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4 (1886) Lindsley - Revillon
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DU PÜI. PUJOL.

(Diss, physico-mathematica de formulis mechanicis et nonnullis earumdemusibus") promovirte und darnach in Leyden. Hier blieb er bis 1778 als er nachLondon zog, um unter J. und W. Hunter, Percival Pott und Lowder zustudiren. 1789 ging er nach Paris, um Baudelocque zu hören und promovirteim folgenden Jahre in Leyden zum Dr. med. mit einer berühmtenDiss, dehomine dextro et sinistro". Er etablirte sich in Campen, wo ihm das Lectoratder Anatomie, Chirurgie und Geburtshilfe übergetragen wurde. 1788 ging er alssolcher nach Alkmaar (Antrittsrede:De opinionibus praejudicatis, medicinaeprogressuum obstáculo perpetuo"). Schon 1791 wurde er jedoch als Prof. derChirurgie und Geburtshilfe nach Leyden berufen (Oratio de legum naturaliumvi et ratione, in usum artis chirurgicae atque obstetriciae prudenter adhibendis")und war da bis zu seinem 80. Lebensjahre (er starb 1834) wirksam. Du P. warein ausgezeichneter Docent und Operateur. Schon bald nach seinem Auftretenerrichtete er eine Art von Poliklinik (Collegium casuale chirurgicum) und liessdurch seine Studenten geburtshilflichen Beistand bei armen Schwangeren in ihrenWohnungen leisten, wie dies noch heute in Leyden der Fall ist, wodurch ernatürlich ein enormes Uebungsmaterial bekam und sein mit grosser Vorliebegegebener theoretischer Unterricht in der Geburtshilfe eine wirkliche, damals unge-kannte Vollkommenheit erreichen konnte. Er schrieb hauptsächlich:Aanmer-kingen over een soort van lamheid der onderste ledematen enz." (nach demEngl, von P. Pott , Leyden 1779)Over de wyze van steensnyden van denHeer M or eau" (Utrecht 1784)Verhandeling over eene verbetering in hetleerstuk der voetbaring" (Haarlem 1786)De novissimis, quae artem chir.et obst., labente inprimis hujus saeculi altero dimidio, illustrarunt, incrementis"(Leyden 1795)Oratio de vera quae medicorum est experientia" (1800)Oratio de iis quae in exercenda praxi medica omnium partium utile ac neces-sarium connubium admittunt vel prohibent" (1801)Over de uitneming vanhet kniegewricht, enz." (1810, Beschreibung der durch seinen Schüler Joh. Muldermit gewünschtem Erfolge bewirkten Resectio genu).

G.C.B. Sur in gar, Gesch. v. h. geneesk. onderwijs aan de Leydsche Hoogeschool.

C. E. Daniels.

Pujati, Giuseppe Antonio P., zu Padua, geb. 1701 zu Sacile inFriaul, studirte in Padua, wurde 1719 Doctor, war einige Jahre in Venedig,ging 1726 nach Curzola in Dalmatien und liess gleichzeitigDissertazioni fisiche,ed una égloga intorno la origine delle fontane" (Venedig 1726) erscheinen.Von Curzola ging er bald darauf nach Polcenigo in Friaul und blieb dann 7 Jahrein Pordenone. Er schrieb in dieser Zeit : Decas variarum medicar um observa-tionum etc." (Venedig 1737, 4.), war dann Primararzt in Feltre, wo er 12 Jahreblieb und als Frucht seiner in Dalmatien gemachten Beobachtungen die Schrift:De morbo Naroniano" (Feltre 1747), sowie:Riflessioni sopra il vitto Pita-górico" (Ib. 1751) verfasste, wegen welcher letzteren er mit dem Arzte Zulatiin Streit gerieth. 1754 wurde er von dem venezianischen Senat auf den seit12 Jahren erledigten Lehrstuhl von Macoppe nach Padua berufen und eröffneteseine Vorlesungen mit der Rede:De iis quae ad praxin medicam cum laudeexercendam necessaria esse videntur" (Padua 1754, 4.). Er verfasste noch diemit grossem Beifall aufgenommene Diss.De victu jebricitantium" (Ib. 1758, 4.)und starb im Alter von 59 Jahren. Nach seinem Tode erschienen noch, vonseinem Sohne Gaétan o P. herausgegeben :Deila preservazione della salutede' letterati, e della gente applicata e sedentaria " (Venedig 1761, 62, 68)Dissertationes medicae quinqué" (Ib. 1771).

de Tipaldo, X, pag. 138. G.

Pujol, Alexis P., geb. in Poujol bei Béziers 10. Oct. 1739, studirteund promovirte 1762 in Toulouse, ging zu weiterer Ausbildung nach Montpellier,prakticirte eine Zeit lang in Bédarieux und schliesslich in Castres, wo er 15. Sept.