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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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ZEIDLER. ZEISSL.

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Zeicller. Johann Z., geb. 1596 zu Löwenberg in Schlesien, war zunächstals prakt. Arzt in Dresden und Eilenburg thätig, erwarb zu Leipzig 1619 die pliilos.,1623 die med. Doctorwtirde, -wurde 1624 Assessor der med. Facultät und erhieltin der Folge die ord. Professuren der Physiol., der Anat. uud Chir., 1643 aberdie der Ther., sowie die Stelle des Decans der Facultät. Er starb 13. Nov. 1645.Von seinen sämmtlich zu Leipzig als akad. Programme erschienenen Schriftenverdient nur die Abhandlung: De plica polonica novo cirrhorum symptomate"Erwähnung.

Joe cli er, IV. Rosenmueller, Progr. zur Doctorpromotion von K. Willi.Junghannss. Leipzig 1815. Winter.

Zeis, Eduard Z., geb. 1807 zu Dresden, widmete sich von 1827 abzu Leipzig dem Studium der Med., ging 1829 nach Bonn, von hier mit demberühmten Chirurgen Ph. v. Walther nach München, vollendete aber seine- Studienin Leipzig, wo er 1832 die med. Doctorwürde erwarb. Z. war sodann längereJahre in Dresden als prakt. Arzt, vorzugsweise für chir. Krankheiten thätig undgründete daselbst, im Vereine mit H. E. Richter , 0. Kohlschütter und Rob.Kuettner , eine Poliklinik für Kinderkrankheiten. Im J. 1844 ging er als Prof. derChir. nach Marburg, in welcher Stellung er bis zum J. 1850 verblieb, wo er alsVorstand der chir. Abtheilung des neugegründeten städt. Krankenhauses nach Dresdenzurückkehrte. Er starb als solcher 24. Juni 1868. Als von Z. verfasste Schriften,unter denen namentlich die auf plastische Chirurgie bezüglichen sehr grosse Aner-kennung gefuuden haben, sind folgende anzuführen: Herniae cruralis externaehistoria cum epicrisi' (Diss. inaug., Leipz. 1832)Handb. der plastischenChirurgie" (Berlin 1838) Abhandlungen aus dem Gebiete der Chirurgie"(Leipz. 1845)De nova cheiloplasticae instituendae methodo" (Marburg 1845)Der Assistent oder die Kunst, bei chir. Operationen zu assistiren"(Leipz. 1846)Die Abtragung des Gelenkknorpels bei Exarticulationen"(Marburg 1848)Beiträge zur pathol. Anat. und Pathol. des Hüftgelenks"(N. Acta Ac. Leop. Car., 1851, XXIII, 1)Beobachtungen und Erfahrungenaus dem Stadtkrankenhause zu Dresden" (Heft 1 u. 2 , Dresden 1852, 53)Beschreibung mehrerer kranker Knochen vorweltlicher Thiere" (Leipz. 1856) Ueber die Fractur des Proc. coronoideus ulnae und über die bisweilen daraushervor gehende Luxation des oberen Endes des Radius" (Dresden 1859, alsManuscript gedruckt)Die permanenten oder prolongirten Localbäder beiverschiedenen örtl. Krankheiten" (Leipz. 1860)Bede zum Gedächtniss desDr. F. A. von Ammon" (Dresden 1861 , gehalten im Auftrage der Gesellscli.für Natur- und Heilk. zu Dresden) Die Literatur und Geschichte derplast. Chirurgie" (Leipz. 1863 ; Nachträge dazu, Ib. 1864) Ueber die Heilungdes intrncapsulären Schenkelhalsbruches durch Knochencallus" (Dresden 1864)Ueber Hospitalbrand" (Dresden 1868, Denkschr. der Gesellsch. für Natur- undHeilk.). Ausserdem hat Z. zahlreiche referirende, bezw. krit. Arbeiten in mehrerenZeitschriften, namentlich in Schmidt's Jahrbb. der ges. Med., veröffentlicht.

Winter.

Zeissl, Hermann von Z., zu Wien, bekannter Syphilidolog, geb.22. Sept. 1817 zu Vierzighuben bei Zwittau in Mähren, kam 1839 an die WienerUniversität zum Studium der Med., wurde 1845 Dr. med., 1846 Dr. chir., tratdann in das Allgem. Krankenhaus ein, wo er zuerst auf der Augenklinik vonRosas , dann auf der chir. Abtheilung von Moisisovics , endlich als Secundararztauf der Hautkranken-Abtheil, von Hebra wirkte. 1850 habilitirte er sich alsPrivatdocent für Syphilidologie, 1861 wurde er zum Prof. e. o., 1869 zum Primar-arzt der kurz vorher errichteten 2. Abtheil, für Syphilis im Allgem. Krankenhauseernannt und blieb in dieser Stellung, bis er 1883, auf sein Ansuchen, in denRuhestand trat. Er gehörte als Arzt, Lehrer und Forscher zu den hervorragend-sten Vertretern seines Faches und genoss als solcher einen wohlverdienten Welt-ruf, indem er es verstanden hatte, durch die logische Entwicklung der Dualitäts-