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JANNY. — JASINSKI.
wurde und 1867 als Operateurszögling bei Prof. Billroth eintrat. Im J. 1869,nach gewonnenem Operateurdiplom, ging er auf l /a Jahr zu v. Lungenbeck nachBerlin, besuchte die Kliniken der berühmtesten Chirurgen London's, Kiet's, Leipzig's,Halle's, Zürich's, liess sich nach diesen 2jähr. Reisestudien in Budapest nieder,wo er 1872 zuerst bei der k. ung. Staatsbahn als Arzt Verwendung fand, 1873Adjunct des städt. Oberphysicus, 1878 Primarchirurg des städt. Rochusspitales,1882 Privatdocent der allgem. chir. Pathol. und Ther., 1884 a. o. Mitglieddes ung. Landessanitätsrathes und Director des zum Rothen Kreuze gehörigenElisabethspitales wurde; 1887 wirkte er 3 Monate lang zugleich als provisor.Director des Rochusspitales. Er veröffentlichte: „Osteoblast. Versuche von Th.Billroth, Janny und Menzel" (Wiener med. Wochenschrift, 1868) —„Ovariotomieen" (Orv. Het., 1869) — „Beiträge zur Osteotomie der Röhrenknochenmit besonderer Berücksichtigung der von B. Langenbeck empfohlenen subcutanenOsteotomie" (Ib. 1870) — „Brief aus Zürich" (Ib. 1870) — „Ueber die chir.Klinik des Prof. Rose " (Ib. 1870) — „Ein fibröser Rachenpolyp an der Schädel-basis ; subperiostale Osteotomie des Nasenfortsatzes des rechten Oberkiefers, Exstir-pation mit dem Galvanokauter" (Ib. 1871) — „Chirurg. Erfahrungen, erworbenauf Billkoth's Klinik" (Ib. 1871) — „Ueber in's Kniegelenk eindring. Verletzgg.mit bes. Rücks. auf deren Behandlung" (Ib. 1873) — „Ueber Enterotomie uudColotomie nebst einem geheilten Falle" (Ib. 1880) — „Ueber Nervendehnung"(Ib. 1880) — „Beitrag zur Lehre von den Kniescheibenbrüchen mit bes. Rücks. aufdie Function des M. quadrieeps femoris" (Ib. 1882) — „Beitrag zur Frage vonder Operation bei Phosphornecrose und dem Wiederersatze des Kiefers" (Ib. 1885)— „Beiträge zur Operation des im Bruchsacke entstandenen Anus praeternaturalis"(Ib. 1887); ferner: Sammlung, zum Theil Uebersetzung und Ausarbeitung derkleineren Werke Balassa's . Im Auftrage der k. ung. Gesellschaft zur Herausgabeärztlicher Werke (Budapest 1874/5). G. Scheuthauer.
Jaksch, Anton J. Ritter von Warten hörst (s. Bd. II, pag. 378),starb 2. Sept. 1887 auf seinem Schlosse Lohova bei Tuschkau, im 77. Jahre. Erwar „ein musterhafter Erzieher der Aerzte, ein scharfer Beobachter, ein trefflicherArzt .... Sein Name ist unvergesslich an eine Blüthezeit der Prager Hoch-schule geknüpft".
Prager med. Woehenschr. 1887, pag. 303. G.
Janothus, s. Philologus, Bd. VI.
Jany, Ludwig J. (s. Bd. III, pag. 386), starb 9. Dec. 1886 plötzlich,nachdem er einige Tage vorher die 1111. Staaroperation in seiner von derCommune Breslau und einer Anzahl von Städten und Kreisen Schlesien's unter-stützten Privatklinik vollzogen hatte. Seine Geschicklichkeit als Operateur und dieRuhe seines Auftretens hatten ihm eine ansehnliche Praxis errungen. Er war eingerader, vielleicht etwas schroffer Charakter, hatte sich aber viele Freunde erworben.
Deutsche med. Woehenschr. 1886, pag. 907. G.
Jardins, Des, s. Des Jardins , Bd. II, pag. 164; Bd. VI, pag. 696.
*Jasinski, Roman J., Enkel von Jacob J. (s. Bd. III, pag. 387), geb.9. Aug. 1853 in Warschau, studirte in seiner Vaterstadt bis 1876 Med., brachtedas Jahr 1875 in Wien und Paris zu, wo er besonders die Kliniken von Bill-roth, Pean und Le Fort besuchte, wurde 1876 Assistent an der chir. Klinikzu Warschau und verblieb in dieser Stellung bis 1881. Während des russ.-türk.Krieges leitete er die chir. Abtheilung des Milit.-Hosp. in Nikolajew, gründete1879 ein Orthopäd. Privat-Institut und entwickelte seit dieser Zeit eine sehr erfolg-reiche Thätigkeit auf dem Gebiete der Orthopädie, welche bis auf ihn in Warschausehr im Argen lag. 1883—85 war er Redacteur des Pamietnik Tow. lek. warszaws-kiego und seit 1887 ist er 2. Chirurg des Warschauer Kinderhospitals. Er schrieb