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Vettori (Vittorio, Victorius, de Victoriis, Leonellus Faventinus),L e o 11 e 11 o V. , geb. in Faenza in der Romagna, studirte und promovirte inBologna und liess sich daselbst nieder. Seit dem J. 1473 bekleidete er daselbsteine Professur der Logik, Philos. und Med., gab aber diese später auf und liesssich in Feltre (Prov. Belluno) nieder, wo er um 1520 starb. V. gehörte zu denAnhängern der von den arab. Aerzten gelehrten Grundsätze und schrieb in diesemSinne: „Practica medicinalis sive de medendis morbis membrorum omnium totiuscorporis humani liber cum scholiis Jonnnis Kufneri" (Ingolstadt 1545).Auch ist er bemerkenswerth als Verf. eines der ersten Lehrbücher über Kinder-heilkunde: „De aegritudinibus infantum tractatus" (Ingoist. 1544; Lyon 1546;1554; 1574; Venedig 1557).
Biogr. med. VII, pag. 432. — Dict. hist. IV, pag. 334. Pgl.
Vettori, BenedettoV. ( Victorics Faventinus ), ein Neffe des Vorigenund 1481 gleichfalls zu Faenza in der Romagna geb., studirte unter Leitung seinesOheims in Bologna und galt für einen ausserordentlich gelehrten und tüchtigenPraktiker, so dass er mehrfache Berufungen nach verschiedenen HauptstädtenItaliens erhielt. 1534 übernahm er eine Professur der Med. an der Universität zuPadua, die er 1540 mit der gleichen Stellung in Bologna vertauschte, wo er biszu seinem 1561 erfolgten Tode zubrachte. V., der übrigens auch zu den hervor-ragendsten philos. Köpfen seines Jahrh. zählte, hat ziemlich Viel geschrieben. Wircitiren: „Liber theoricae latitudinum med icinae" (Vened. 1516 ; Florenz 1551) —„De morbo gallico liber" (Basel 1536; Florenz 1551) — „Liber de curationepleuritidis per sanguinis missionem" (Vened. 1536 ; Florenz 1551) — „Com-pendium de dosibus medicinarum" (Padua 1550, zusammen mit den „Opusculaillustrium medicorum de dosibus") — ,Medicinalia consilia ad varia morborumgenera" (Vened. 1551; 1557) — „Empirica medicina de curandis morbis totiuscorporis et febribus" (Venedig 1555; Lyon 1558; 1572; Frankf. 1598; 1626) —„Practicae magnae de morbis curandis ad tirones tomi duo" (Vened. 1562 ; Frank-furt 1682). Dazu kommen noch Commentare einiger Schriften des Hippokrates.
Biogr. med. VII, pag 432. — Dict. hist. IV, pag. 335. Pgl.
Vettori, Angelo V., italien. Aizt, von dessen Lehenslauf nur unvollständigeDaten vorliegen. Vermuthlich lebte er im 17. Jahrh. in Rom und ist daselbst 1640
gestorben. Er schrieb: „ Historia palpitationis cordis ruptarumque costarumPhilippi Neri" (Rom 1613) — „Consilia medica" (Ib. 1640, posthum erschienen).
Biogr. med. VII, pag. 433. — Biogr. univers. XLIII, pag. 270. Pgl.
Veyras, Jacques V., lebte im 16. Jahrh., studirte und promovirte alsSchüler von L. Joubert in Montpellier. Er war ein tüchtiger Chirurg und suchtein seiner Schrift: „Traite de Chirurgie contenant la vraye methode de guerirplayes d'arquebusade" (Lyon 1581) den Missbrauch der Salben Seitens derdamaligen Wundärzte bei der Behandlung der Schusswunden lebhaft zu bekämpfenund für eine einfachere Wundbehandlung zu plaidiren.
Biogr. med. VII, pag. 427. Pgl.
Vezill, Hermann V., zu Osnabrück, geb. daselbst 16. Dec. 1797, waranfänglich Pharmaceut, studirte aber von 1818 an in Göttingen Med., wurdedaselbst 1821 Doctor, bildete sich dann noch 1 Jahr lang auf Reisen, grössten-theils in Paris aus, und liess sich 1822 als Arzt in seiner Vaterstadt nieder, woer auch als Geburtshelfer sich schnell Vertrauen erwarb. Er war auch bald literar.thätig, schrieb u. A.: „ Geschichte einer wegen dreimal bei derselben Persongemachten Operation der künstl. Frühgeburt Statt gehabtenpolizeil. Untersuchung"(Mende's Zeitschr. f. Geburtsh., 1828) — „Fall einer EinSenkung der Nabelschnurin die Eihäute der Placenta, 30 Stunden nach der Geburt" (v. Siebold's Journ.f. Geburtsh., 1833) u. s. w. und übersetzte aus dem Französ. Alex. Bompard'sKrankhh. des Gehirns (Osnabr. 1830) und aus dem Holland. E. J. Thomassen ä