Aconitinum.
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Arcanum. Extrakt - Radix, Zahnmittel von S chott in Frankfurt a. M., war eineTinctnraus Helba recens A con iti und Herbarecens Paridis quadrifoliae (circa10 Th.) mit verdünntem Weingeist (50 Th.). 4,0 Gm. = 1,25 Mark. ( H ager Analyt.)
Vin antarthritiqne de d'Anduran ou de Bochelle ist ein Gemisch aus VinumColchici 10,0 ; Tinctura Aconiti 2,5; Tinctura Digitalis 1,0; Vinum Hispanicum 36,5.Dreimal täglich einen Theelüffel voll mit Pfeffermiinzthee.
Aconitinum.
j;j; Aconitiiinin, Aeonitina, Aconitia, Akonitin (C 60 H 47 NO 14 oder C 30 H 47 NO 7
= Ac = 533), Alkaloid aus Aconitum Napellus und anderen Aconitumarten(in Aco?iitum Lycoctönum soll es nach H uebschmann fehlen).
Im Handel unterschied man bisher ein Deutsches, Französischesund Englisches Akonitin, von denen das Französische (von H ottot in Paris)am giftigsten wirken soll, während die beiden anderen Akonitine in ihrer Wir-kung gleich befunden wurden. Das von M ohson in England dargestellte weichtwesentlich von dem Deutschen ab und wurde von F lueckiger N e p a 1 i n, vonH uebschmann Pseudakonitin genannt. Ein in Frankreich im Handel vor-kommendes krystallisirtes Akonitin scheint Aconellin zu sein. Diesenicht officinellen Alkalo'ide schmelzen nicht in kochendem Wasser. In Deutschlandwird man nur das Deutsche Akonitin in Gebrauch ziehen.
Darstellung. In einer Destillirblase übergiesst man 100 Th. grob gepul-verter Knollen des Aconitum Napellus mit 500—600 Th. 80 — 90procentigemWeingeist, setzt den Helm auf und erhitzt, bis ungefähr 10 Th. WeingeistUberdestillirt sind. Dann lässt man erkalten und colirt am anderen Tage denBlaseninhalt. Nach dem Ablaufen der Tinktur giebt man die Wurzelknollen-masse in die Blase zurück, übergiesst sie mit circa 400 Th. Weingeist undverfahrt, wie vorhin angegeben ist, mit dem Unterschiede, dass man die Wur-zelknollenmasse auspresst. Statt dieser zweiten Digestion kann man auchwegen geringeren Weingeistverlustes den Blaseninhalt aus der ersten Digestiondirect in ein geeignetes Deplacirgefäss geben, darin naeh dem Ablaufen derFlüssigkeit zuerst mit 200 Th. Weingeist übergiessen und dann den Weingeistmit Wasser deplaciren. Die vereinigten Colaturen werden nun gemischt ineine im Wasserbade stehende Destillirblase gegeben und, nachdem der grössteTheil des Weingeistes abgezogen ist, in einer porcellanenen Schale so weit imWasserbade bei einer Wärme von circa 50° abgedunstet, bis aller Weingeistverflüchtigt ist.
Das rückständige, honigdicke Extrakt mischt man noch warm mit circaeinem dreifachen Volum (60 Th.) heissem Wasser, welches mit wenig verdünn-ter Schwefelsäure (circa 2 Th.) sauer gemacht ist, lässt zwei Tage absetzenund filtrirt dann durch ein vorher mit Wasser benetztes Papierfilter. DasFiltrat versetzt man nun mit soviel Aetzammon, dass dieses nur wenig vorwal-tet, und stellt das Gefass zuerst einige Zeit an einen warmen Ort, dann eineStunde in das Wasserbad und nun einen Tag hindurch an einen ziemlich kaltenOrt. Den Niederschlag sammelt man in einem vorher mit Wasser nass ge-machten Filter und trocknet ihn sammt Filter an einem lauwarmen Orte.Nachdem er mit Vorsicht unter Vermeidung des Aufathmens des Staubes zueinem Pulver zerrieben ist, erschöpft man ihn mit weingeistfreiem Aether, zu-