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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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KEMP. KERNER.

mit philos. und tbeolog. Studien, war dadurch ein erklärter Antichrist geworden, ver-liess Leyden, wurde 1766 Soldat, als welcher er sich sowohl durch sein ungebundenesLeben wie durch seine Talente auszeichnete und 1771 zum Capitän ernannt wurde.1775 publicirte er in Leyden eine philos. Arbeit:Theologia dunatoscopica",nahm 1780 seine Entlassung aus dem Militärdienste, zog nach Edinburg, um Med.zu studiren, veröffentlichte daselbst 1781 sein berühmtes philos. Buch:Parmenides"und promovirte 1782 zum Dr. med. (Diss.: Vita et principium vitae in corporehumano Er etablirte sich in Middelburg als Arzt, musste jedoch 1787, auspolit. Gründen, von da nach Zwijndrecht flüchten, wo er sich allein linguist. undtheol. Studien widmete, bis er 1793 als Militärarzt mit der Armee nach Flandernzog. 1795 Chefarzt am Militärspital in Feyenoord geworden, ging er 1797 zuden mährischen Brüdern nach England, um durch ihre Vermittlung als Missionärnach Süd-Afrika geschickt zu werden und trat 1798 die Reise an. Nach vielenBeschwerden, Rebellion der 300 mit ihm reisenden, zur Deportation verurtheiltenVerbrecher, fürchterlich herrschenden epidem. Krankheiten unter denselben, Schiff-bruch, kam er endlich in der Capstadt an, ging von da allein zu den Raffern, beidenen er Schulen stiftete und Unterricht ertheilte, gründete Bethels -dorp an derAlgoa-Bay und starb daselbst 1811 plötzlich. Obwohl kein hervorragender Arzt imeigentlichen Sinne des Wortes, glaubte ich diesem merkwürdigen Manne, der alsMissionär eine Berühmtheit geworden ist, doch hier einen Platz einräumen zu müssen.

Joh. The od. v. d. K., Dr. med. enz., voorgesteld door Mr. D. C. v. d. Kemp,Amsterdam 1848. C. E. Daniels.

Keningliam, s. C oninghaji , Bd. II, pag. 114.

Kennedy, Evory K. (s. Bd. IV, pag. 453), geb. 28. Nov. 1806, zuCarndonagh, Co. Donegal, war Gründer und erster Präsident der Dubliner ObstetricalSoc. 1838, und bekleidete 1849 und 1872 wiederholt diese Würde. Er starb zuLondon 23. April 1886, nachdem er in der Grafsch. Dublin Deputy Lieut. und viel-fach in humanitären, hygien. und administrativen Angelegenheiten thätig gewesen war.

Brit. Med. Journ. 1886, I, pag. 911. Lancet. 1886, I, pag. 856. Sir C. A.Cameron, pag. 609. (j

Kennedy, Henry K., zu Dublin, war einige Jahre Physic. am CorkStreet Fever Hosp. und am Whitworth Hosp. Seine bedeutendste literar. Leistungwaren seineObservations on paralytic affections during infancy" (Dublin. Med.Press. 1841, fortgesetzt im Dublin Journ. of Med. Sc.), worin er zuerst die eigen-tümlichen, alsessential paralysis",acute infantile spinal paralysis" undacuteanterior polio myelitis" bezeichneten Affectionen beschrieb. Er verfasste ausserdem:dorrte account of the epidemic of scarlatina which prevailed in Dublin from183442 inclus.; etc." (Dublin 1843) und eine Reihe von Aufsätzen überFever", darunterObservation.? on the connexion between famine and fever inIreland and elsewhere" (Ib. 1847)On mixed types of fever in relationto the question of the identity or non-identity of typlius and typhoid poisons"(Dubl. Med. Press and Circ., 1865)Remarks on the etiology of enteric feverin connexion with its relation to the strumous diathesis" (Dublin Journ., 1873).Auch schrieb er, ausser anderen Arbeiten: Observations on fatty heart" (Dubl.1880). Er war ein fleissiger Besucher der wissenschaftl. Vereine, an derenDiscussion er sich vielfach betheiligte und starb, 75 J. alt, 31. Jan. 1887.

Brit. Med. .Tourn. 18S7, I, pag. .^05. Laneet. 1887, I, paj. 295. G.

Kerckhoffs, de, Kerckhove, s. K ibckhoff , Bd. III, pag. 480.

Kern, Karl Ferdinand K. (s. Bd. III, pag. 459), starb 10. Dec. 1868.

Laehr, pag. 98. G.

Kerner, Justinus K. (s. Bd. III, pag. 460).

Biographisch wichtig ist der Aufsatz von David F. Strauss in dessen kleinerenSchriften. Nene Folge. Berlin 1866. pag. 298332. j. Ch. Hub er (Memmingen).