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Alkaloidia.
Jervin Narkotin (bl.) Piperin (bl.) Strychnin fl.
Methylamin Nikotin (bl.) Septicin (bl.) Theobromin
Morphin (bl.) Physostigmin Solanin fl. Veratrin fl.
Versetzt man die Flüssigkeit mit dem Niederschlage nach circa 10 Minutenmit einem starken Aetzammoimberschuss, so färben sich Niederschlag und Flüs-sigkeit entweder blau, oder grün oder sie werden entfärbt, der Niederschlagmeist auch gelöst. Die Fälle der Blaufärbung sind in vorstehender Reihe mitbl., einer geringen Bläuung mit (bl.), einer grünen Färbung mit gr. und derFarblosigkeit mit fl. bezeichnet.
Nicht gefällt wird Papaverin.
Ammonsnlfomolybdaenat, Ammonuin sulfomolybdaenicuui , ist immer frischbereitet anzuwenden. Es wurde von J. H. Buckingham als Reagens auf or-ganische Stoffe empfohlen. Man stellt es dar durch Mischung von 1,0Ammonmolybdänat mit 16,0 reiner concentrirter Schwefelsäure undErwärmen der milchigen Flüssigkeit bis zum Klarwerden. Nach längeremStehen des Reagens mit dem Alkaloid oder Bitterstoff erfolgt immer Blaufär-bung, es kann daher nur die Reaction in Betracht kommen, welche sich nacherfolgter Mischung sofort oder während des Verlaufes von einigen Minutenvollzieht.
1. Es erfolgt anfangs keine farbige Reaction, später aber hellblaueFärbung bei:
Asparagin Caffein Chinin Strychnin.
Atropin Chinidin Cinchonin
2. Es erfolgt eine charakteristische Färbung, welche später inDunkelblau übergeht:
Akonitin, hellbraun (Meconin, hellgrün, in Sa Ii ein, purpurrothdurch Purpurroth in Hellblau übergehend) durch Blau und Braun-Dunkelblau Menispermin, hellgelb roth in Dunkelblau
Berber in, purpurroth Morphin, dnnkelroth, San ton in, hellpurpurBrucin, ziegelroth durch Purpurroth in Solan in, gelb
Codei'n, grün Dunkelblau Veratrin, gelbgrün,
Cubebin, carmoisin Narkotin, hellgrün durch Dunkelbraun in
Digitalin, carmoisin, Phloridzin, dunkelblau Dunkelblau,durch Purpurroth in Piper in, braunrothDunkelblau
8. Ifatiiiclilorid, Liquor Platini biclilorati, eine Lösung von 1 Th. Pla-tinchlorid in 30 Th. destillirtem Wasser. In Stelle desselben bedientman sich als Reagens auf Alkaloide auch des
Platinnatriumchlorids, Liquor Piatino• latrii bichlorati (NaCl, PtCl 2+ 6HO oder Na 2 PtCl 6 + 6H 2 0). Man löst 10 Th. trocknes Platinbi-chlorid und 3 Th. trocknes reines Natriumchlorid in destillirtemWasser und bringt die Lösung durch Abdampfen und Beiseitestellen in Kry-stalle. Diese werden in der 20fachen Menge Wasser gelöst. Es ist wesentlich,dass die Platinbichloridlösung nicht freie Säure enthält. 1 Th. der Kry-stalle werden in 20 Th. destillirtem Wasser gelöst.
Platinchlorid erzeugt mit den meisten Alkaloiden in kaum sauren oderneutralen Lösungen von 1 zu 2000 bis 3000 gelbliche oder gelbe Niederschläge,von welchen einige in kalter Salzsäure leicht löslich sind.