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1 (1876)
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Alkaloidia.

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der echten von der unechten Rinde bis heute im Unklaren geblieben ist. DerGrund dieses Umstandes ist in dem Namen Alcornoco zu suchen, womit man inSüdamerika überhaupt sowohl Malpighien, als auch Byrsonimen zu bezeichnenpflegt. Die eine als echte bezeichnete Rinde bildet mehr oder weniger platte,bis zu 5 Millim. dicke Rindenstücke mit rothbrauner, leicht ablösbarer Borke,welche eine dicke blassbraune oder braungelbe, blättrigfasrige Korkschicht be-deckt. Eine andere Alcornocorinde ist dünn faserig und färbt den Speichelgelb. Der Geschmack ist bitter und adstringirend. Hauptsächlicher Bestand-teil der Rinde ist Gerbstoff nebst bitterem Extractivstoff.

C 0 r t e x Alcornoco Iii Spaniens ist die Rinde der Korkeiche, Quercussuber, welche aber keine medicinische Verwendung findet.

Die Alcornocorinde ist heute obsolet. Sie wurde auch gegen Lungenschwind-sucht und chronische Katarrhe empfohlen. Dosis 2,0 3,0 4,0 in Abkochungoder Weinaufguss täglich vier- bis fünfmal.

Alkaloidia.

An dieser Stelle mögen folgende Notizen, verwendbar bei Unterscheidungder Alkaloide und denselben verwandter Bitterstoffe, so wie bei der Prüfungauf Identität eines Alkaloids, einen Platz finden. Näheres und Spezielleresfindet man in D ragendokff's gerichtlich - chemischer Ermittelung von Giften,D uflos ' Handbuch der angewandten gerichtlichen chemischen Analyse derchemischen Gifte, S ciiwanert's Hülfsbuch zur Ausführung chemischer Arbeiten,H agek's Untersuchungen II. Band.

Hier werden 1) die Alkaloi'dreagentien und deren Bereitung, 2) diewichtigsten Reactionen der wichtigsten Alkaloide und 3) einige Methodender Aufsuchung und des Nachweises der wichtigstenAlkaloide Erwähnung finden.

I. Alkaloi'dreagentien, Alkaloidreactive, giebt es mehrere, welche man an-wendet, um überhaupt die Gegenwart eines Alkaloids zu erkennen. In derhier angegebenen Folgenreihe findet auch die Anwendung der Reagentien statt.Würden bereits die 5 ersten Reagentien Fällungen erzeugen, so ist mit einigerSicherheit die Gegenwart eines Alkaloids anzunehmen.

1. Jodjodkalium, Liquor Ralii jodo-jodati, eine Lösung von 7 Th. Jod-kalium, 5 Th. Jod in 100 Th. destillirtem Wasser, giebt mit denmeisten Alkaloiden in wässriger Lösung rothbraune oder kermesfarbene, oftnach und nach krystallinisch werdende Niederschläge, welche in kalter ver-dünnter Salzsäure unlöslich sind. Berber in giebt auch in weingeistiger Lö-sung einen Niederschlag und zwar einen krystallinischen. Sep ticin giebt einenhellbraunen Niederschlag.

Schwierig oder keinen Niederschlag geben Solanin und Theobromin(auch Digitalin).

Das Jodjodkalium ist immer das erste Reagens, mit welchem man auf dieGegenwart eines Alkaloids zu prüfen pflegt.

2. KaIibiChromat, Liquor Kali bichromici, eine Lösung von 1 Tli. Kali-bichromat in 10 Th. destillirtem Wasser giebt mit den Alkaloiden in