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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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WEPFER. WERBER.

tiones medico-practicae de affectibus capitis internis et externis" (Schaffhausen1727; Zürich 1745)Historia anatomica de puella sine cerebro nata"(Schaffh. 1665)De dubiis anatomicis epistola qua objectiones nonnullascontra Bilsii doctrinam proponit" (Niirnb. 1664; Strassb. 1665). W. war auchein scharfsinniger Diagnostiker; seine Schriften enthalten eine Fülle ingeniöserdiagnost. Bemerkungen; u. A. ist auch die von ihm an sich selbst gestellteDiagnose der Aortenklappen-Verkalkung durch die Obduction bestätigt worden.

Biogr. med. VII, pag. 493. Dict. hist. IV, pag. 395. Pagel.

Johann Wepfer, Bruder des Vorigen, geb. zu Schaffhausen 19. Juni1635, studirte und promovirte 1659 in Basel, prakticirte in seiner Vaterstadt,starb aber noch jung 10. Jan. 1670. Er hinterliess nur einige Beiträge zu denActa der k. k. Leopold.Carolin. Akad. Sein Sohn:

Johann Conrad Wepfer, geb. 7. Juli 1657, studirte in Basel undLeyden, promovirte an letztgenannter Universität 1679, liess sich in seiner Vater-stadt Schafihausen nieder, wurde 1694 Mitglied der k. k. Leopold.-Carolin. Akad.und starb im Juni 1711, ohne etwas Erhebliches publicirt zu haben. Seine 3 Söhnewaren gleichfalls Aerzte.

Biogr. med. VII, pag. 492. I 1 gl.

Werber, Vater und Sohn zu Freiburg im Breisgau. Wilhelm JosephAnton W., der Vater, geb. 28. Jan. 1798 (nach J aeger 2. Sept. 1800) zuEttenheim, habilitirte sich nach Absolvirung seiner Studien auf der FreiburgerUniversität bei derselben als Privatdocent, wurde 1821 Dr. philos., beschäftigtesich, ausser mit med., auch mit philosoph. Dingen und vermochte auch in derspäteren Zeit sich nicht ganz von naturphilos. Anschauungen loszusagen. Seineersten Arbeiten waren:Aristot eles' Verdienste um die wissenschaftlicheBearbeitung der Zoologie, und sein Einfluss bis auf unsere Zeit" (O ken'sIsis, 1822)Der Parallelismus zwischen Natur und Cultur. Ein Systemder Natur- und Geistesphilosophie" (Karlsruhe 1824\ Im J. 1830 wurde erzum Prof. e. o., 1835 zum ord. für die Fächer der allgem. Pathol. und Ther.,med. Encyklopädie und Gesch. der Med. ernannt und wirkte 40 Jahre langals Lehrer an der Hochschule mit unermüdlichem Fleisse und zugleich als sehrgeschätzter Arzt in der Stadt und Umgebung. Von seinen Schriften führen wir au: TJeber die Entzweiung der Med. in Allopathie und Homöopathie und dieNotwendigkeit, ihrer Versöhnung" (Homöopath. Hygiea, 1834, I)UeberGegensatz, Wendepunkt und Ziel der heutigen Physiol. und Med.; zur Ver-mittelung der Extreme, besonders der Allopathie und Homöopathie" (Thl. 1,Stuttg. u. Leipz. 1836)Die Lehre von der menschl. Erkenntniss, ihrenQuellen, Methoden und Systemen, dogmat. und historisch dargestellt" (Thl. 1,Ib. 1841) Deutschland im Wendepunkte unserer Zeit" (1849)DasWesen und System der Schulen mit Rücksicht auf Baden" (1863) ,,DieReform der badischen Volksschule" (1864)Die Heilungsgesetze positivund historisch, mit besonderer Rücksichtnahme auf die herrschenden Heilungs-systeme" (Freiburg 1861)Die Entstehung der menschl. Sprache und ihreFortbildung" (1871)Grundlegung der Philosophie des Schönen und derPhilosophie des Wahren" (1873). Wirkliche Verdienste aber erwarb er sichum die Balneologie und die Mat. medica. Ueber erstere schrieb er:Theorieder Quellen aus dem Standpunkte der organ. Geologie; nebst einer med.-prakt.Äbhandl. über die Heilquellen am Kniebis im Grossherzogth. Baden" (Freib.1832)Die Heilquellen von Petersthal u. s. w." (1838) Der Stahl-säuerling zu Griesbach u. s. w." (1840)Die Heilquellen- und Molkenkur-Anstalt zu Rippoldsau u.s.w." (1842) Die Schweizer Alpenluft in ihrenWirkungen auf Gesunde und Kranke mit Berücksicht. der Mineralquellen undOurorte" (2. Aufl. Zürich 1862)Die Kniebis-Bäder u.s.w." (Erlang. 1863)Die wichtigsten klimat. Curorte der Schweiz" (1870). Sein verdienstliches