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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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WITZEL. WOELFLER.

Schief halse" (Deutsche Zeitschr. für Chir., 1883). Er schrieb weiter Monographieen,theils pathol.-anat., theils klin. Inhalts, kleine Mittheilungen aus den verschie-denen Kliniken : Ueber angeborene mediane Spaltung der oberen Gesichts-hälfte"Entstehung der Hydrocele bilocularis" u. s. w., gab eine ausfuhrlieheBearbeitung der Lehre von den Netztumoren und den retroperitonealen Geschwülsten,sowie der Gallenblasenchirurgie in den Beiträgen zur Chirurgie der Bauchorgane(Deutsche Zeitschr. für Chir., 1884, 85) und schrieb in GERnARDT's Handb. derKinderkrankhh.:Erworbene Krankheiten der Wirbelsäule"; ferner:lieberSehnenverletzungen und ihre Behandlung" (V olkmann's klin. Vorträge, Nr. 291).

Red.

*Woakes, Edward W., zu London, wurde 1858 Member des R. C. S.Engl., war House Surg. im St. Thomas' Hosp., ist Senior Aural Surg. beim LondonHosp., Docent der Ohrenheilk. bei dessen med. Schule, Senior Surg. in der Ohren-kranken-Abtheil. des Hosp. für Halskrankhh. in Golden-Square. Er schrieb:Ondeafness, giddiness, and noises in the head" (2. ed. 1880)Post-nasalcatarrh, and diseases of the nose causing deafness" (1884), ferner:Treat-ment of nasal disease by medicated cotton wool" (Lancet, 1880) Vertigo,and the symptoms called Menilre's disease" (Brit. Med. Journ., 1883)Theetiology of diplitheria, etc." (Lancet, 1883).

liedical Directory. Red.

WoeMer, Friedrich W., berühmter Chemiker, geb. 31. Juli 1800 zuEschersheim bei Frankfurt a. M., studirte von 1819 an Med. in Marburg undspäter in Heidelberg, wo er 1823 promovirte. Auf den Rath Gmelin's , unter welchemer sich vorzugsweise in Heidelberg mit Chemie beschäftigt hatte, gab er das med.Studium auf und arbeitete noch fast 2 Jahre unter Berzelius in Stockholm.1825 wurde er in Berlin Lehrer an der Gewerbeschule, ging 1831 nach Kassel,wo er die höhere Gewerbeschule errichtete und an ihr als Lehrer thätig war, biser 1836 einem Rufe nach Göttingen als Prof. der Med., Director des chemischenInstitutes und General-Inspector der Hannoverischen Apotheken folgte. Er starbdort 23. Sept. 1882. Seiner Beschäftigung mit Cyansäure, wobei er eine Reiheneuer Cyanverbindungen auffand, verdankt die Chemie seine wichtigste Entdeckung,nämlich die Darstellung des Harnstoffes aus cyansaurem Ammoniak (1828), wo-durch das erste Beispiel geliefert wurde, eine organische Substanz aus anorganischenStoffen auf chemischem Wege herzustellen. Ferner entdeckte er das Aluminium,Beryllium, Yttrium, fand mit Liebig zusammen eine grosse Reihe von Derivatender Harnsäure und arbeitete mit Diesem viele Jahre hindurch über Benzoylver-bindungen. Mit diesen Arbeiten begann die wesentliche Ausbildung der Radical-und Substitutionstheorie der organ. Chemie. Von seinen zahlreichen Schriften seienhier erwähnt:Grundriss der unorgan. Chemie" (Berlin 1831; 15. Aufl. 1873)Grundriss der organ. Chemie" (Berlin 1840; 9. Aufl. 1874; 10. Aufl. umgearb.von Fittig , 1877)Prakt. Uebungen der ehem. Analyse" (Berlin 1853;2. Aufl. u. d. T.:Die Mineralanalysen in Beispielen Göttingen 1861); mitH. d'Oleire zusammen:Die Schwefelwasserquellen zu Nenndorf" (Cassel 1836)und mit Liebig zusammen seit 1838 die Annalen der Chemie und Pharmacie.

A. W. Hofmann, Zur Erinnerung an Fr. Woehler. Berlin 1883. Gerding,Geschichte der Chemie. 2. Ausg., Leipz. 1869, pag. 107 ff. G. V.

*Woelfler, Anton W., geb. in Kopezen bei Kladrau, 12. Jan. 1850,studirte in Wien, wo er 1874 zum Doctor promovirt wurde, und war vornehm-lich Billroth's Schüler, von 1874 in dessen Klinik Operateur, von 1876 seinAssistent, um sich 1880 für Chirurgie an der Wiener Universität zu habilitiren.Er wurde daselbst Prof. e. o. und 1886 als Prof. ord. und Director der chir.Klinik nach Graz berufen. Hervorragende Schriften: Ueber die Entwicklungtmd den Bau der Schilddrüse" (Berlin 1880) Mehreres über Wesen undBehandlung der Kröpfe in v. Langexbeck's Archiv (Bd. XXIV, XXIX)Zur