CANAVERL — CANNANI.
Canaveri, Francesco C., geb. 1754, war Dr. med., Prof. der Pathol.and Klinik an der Universität zu Turin, Decan der med. Facultät und starb15. Jan. 1836, 82 Jahre alt. Er pnblicirte: „ Analyse et refutation des elemensde mddecine du Dr. John Brown" (Turin 1806) — „Neuronomia" (Ib. 1836)— „De oeconomia vitalitatis" (Ib. 1837).
Callisen, III, pag. 438; XXVII, pag. 15. Pgl.
Canepari, Pietro Maria C. (s. Bd. I, pag. 655).
Biogr. med. III, pag. 140. Gr.
Canestrini, Antonio C., geb. zu Cloz in Nonsberg, Süd-Tirol, 18.Mai 1743,wurde 1768 in Innsbruck Dr. med., ging dann nach Wien, bereiste 1769 mitdem Prof. Crantz Italien, um die Spitäler zu Bologna, Florenz, Rom und Neapelkennen zu lernen, wurde 1771 nach Ungarn geschickt, um die an der polnischenGrenze ausgebrochene Pest zu beobachten und aufzuhalten. Nach glückl. Lösungdieser Aufgabe wurde er zu gleichem Zwecke 1773 an die tiirk. Grenze geschicktund wirkte auch hier erfolgreich. Die so gemachten Erfahrungen legte er in der„Diss. historica de peste anno 1771 et 1772" (Kaschau 1777) nieder. 1776erhielt er den Auftrag, im Marmaroscher Comitat das Sanitätswesen einzurichten,später wurde ihm das Comitats- und Salz-Cameral-Physicat anvertraut und schrieber in dieser Zeit: „Monita medico-politica" (Kaschau 1776). 1778 wurde er Berg-Cameral-Physicus zu Nagybänya und 1785 zu Schwatz in Tirol. In der Schrift:„Pestis diagnosis maxime ex ejus contagio haurienda" (Salzburg 1795) spracher sich mit Entschiedenheit für die Contagiosität derselben aus und schrieb noch :„Observationes de hernia inguinali ex serotino testium in scrotum descensu" —„Onanismus medice, politice et moraliter consideratus" (Innsbruck 1808); seingrösstes Verdienst ist aber die Einführung der Vaccination in Tirol, über die ermehrere populäre Abhandlungen (1803—6) verfasste. Er starb 18. März 1807.
v. Wurzbach, II, pag. 250. — F. Ambrosi, Scrittori trentini. Trient, 1883.
G.
Canevari, Demetrio C. (s. Bd. I, pag. 655), starb 1625 zu Rom.
Pescetto, pag. 167- — Biogr. med. III, pag. 141. — Dict. hist. I, pag. 623. —Nouv. biogr. gen. VIII, pag. 470. (j
Cangiamila, Francesco Emanuele C., geb. 1702, gest. 7. Jan. 1763,Canonicus der Metropolitankirche zu Palermo, Provinzial - Inquisitor des Königr.Sicilien, ein Cleriker, welcher 1745 eine obstetricische Schrift herausgab, diebesonders dem Seelenheile der Früchte hinsichtlich der Taufe dienen sollte. DerKaiserschnitt soll in Ermangelung eines Chirurgen vom Priester gemacht werden.Er schrieb: „Embriologia sacra ovvero delV ufficio de 1 sacerdoti, medici etsuperiori, circa Veterna salute dei bambini" (Mailand 1751 ; latein. Ib. 1751, 4.;Palermo 1758, fol. u. s. w.).
Biogr. m6d. III, pag. 140. — v. Siebold, Versuch etc. II, pag. 577.
J. Ch. Hub er (Memmingen).
Canis, s. Hdndt , Bd. III, pag. 318.
Cannani, Giovanni Battista C., als Sohn des ausgezeichneten Prof.der Anat. Francesco Maria C. 1515 zu Ferrara geb., studirte gleichfallsmit besonderer Vorliebe Anat., wurde Leibarzt des Papstes Julius II., kehrtenach dessen Tode nach Ferrara zurück, war hier Protomedicus der Stadt und starb29. Jan. 1579. C. hat das Verdienst der Auffindung der Venenklappen, die erzuerst 1546 in der Vena azygos bemerkte. Ferner ist er Verf. eines nur z. Th.gedruckten, mit guten Abbildungen ausgestatteten Werkes über die Muskeln, dasden Titel führt: „Musculorum humani corporis picturata dissectio etc." (Ferrara1572). Noch schrieb er: „Anatomia" (Turin 1574, 2 voll.).
Biogr. med. III, pag. 141. — Dict. hist. I, pag. 624. — Dechambre, 1. S6rie-,XII, pag. 163; XXV, pag. 291. Pgl.
Biogr. Lexikon. VI. 38
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