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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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JAESCHE. JANNY.

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Jaesche, Georg Emanuel J., geb. 13./25. Februar 1815 zu Dorpat,wo sein Yater Prof. der Philosophie war, studirte von 1833 daselbst, wurde1838 Dr. med. (Diss. de apoplexia pulmonali"), kam nach ljähr. Aufenthaltim Auslande (Paris, Wien, Prag, Berlin) nach Russland zurück und ging alsprakt. Arzt nach Minsk, danD nach Pensa als Oberarzt am dortigen Stadt-hospital, zuletzt 1844 in gleicher Stellung nach Nischni-Nowgorod, woselbst ereine reiche Chirurg. Thätigkeit entfaltete. Hier starb er 9./20. Dec. 1876. J. istbekannt geworden vor Allem durch seine Operationsmethode des Entropium:Ein neues Verfahren bei der Operation von Distichiasis und Trichiasis"(Med. Zeitung Russlands, 1844). Sein Verfahren wurde von Arlt modificirt undging als Jaesche-arlt 'sche Operation in die Lehrbücher über. Ausserdem schrieb erBeiträge zur plastischen Chirurgie" (Mitau 1844) und veröffentlichte eine grosseReihe von casuist. Aufsätzen in der Med. Zeitg. Russlands (184559). L gti e da

* Jaesche, Emanuel J., zu Dorpat, geb. daselbst als Bruder des Vorigen14./26. Sept. 1821, studirte auch dort, wurde 1847 promovirt, war von 1847bis 56 im russ. Militärdienste, machte als Oberarzt eines Regimentes die Belagerungvon Sebastopol, die Schlachten bei Inkerman und an der Tschernaja mit, war nachBeendigung des Krieges 1 Jahr lang im Auslande, besuchte u. A. die Klinikenvon A. v. Graefe , Arlt und Desmarres und hat sieh seitdem vorzugsweiseder Ophthalmologie zugewendet. Er war von 185873 Arzt beim Findelhausein Moskau und ist seit 1873 prakt. Augenarzt in Dorpat. Ausser Aufsätzen inv. Graefe's Archiv, Zehender's Monatsblättern etc. schrieb er:Das räumlicheSehen" (Stuttg. 1879)Das Grundgesetz der Wissenschaft" (Heidelb'. 1885),eine Frage, die ihn seit dem J. 1848 unablässig beschäftigt hat. Red.

* Jaffe, Karl J., zu Hamburg, geb. daselbst 23. Aug. 1854, studirtein Strassburg und Hamburg, unter Lücke und M. Schede , wurde 1877 in Strassburgpromovirt mit der Diss. : TJeber die Anwendung des Ferrum candens bei chron.Gelenkkrankheiten", ist seit 1882 Arzt in Hamburg. Er schrieb:Ueber einneues, im Wasser vollkommen lösliches Chininpräparat (Chinin, bimuriaticumcarbamidatum)" (Centralbl. f. die med. Wissensch., 1879)Ueber Darm-resection bei gangränösen Hernien" (Volkmann's klin. Vorträge, Nr. 201)TJeber Knochentuberculose" (Deutsche Zeitschr. f. Chir., XVIII, 1883). Red.

Jahll, Ferdinand J., zu Meiningen, geb. daselbst 28. Mai 1804, alsSohn des dortigen Leibarztes J ohann Friedrich J. (+ 1813, s. Bd. III, pag. 377),war Hofmedicus, dirig. Arzt des Georgen-Krankenhauses, Stadtphysicus, Brunnenarztzu Liebenstein, gab zusammen mit Carl Hohnbaum seit 1830 heraus:Medic.Conversationsblatt" und hat eine beträchtl. Zahl von Schriften verfasst, darunter:Ahnungen einer allgem. Naturgeschichte der Krankhh., mit Vorwort vonG. F. Heusinger" (Eisenach 1828)Die Naturheilkraft. Vorarbeit zueiner zeitgemässen Umgestaltung der Heilk." (Bd. I, Ib. 1831) ,,System derPhysiatrik oder der Hippokratischen Med." (2 Bde., Ib. 1835, 39)Ver-suche für die prakt. Heilkunde" (1. Heft, Ib. 1835)Sydenham. EinBeitrag zur wissenschaftl. Med." (Ib. 1840)Zur Naturgeschichte derSchönlein'sehen Binnenausschläge oder Entexantheme" (Jena 1840)Dieabnormen Zustände des menschl. Lebens als Nachbildungen und Wiederholungennormaler Zustände des Thierlebens" (Eisenach 1842)Beiträge zur Geschichteder Carbunkelkrankh., mit Ausschluss der Pest" (Jauus I, 1846). Zusammen mitChr. Friedr. Imm. Richter schrieb er noch: Salzungen's Soolquellen und ihreheilkräftigen Wirkungen" (Hildburgh. 1849). Dazu noch Aufsätze in verschiedenendeutschen Zeitschriften. Er starb als Geh. Med.-Rath 30. Mai 1859.

Callisen, IX, pag. 390; XXIX, pag. 132. G.

* Janny, Julius J., in Budapest, geb. 30. März 1842 in Stuhlweissenburg,ging der med. Studien wegen nach Wien, wo er Doctor der Gesammtheilkunde

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