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ZIMMERMANN. — ZINKEISEN.
Rust's Magazin, Prager Vierteljahrschr., Roser's und Wunderlich's Archiv)publicirt hatte, vereinigte er in der Schrift: „ Ueber die Analyse des Bluts unddie pathol. Krasenlehren, nebst Beiträgen zur Physiol. der dt/slcras. Processe"(Ib. 1847). Daneben finden sich in denselben Jahren und Zeitschriften Arbeiten überHarn, die krit. Bedeutung harnsaurer Sedimente (1854 noch einmal), über Zellen-bildung, die Function der Leber, Behandlung des Wechselfiebers mit Blutentlee-rungen, über den typhösen Process. 1848 wurde er als Landwehr Bat.-Arzt nachHamm versetzt und begründete 1851 ein besonderes „Archiv für Pathol. u. Ther.",in welchem ein Aufsatz : „ Ueber das Fieber und die Eigenwärme der Gesundenund Kranken" (1851) erschien; auch veröffentlichte er eine: ,, Genaue Methode,die Blutkörperchen und das Plasma in 1000 Theilen Blut zu berechnen" (Preuss.Vereins-Ztg., 1851) — „Ueber das „Fieber" der Ruhrkranken " (Deutsche Klinik,1851), weitere Arbeiten über Analyse des Blutes und über Eiter (1851, 52, 53) —„Zur Physiatrik des Typhus" (Ib. 1852) — „Die Urämiehypothese von Frerich s"(Ib.) — „Eigenthiiml. Goncretionen in den Stühlen Thyphuskranker" (Ib. 1853,1854) — „Zur Theorie der remittir. Fieber" (Dessen Archiv, 1854, I, 2) —„Ueber das Serumcasein" (Mueller's Archiv, 1854) — „Zur Pathol. u. Ther.des Morb. Briglitii" (Deutsche Klinik, 1855, 56, 57) — „Zur Pathol. u. Ther.des Magenkrampfes" (Memorabilien, 1858) — „Zur Fieberlehre" (Preuss. Vereins-Ztg., 1859) — „ Zur Lehre vom dysenter. Process, namentl. üb. die Betheilig,der Nieren bei demselben" (Deutsche Klinik, 1860). In diesem und dem folgendenJahre beschäftigte er sich noch einmal mit der Blutkörperchenfrage. Z., der indieser Zeit als Stabsarzt nach Halle versetzt worden war, wurde 1862 zum Ober-Stabs- und Reg.-Arzt in Danzig ernannt und starb während des böhmischen Feld-zuges an der Cholera, zu Prerau in Mähren, 19. Aug. 1866. — Z. gehörte zti denwissenschaftlich strebsamsten Militärärzten. Die Mehrzahl seiner ersten Arbeitenfiel jedoch in eine ungünstige Uebergangszeit, wo die naturphilos. Richtung, dieKrasenlehre und die naturwissenschaftl. Schule untereinander im Kampfe lagen.Da er zudem einen etwas isolirten Standpunkt einnahm, haben seine Arbeiten,die manches Verdienstliche enthalten, nicht diejenige Beachtung gefunden, dieihnen unter anderen Umständen vielleicht zu Theil geworden wäre. q
Zimmermann, s. a. Tectander, Bd. V, pag. 627.
*Zincone, Antonio Z., geb. 23. Juli 1848 in Sora (Prov. Caserta),studirte in Neapel, wo er in den anat. Studien namentlich die Profi'. Antonelli,Schroen und Armanni und in den klin. Studien Tommasi, Oantaxi und Car-darelli zu seinen hauptsächl. Lehrern hatte und 1873 zum Dr. med. promovirtwurde. Im J. 1878 wurde er in Folge eines Ooncurses zum Prof. der Anat. ander Universität Messina ernannt. Unter seinen verschiedenen, anat. Beobachtungenbetreffenden Schriften sind besonders hervorzuheben: „Sülle appendici tattili deipesci" und: „Sülle prominenze del midollo spinale delle triglie". Cantani
Zinkeisen, Arthur Z., geb. 2. März 1828 zu Altenburg, studirte von1849 ab zu Leipzig, Jena, Strassburg, Paris und erwarb 1853, nach Vertheidigungseiner Diss.: „De anaestheticis", zu Leipzig die med. Doctorwürde. Nach kurzemAufenthalte zu Auerbach und Nieder-Sedlitz liess er sich als prakt. Arzt in Dresdennieder, besuchte später als Reisearzt Aegypten , Italien, Frankreich und Spanien,war dann wieder in Dresden als p^akt. Arzt und Polizeiarzt thätig, ging aber1867 nach Amerika, wo er in St. Louis und Californien mehrere Jahre hindurchdie ärztliche Praxis ausübte. Nach Deutschland zurückgekehrt, nahm er wiedermehrere Jahre hindurch seinen Wohnsitz in Dresden, ging 1876 nach Reudnitzbei Leipzig und war dann als Dirigent verschiedener hydrotherapeutischer Anstaltenin Deutschland, sowie auch in England angestellt. Im Jahre 1882 übernahm erdie Stelle eines Badearztes zu Landeck, starb aber im October d. J. zu Dresden anden Folgen eines Gehirntumors. — Als von Z. verfasste Schriften sind zu erwähnen: