WITHERING. — WITT.
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Withering, William W., geb. 1741 als Sohn eines Arztes zu Willingtonin Shropshire, studirte zunächst unter Leitung seines Vaters, bezog darauf dieUniversität zu Edinburg, promovirte daselbst 1766, prakticirte kurze Zeit inStafford, später in Birmingham, wo er eine sehr zahlreiche Clientel erlangte, mussteaber seine Praxis 2mal, 1793 und 95, in Folge seines geschwächten Gesundheits-zustandes — er litt an chron. Pneumonie — durch einen längeren Aufenthalt imsüdlichen Portugal unterbrechen und starb, noch relativ jung, zu Birmingham6. Oct. 1799. W. war ein vortrefflicher Beobachter. Durch die von ihm zuerst1778 ausgegangene Empfehlung der Digitalis in der Therapie der Herzkrankhh.hat er unseren Arzneischatz sehr wesentlich bereichert. Ausser einer verdienst-lichen engl. Flora und verschiedenen anderen, nicht eigentlich med. Schriften,publicirte er noch: „An account of the scarlet fever and sore throat or scar-latina anginosa, particularly as it appeared at Birmingham in 1778" (Lond.1779; Birmingham 1793). Eine Gesammtausgabe seiner Werke erschien u. d. T.:„Miscellaneous tracts", mit einer Lebensbeschreibung (Lond. 1822, 2 voll.).
Biet. hist. IV, pag. 416. — Biogr. univers. XLIY, pag. 729. Pgl-
Withusen, Vater und Sohn, zu Kopenhagen. — Carl Christopher W.,hervorragender dänischer Chirurg und Augenarzt, geb. 7. Dec. 1779 in Kopen-hagen , absolvirte das chir. Examen an der dortigen Akad., fnngirte darnacheinige Jahre als Reservenchirurg, studirte im Auslande 1807—10 besonders unterAstley Coopee in London und wurde 1811 Adjunct, 1816 Prof. e. o., 1819Prof. ord. an der chir. Akad. Gleichzeitig wurde er Mitglied des Gesundheits-Collegiums und Oberchirurg am Friedrichs-Hospital, in welcher Stellung er bis1830 tbätig war. Danach wurde er Hofchirurg und nach der Verschmelzung derAkad. mit der Facultät chir. Professor an der Universität und wirkte in dieserStellung bis zu seinem Tode au der Cholera, 16. Juli 1853. Er war ein feinerDiagnostiker, ein mustergiltiger Operateur und chir. Lehrer und hat sich dazuals eigentlicher Gründer der Ophthalmologie in Dänemark ein ganz speciellesVerdienst erworben. Literarisch hat er nur in beschränkter Weise durch Abhand-lungen in Zeitschriften gewirkt.
Carl David Withusen, sein Sohn, in Kopenhagen 16. Aug. 1822geb., folgte der Bahn des Vaters, bildete sich als Reservechirurg an den Kopen-hagener Spitälern und im Auslande speciell für die praktische Chirurgie aus undleitete als Oberchirurg die grosse Chirurg. Abtheilung des Commuuespitals inKopenhagen von 1863—68, wo er, von einer unheilbaren Gehirnkrankheit befallen,sich zurückziehen musste. Er starb 19. Sept. 1874.
Ugeskr. f. Läger, 3. K., XXII, pag. 414—16. — Smith u. C. Bladt, 4. Ausg.,pag. 106; 5. Ausg, pag. 220. Petersen.
*Witkowski, Ludwig W., in Posen 14. Oct. 1849 geb., studirte inBerlin von 1867 ab und über sein Promotionsjahr, 1872, hinaus. Er wandtesich der Psychiatrie zu und habilitirte sich nach mehrjähr, prakt. Thätigkeit inStrassburg 1877 als Docent dieses Faches an der dortigen Universität. Seineeinschlägigen Arbeiten sind hauptsächlich im Archiv für Psychiatrie und im Archivfür experiment. Pathol. zur Veröffentlichung gelangt. Weruich.
Witt. Otto Manderup W., zu Karlshamm in Schweden, geb. 24. Juli1812 in Karlskrona, studirte seit 1829 in Lund, wurde, nach Erlangung andererGrade, daselbst Dr. med., war seit 1839 Marine- und Militärarzt, wurde 1842 Stadt-arzt in Landskrona, 1844 in Trosa, 1845 in Karlshamm, daselbst 1854 auchLazareth- und Gefängnissarzt , 1861 1. Stadtarzt und starb 23. Mai 1875. Erhatte geschrieben die akad. Abhandl.: „ Therapeutiken theori" (Lund und Karls-hamm 1859 — „Själen i normalt och sjukligt tillständ. I. Själens biologi.II. Själens pathologi" (2 voll., Karlshamm 1858, 1864) — „Om Sinnessjukhusoch Asyler" (Ib. 1862) — „Om uppfostran" (Ib. 1870); ferner Aufsätze in
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