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PRING. — PRINZ.
Jackson ',sehen Preis für eine 1815 u. d. T. : „A view of' the relations of the nervoussystem in health and disease" veröffentlichte, Abernethy gewidmete Abhandlung.Später publicirte er : „ General indications which relate to the laws of theorganic life " (1819). 1822 ging er, nach einer kurzen Tour durch den Continent,nach Edinburg und St. Andrews, wo er Dr. med. wurde lind kehrte dann nachBath zurück. Daselbst schrieb er: „An exposition of the principles of patholoygand the treatment of diseases " und sein letztes Werk: „Sketches of intellectualand moral relations " (1829). Ausserdem findet sich von ihm in Zeitschriften eineerhebliche Anzahl von Aufsätzen, darunter: „ A case of hernia cerebri" (Edinb.Med. and Surg. Journ. , 1813) — „A critical analysis of Dr. Parry's work onthe „„Arterial Pulse"" (Lond. Med. and Phys. Journ., 1816) — „Instructions toa tyro on the use of the forceps in midwifery" (lb. 1820) — „ History of a caseof successful formation of an artificial anus in an adult" (lb. 1821) u. s. w.1840 gab er wegen geschwächter Gesundheit die Praxis ganz auf, zog sich nachTaunton zurück, wo er bis zu seinem Tode, 3. Juni 1859, geistig thätig blieb.
Lancet. 1859, II, pag. 51. — Cal Ii sen, XV, pag. 224. G.
Pringle, Sir John P., Bart., berühmter engl. Feldarzt, geb. 10. April1707 zu Stichel House, Roxburghshire, wurde, für den Handel bestimmt, nachVorstudien in St. Andrews und Edinburg, nach Amsterdam geschickt, widmetesich aber, nachdem er zufällig (1728) eine Vorlesung von Boerhaave mit ange-hört, von da an der Medicin in Leyden, wo er 1730 Doctor wurde. Nach einemBesuche von Paris ging er nach Edinburg, wurde daselbst 1734 zum Prof. derMoral-Philosophie ernannt, legte diese Professur aber nieder, als er 1742 Physicianbei der in Flandern unter Earl Stair agirenden britischen Armee gewordenwar, zu deren Physician- General er 1744 ernannt wurde. Nach dem AachenerFrieden 1748 liess er sich in London nieder, wurde 1749 zum Physic, in Ord.des Herzogs von Cumberland, 1761 zum Physic, des Haushalts und 1763 zumPhysic, in Ord. der Königin selbst, 1766 aber zum Baronet und 1774 zum Physic,in Ord. des Königs ernannt. Seit 1758 gehörte er dem Coll. of Physic, an,seit 1745 schon der Royal Soc., deren Präsident er von 1772—78 war. Aussermehreren Abhandlungen in den Philosophical Transact., verfasste er: „Observationson the nature and cure of hospital or jay I fevers in a letter to Dr. Mead "(Lond. 1750 ; 1755) — „Observations on the diseases of the army" (1752 ; 1753 ;1765, 4.; 6. ed. 1768; 1783; 1810; französ. Paris 1755, 2 voll.; 1771; deutschv. joh. Ek. Brande , Altenburg 1772), sein berühmtestes Buch. Nach seinem am
18. Jan. 1782 erfolgten Tode erschienen: „Six discourses delivered by ,
when president of the Royal Society, on occassion of six annual assignementsof Sir Godfr. Copley's medal. To which is prefixed the life of the authorby Andr. Kippis" (Lond. 1783). Seinen sterblichen Ueberresten wurde diehöchste Ehre durch Beisetzung in der Westminster Abtei zu Theil. — P. nimmt denersten Rang unter den Schriftstellern über Militär-Medicin und -Hygiene ein. Esist ihm vor Allem die Aufstellung richtiger Grundsätze bei der Unterbringung undVerpflegung von Truppenmassen und bei der Behandlung der Erkrankten zudanken; ganz besonders machte er auf den ausserordentlichen Nutzen frischerund reiner Luft in den Hospitälern aufmerksam und hat durch die ihm möglicheDurchführung seiner Grundsätze viele Menschenleben gerettet. Haller konnte ihndaher mit Recht als „vir illustris de omnibus bene meritus" bezeichnen.
Vicq d'Azyr, 1782, pag. 1. — Biogr. méd. VI, pag. 500. — Diet. hist. III,pag. 758. — Münk, II, pag. 252. G.
Prinz, Karl Gottlob P., zu Dresden, verdienter Veterinär, daselbst
19. Dec. 1795 geb., studirte Med. auf der med.-chir. Akademie zu Dresden, warwährend des Krieges 1813 Militär - Chirurg, wurde dann als Pensionär an derdortigen Thierarzneischule angestellt, machte 1822-23 auf Staatskosten einegrössere wissenschaftl. Reise, wurde 1824 Prof. der Thierarzneikunde, wobei er