche.Kupfergehalt verhindert dies, ebenso Kohlenstaub, welcher auf das geschmolzeneSilber gestreut wird. Das Silber folgt zunächst dem Golde hinsichtlich derDehnbarkeit und Geschmeidigkeit.
Argentum praeeipitatum, Argentum divisum, Argentum metallicum pulveratum,Argentum purum, praecipitirtes Silber, das mittelst Zinks oder Eisens aus seinerSalzlösung gefällte, zuerst mit Salzsäure, dann mit Wasser ausgewaschene undgetrocknete Silber wurde einmal (von Serbe ) als Antisyphiliticum (innerlichzu 0,001 — 0,05, äusserlich zu 0,02 — 0,03 als Einreibung in die Zunge, undzu 1,0 auf 10,0 —15,0 Fett in Salbenform) gebraucht.
Prüfung des Silbers auf Reinheit. Reines metallisches Silber löstsich vollkommen klar und farblos in reiner Salpetersäure. Antimon und Zinn