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1 (1876)
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Aqua.

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Rohr (r) eingesetzt, welches als Abflussrohr des filtrirten Wassers dient. Das Rohr mist mittelst Verschraubnng auf den Boden eines hölzernen Fasses festgemacht.In das Fass schüttet manso viel gekörnte Knochen-kohle, dass davon der Fil-trirkolben bedeckt ist. DasFass hat einen Deckel undwird immer mit Wasservoll gehalten. Ein solcherFiltrirapparat functionirtwohl 1218 Monate zurZufriedenheit je nach derBeschaffenheit des Wassers.

Als ein billiges undvortreffliches Filtermaterialist Eisenschwamm em-pfohlen worden.

Das Standgefäss mitdem gemeinen Wasser,welches man im Dispensir-lokale zur Hand hält, mussnothwendig am Ende jederWoche innen gereinigt wer-den, denn selbst das besteWasser setzt während dieserZeit stets kleine Mengenorganischer und minerali-scher Stoffe ab, welche sich Fig ' ,04 ' FiUvirapparal mit Kol,,en a,,s P' astisch " Kohle -fest an die Gefässwandung

ansetzen. Die Reinigung geschieht zuerst mittelst etwas verdünnter Salzsäureund dann mit Fliesspapierschnitzel, Sand und Wasser.

II. Aqua destillata, Aqua stillatitia, destillirtes Wasser, soll ein völligreines Wasser sein, jedoch muss mit Rücksicht auf die Pliarmacopoea Ger-manica ein destillirtes Wasser für den pharmaceutischen und für den chemisch-analytischen Gebrauch unterschieden werden. Letzteres ist total rein, ersteresdarf kleine Spuren Kohlensäure und Ammon enthalten, es kann also für denpharmaceutischen Gebrauch aueh das destillirte Wasser, welches man als Neben-product bei Heizung von Dampfapparaten und Dampfkesseln sammelt, als Aquadestillata verwendet werden.

Zu manchen Zwecken der chemischen Analyse, auch bei Darstellung vielerSalzverbindungen bedarf man eines Wassers, welches absolut frei von Ammonund Kohlensäure, also durch specielle Destillation dargestellt ist.

Darstellung. Behufs Darstellung eines reinen ammonfreien destillirten Wassersfüllt man eine kupferne Destillirblase zu 3 / 4 ihres Rauminhaltes mit dem Quell-wasser, giebt pro Liter 0,5, bei starkem Ammongehalt bis zu 1,0 Grm. Alaundazu und destillirt. Das erste Destillat enthält Kohlensäure und wird soweitgesammelt und beseitigt, als es mit Bleiessig gemischt eine weisse Trübunggiebt. Das folgende Destillat sammelt man als reines Wasser, so lange esdurch Silbernitrat nicht opalisirend getrübt wird. Tritt dieser Fall ein, soschüttet man in den Tubus der Blase krystallisirtes Natronphosphat (das offi-cinelle Salz) und zwar eine halb so grosse Menge als man Alaun dem Wasser