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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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VARICK. VAROLIO.

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*Varick, Theodor eßomeynV., in Jersey City, N. J., geb. in Dutchess co.,N. Y., 24. Juni 1825, studirte Med. in New York, wurde daselbst 1846 zumDr. med. graduirt und prakticirte hier etwa l 1 ,^ Jahre, zugleich als Attending Phys.am New Yorker Dispensary fungirend. Im Herbst 1848 siedelte er nach JerseyCity, seinem jetzigen Domicil, über. Seit 1869 ist er Surgeon-General of N. J.;ausserdem ist er an verschiedenen Hospitälern als Surgeon thätig. Er schrieb:A complete lateral luxation of the radius and ulna outward to the radialside" (N. Y. Med. Ree., 1868)A case of subperiosteal resection of tlieclavicle" (Ib. 1870)Urticaria produced by hydrocyanic acid"Useof nitrate of silver in acute laryngitis" u. A.

Atkinson, pag. 256. Pgl.

Varignana, eine dem 14. Jahrh. angehörige, berühmte ärztliche Familieaus Bologna, aus der namentlich bekannt sind: B artolomeo V., der Vater, alseiner der bedeutendsten Schüler von T addeo , Prof. in Bologna, daselbst 1318 gest.,Verf. mehrerer Commentarien zu Schriften von G alenüs , A vjcenna u . A., die sichhandschriftlich noch in der Bibliothek des Vatican finden. G üilielmo V., SohnDesselben, ebenfalls Prof. in Bologna, 1330 gest., ein sehr fruchtbarer Autor, vondessen Schriften durch den Druck veröffentlicht sind:Ad omnium interiorumet exteriorum partium morbos remediorum praesidia etc." (Basel 1531)Secreta sublimia medicinae ad varios curandos morbos" (Pavia 1519, u. A.)Opera medica de curandis mortis universalibus et particularibus etc."(Basel 1545; 1595; Lyon 1560). P ietro und M atteo V., Söhne des zuvorGenannten, haben ebenfalls als Profi', der Medicin in Bologna gelebt. ^

Varaier, geb. zu Vitry-sur-Marne, 14. Aug. 1709, aus einer Aerztefamiliestammend, studirte seit 1730 in Paris, wurde 1734 Mag. art. in Avignon undpromovirte 1735 in Montpellier. Hier veröffentlichte er in demselben Jahre in denVerhandlungen der Soc. roy. dieser Stadt einMem. sur le sei essentiel du sanghumain", wodurch er eine schon 40 Jahre lang die Facultät beschäftigende Streit-frage zur Entscheidung brachte. Darauf kehrte er nach Paris zurück, besuchtedort noch einige Zeit die Hospitäler und liess sich in seiner Vaterstadt nieder. Erveröffentlichte im Journal de Verdun (1742) einMem. sur la carie des froments"und ebendaselbst (1742) einMdm. sur Vusage de la saignee au bras des femmesen couches". Auch lieferte er für dieConsultations" von T hieulier eine Reiheinteressanter casuistischer Mittheilungen. Zum Studium der Mineralquellen derChampagne unternahm er später eir.e Reise dorthin und veröffentlichte die Resultateseiner Analysen in einemMem. pour servir a l'hist. naturelle de la Champagne".Auch beschäftigte er sich viel mit Versuchen über Destillation des Meerwassers,legte grosse Antiquitäten- und Münzsammlungen an, deren Kataloge er verfertigte.Ausser den genannten Arbeiten schrieb V., der zu Ende des vorigen Jahrh. starb,eine Reihe von Aufsätzen, die im Journ. de medecine erschienen, so:Sur lespierres de la vesicule du fiel"Sur les moyens de soulagement dans lespetites veroles les plus fucheuses"Sur la maladie noire"Sur Vusagedes sudorifiques dans les fluxions de poitrine"Sur une fievre gangreneuseguerie par le quinquina".

Biogr. univers. XLII, pag. 654. Pgl.

Varolio, Costanzo V., berühmter Anatom, geb. in Bologna 1543,studirte und bekleidete daselbst eine Professur der Anat. und Chir., vertauschtejedoch diese Stellung 1573 mit einer Professur an der Sapienza in Rom, wo er auchLeibarzt Gregor's XIII. wurde, aber schon nach 2jähr. Aufenthalt im nochjugendlichen Alter von 32 Jahren, 1575, verstarb. In der Geschichte der Anat. istV. besonders bekannt durch seine gediegenen Untersuchungen des Gehirns undder Hirnnerven (Pons Varoli" !). Seine beziigl. Arbeit ist betitelt:De nervisopticis nonnullisque aliis praeter communem opinionem in humano capite obser-