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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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WESTPHAL. WESZPREMI.

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oben genannten Lehrers schrieb er noch:Pathologia daemoniaca, id est obser-vationes circa daemonomanias et morbos convulsivos" (Leipz. 1707)Diss.de prodigiis sanguinis falso hactenus proclamatis" (Ib. 1707).

Biogr. med. VII, pag. 496. Pgl.

Westphal, Karl Georg Heinrich W., geb. 30. Oct. 1784 zu Halber-stadt, wurde 1806 in Halle Doctor mit der Diss.:De organis circulationis etrespirationis reptilium", liess sich in Quedlinburg nieder, entsagte aber späterder Praxis, um sich mit Schriftstellern zu beschäftigen und gab, theils untereigenem Namen, theils unter dem angenommenen Namen Friedrich Richter,theils anonym, zahlreiche (gegen 40) populär-med. Schriften, zum Theil in mehrerenAuflagen erschienen, auch in fremde Sprachen übersetzt, in der Zeit von 1821 bis1843 heraus. Er starb 8. Jan. 1861.

Andreas, II, pag. 177. Callisen, XXI, pag. 67; XXXIII, pag. 279. G.

*Westphal, Karl Friedrich Otto W., zu Berlin, geb. daselbst23. März 1833 als Sohn des dortigen gleichnamigen Arztes, Geh. SanitätsrathesDr. K. F. 0. W. (geb. 1800, gest. 1879), studirte von 1851 an in Berlin, Heidel-berg und Zürich, wurde 1857 Civil-Assistent bei der Pockenabtheilung der Charitein Berlin, 1858 Assistenzarzt an der Irrenabtheilung dieser Anstalt (unter Ideler,v. Horn und Griesinger ,, habilitirte sich 1861 als Privatdocent der Psychiatriean der Berliner Universität, wurde 1868 dirig. Arzt des Pockenhauses und derAbtheilung für innerlich Kranke, 1869 Prof. e. o., dirig. Arzt und klin.Lehrer der Abtheilungen für Geistes- und Nervenkranke und 1874 ord. Prof. derPsychiatrie. Er ist auch Mitglied der wissenschaftl. Deputation für das Medicinal-wesen und Geh. Medicinalrath. Seine wissenschaftl. Arbeiten finden sich in derAllgem. Zeitschr. f. Psychiatrie, in Virchow's Archiv, der Berliner klin. Wochen-schrift, den Charite-Annalen, der Vierteljahrsschrift für gerichtliche Medicin,hauptsächlich aber in dem von ihm seit 1868 redigirtenArchiv für Psychiatrieund Nervenkrankheiten". Die Arbeiten beziehen sich zum Theil auf die Krank-heiten des Rückenmarks als solche, zum Theil auf ihren Zusammenhang mit derallgem. Paralyse der Irren und behandeln ausserdem die verschiedensten Gegen-stände der Nervenpathologie. In seinen psychiatr. Arbeiten beschrieb W., abge-sehen von den Untersuchh. über allgem. Paralyse, einige neue Krankheitsformen(Agoraphobie u. s. w.). Wir führen von denselben speciell an:Künstliche Er-zeugung von Epilepsie bei Meerschweinchen 1 ' Affection des Nervensystemsnach Pocken und Typhus uUeber einige durch mechanische Einvn'rkungauf Sehnen und Muskeln hervorgebrachte Bewegungserscheinungen (Knie-,Fussphänomen)"Ueber combinirte (primäre) Erkrankung der Rückenmark-stränge" (auch besonders erschienen, Berlin 1879)Ueber eine Art paradoxerMuskelcontraction" Ueber Verschwinden und Localisation des Knie-phänomens" Ueber prim. Erkrankung der Seitenstrangbahnen" Uebereine dem Bilde der cerebro - spinalen grauen Degeneration etc. ähnliche Er-krankung ohne anat. Befund" u. s. w., u. s. w.

Die naturwissensch. und med. Staatsanstalten Berlins. Festschrift f. d. 59. Versamml.deutscher Naturf. und Aerzte. Berlin 1886, pag. 378. Brockliaus, Convers. - Lexikon.13. Aufl., XVI, pag. 585. Red.

Weszpremi, Stephan W., gelehrter ungar. Arzt, geb. zu Weszprem13. Aug. 1723, studirte an mehreren ungar. und ausländ. Universitäten, machtedann wissenschaftl. Reisen nach der Schweiz, Belgien, England, promovirte 1756in Utrecht, bekleidete darauf die Stellung eines Stadtphysicus in verschied. Ortenseines Vaterlandes, zuletzt in Debreczin. Sein Todesjahr ist unbekannt geblieben.W. war ein vielseitig gebildeter und seiner Zeit sehr berühmter, namentlich alsGeburtshelfer angesehener Arzt. Von seinen eigentlich med. Schriften ist in ersterLinie sein hervorragendes biograph. Sammelwerk zu nennen (s. Nr. 422 des diesemWerk vorangeschickten bio-bibliograph. Verzeichnisses); ausserdem verfasste er