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6 (1888) Treiber - Zypen. Nachträge und Ergänzungen
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UHTHOFF. ULHOOKN.

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* Uhthoff, Wilhelm LT., zu Berlin, geb. 31. Juli 1853 in Klein-Warin(Mecklenburg-Schwerin), studirte in Tübingen, Göttingen, Rostock, Berlin, woselbster 1877 promovirte. Seit 1878 wirkt er als Assistent in der ScHOELEß 'schenAugenklinik zu Berlin, habilitirte sich 1885 an der dortigen Universität fürOphthalmologie. Folgende seiner Arbeiten seien hier erwähnt:Beiträge zurSehnervenatrophie" (v. Graefe's Archiv, XXYI)Beiträge zur pathologischenAnatomie des Auges" (Ib. XXIX)Zur Diagnostik der reflectorischen Pupillen-starre" (Berliner klin. Wochenschr., 1886) -Ueber das AbhängigkeitxverIiält-niss der Sehschärfe von der Beleuchtungsintensität" (v. Graefe's Archiv, XXXI) Untersuchungen über den Einfiuss des Alkoholismus auf das menschlicheSehorgan" (Ib. XXXII); zusammen mit Schoeler:Beiträge zur Pathologie desSehnerven und der Netzhaut bei Ällgemeinerkrankungen u. s. w." (Berlin 1884).

HorstmarLD.

Uldall, Frederik Adolph U., geb. 1. Oct. 1806 auf dem LandguteEspe bei Korsör (Seeland), absolvirte das chir. und med. Examen 1830 in Kopen-hagen und promovirte 1833, wonach er in Kopenhagen als prakt. Arzt thätigwar, bis er 1836 Stadtphysicus in Fredericia (Jiitland) wurde. Von 184372war er Landpliysicus im nördl. Kreise Seelands (Holbäk) und starb 4. März 1873.Als fruchtbarer Schriftsteller auf dem Gebiete des öffentl. Medicinalwesens undbesonders in Beziehung auf Medicinalgesetzgebung hat er sich wesentliche Verdiensteerworben; 1839 erschien sein von der ärztl. GesellschaftPhiliatrien" gekröntesHandbuch der Gesundheitspolizei und 1863 73 sein Hauptwerk:Haandbog iDanmarks civile Medicinallovgivning" (3 Bde.).

Ugeskr. f. Läger. 3 R., XV. Smith u. C. Bladt, 5. Ausg., pag. 210.

Petersen.

Ulhoorn, Hendrik U., wahrscheinlich 1692 in Leyden geb., bekamden ersten Unterricht in der Chir. von seinem Vater, der auch Chirurg war, undbesuchte später die Vorlesungen Bidloo's . 1709 ging er nach Brüssel, um diein dem Kriege gegen Frankreich mit verwundeten Kriegern überfüllten Spitälerzu besuchen. Als freiwilliger Arzt wohnte er der Belagerung Doornik's und derSchlacht bei Malplaquet bei und leistete dabei so gute Dienste, dass ihmdanach die Einrichtung eines Spitals in Ath übertragen wurde, wo mehr als400 Schwerverwundete von ihm behandelt wurden. Später, mit dem Vor-rücken der Armee nach Frankreich weiter gezogen , wurde er nach der für dieHolländer unglückliehen Schlacht bei Denin von den Franzosen gefangen, dochnach wochenlanger Einsperrung wieder freigelassen. Nach Leyden zurückgekehrt,wurde er daselbst 1713 zum Chirurgen befördert, wonach er auf Reisen ging undin Paris lange Zeit als Duverney's Schüler wirksam war. Hierauf liess ersich in Amsterdam nieder, erhielt 1720 die Erlaubniss Leichenöffnungen fürden von ihm ertheilten Unterricht ausführen zu dürfen und wurde 1736 zumLector der Anat. und Chir. ernannt. Dass er als Lehrer einen grossen Ruf hatte,beweist u. A., dass zwei seiner Schüler, S. M. D. und W. C., seine osteol. Vor-lesungen gesammelt u. d. T.: U.'sOsteologie, d. i. Beschryvivg der beenderenvan s menschen lichaam enz." (Amsterd. o. J.) veröffentlichten und mit einem sehrpreisenden Vorwort versehen haben. U. sehrieb hauptsächlich:Noodig denk-beeld van spina bifida enz." (Amsterd. 1732)Tweede vertoog over deSpina bifida enz." (Ib. 1733) Körte voörstelling van eine nieuw uitge-vondene Pomp-spuit" (Ib. 1741) und lieferte Uebersetzungen von H. Bass unterdem Titel:Grondig bericht van de verbanden" (Ib. 1734, 46), v. J. Keillu. d. T.:Körte schets van de ontleding van des menschen lichaam" (Ib. 1745,3. Aufl.) und von L. Heister'sChirurgie" u. d. T.:Heelkundige onderwy-zingen enz." (Ib. 1741, 60, 76), zu denen er jedoch so viel Neues hinzufügte, dasser Haller allein darin eine ganze Seite widmete. U. starb 1749.

Autobiographie Ulhoorn 's inVoorreden der lieelk. onderwijzingen". Banga,n. P a S- 800. C. E. Daniels.