K.
Kabat, Johann K., studirte an der med.-chir. Akad. 1827—33 undwidmete sich darauf der Ophthalmologie. In seiner Stellung als Militärarzt brachteer auf diesem Gebiete viel Nutzen, namentlich durch die Einrichtung von Militär-Sanitätsstationen für Augenkranke in Süd - Russland. Bereits 1842 schlug K.elektrische Wannenbäder zu therapeut. Zwecken vor, jedoch erst in neuester Zeithaben sie mehr Verbreitung gefunden. Am 25. Aug. 1883 wurde das öOjähr.Dienstjubiläum K.'s mit grossem Pomp gefeiert und bereits 3./15. April 1884starb er zu St. Petersburg. 0. Petersen (St. Pbg.).
*Kalilbauin, Karl Ludwig K., zu Görlitz, geb. zu Driesen (Neumark)28. Dec. 1828, studirte in Königsberg, Würzburg, Leipzig, Berlin, wurde 1855promovirt, war seit 1856 in der ostpreuss. Provinzial-Irrenanstalt Allenberg als
2. Arzt und ist seit 1867 dirig. Arzt und Besitzer der Privatanstalt für Nerven- undGemtithskranke zu Görlitz. Liter. Arbeiten: „Gruppirung der psych. Krankhh."(1863) — „Die Sinnesdelirien (und ihre verschiedenen Formen)" (1866) —„Die Katatonie, eine neue klinische Krankheitsform" (1874). Er hat die psych.Krankheitsform der Hebephrenie (Jugendirresein) aufgestellt. Red.
* Kahler, Otto K., zu Prag, daselbst 1849 geb., studirte auch dort, warAssistent an der Klinik des Prof. Halla , wurde 1871 promovirt, 1878 Docentan der deutschen Universität in Prag, 1882 Prof. e. o., 1886 Prof. ord. für spec.Pathol. und Ther. und Vorstand der II. med. Klinik an der deutschen Universität.Er hat in verschiedenen Archiven und Zeitschriften zahlreiche Arbeiten ausverschiedenen Gebieten der inneren Med., vor Allem aus dem der Neurologie,klin., anat. und experiment. Inhaltes verfasst, hat das Capitel „ Centralnerven-systern" in dem Lehrbuche der Histologie von C. Toldt (2. Aufl. Stuttg. 1884;
3. Auflage im Druck) bearbeitet und ist Redacteur der Prager med. Wochen-schrift seit 1878. Red.
Kalinski-Gelita, Ossip K., geb. 1792 im Gouv. Kiew, studirte 1813—17in Kiew, ging darauf in's Ausland auf 4 Jahre und wurde dann 1823 Prof.-Adjunctfür Ophthalmiatrie an der Petersburger med.-chir. Akad., musste jedoch sofort auf3 Jahre nach Astrachan gehen, um gegen die Cholera zu Felde zu ziehen, woraufer einige Zeit Arzt der russischen Gesandtschaft in Persien war. 1829—31 laser über Hautkrankheiten und wurde 1832 ord. Prof. der allg. spec. Therapie undwar 1832—36 Redacteur des „Wojenn. med. Journal", in welchem zahlreichekleinere Arbeiten von ihm erschienen. Er starb 30. Oct. (11. Nov.) 1858.
0. Petersen (St. Pbg.).
Kallianax, ein Herophileer, zwischen 305 und 270. „Callianactem hucrefero, non propter ullum opus mihi cognitum, sed quod Zeuxis, ipsemet Hero-phileus, in memorabilibus Herophili et ex hoc Ga 1 enus, refert ipsum exfamiliaribus Herophili fuisse. Non laudabili austeritate et morositate ergo aegro-