PRIEGER. — PRING.
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in Zeitschriften, unter denen wir hervorheben: „Glückliche Exstirpation einer2 3 h Pfd. schweren carcinomatösen Parotis" (Graefe's und Walther's Journ.,1821) — „Ausserordentliche scirrhöse Entartung der Parotis, nebst der Opera-tions- und Heilungsgeschichte 11 (Rust's Magaz., 1825) — „Glückliche Erfolgemit der Rust' sehen Inunctionscur" (Ib. 1825) — „ Versuch einer Beantwortungder Frage, unter welchen Bedingungen soll und muss der Geburtshelfer dieNachgeburt entfernen und unter welchen darf er deren Lösung den Kräftender Natur überlassen ?" (Ib. 1826) u. s. w. Andere Aufsätze von ihm finden sichin Hufeland's Journ., Casper's Wochenschr., dem Summar. der Med., Schmidt'sJahrbb. u. s. w. Er starb 4. Juni 1863 als Geh. Sanit.-Rath, 1. Brunnen- und Badearzt.
Callisen, XV, pag. 220; XXXI, pag. 306. G.
Priessnitz , Vincenz P., der Begründer der modernen Hydrotherapie,geb. zu Gräfenberg bei Freiwaldau in Oesterr. Schlesien 4. (oder 5.) Oct. 1790als Sohn eines Bauers, besass neben einem ausgezeichneten Gedächtniss eine scharfeund seltene Beobachtungsgabe, begann schon mit 15 Jahren ärztl. Rath zu ertheilen,hatte mit 19 bereits einen so ausgebreiteten Ruf, dass er nach Mähren undBöhmen zu kranken Personen gerufen wurde, sah sich 1822, da die Zahl dernach Gräfenberg kommenden Kranken immer grösser wurde, gezwungen, stattseines alten hölzerneu Hauses, mehrere neue zu bauen und setzte es nach langenKämpfen und nachdem er 1829 wegen Curpfuscherei angeklagt worden, durch,dass seine Anstalt staatliche Anerkennung fand. Die Zahl der Curgäste, die 1829nicht über 29 betragen hatte, kam 1839 auf die Höhe von 1700, die seitdemnicht wieder erreicht worden ist, da an zahlreichen anderen Orten ebenfalls Wasser-heilanstalten errichtet wurden und die Wasserheilkunde auch in die Hände vonwissenschaftlich gebildeten Aerzten gerieth. Gleichwohl gebührt P., der 28. Nov.1851 starb, das Verdienst, auf dem Wege der Empirie die mächtige Wirkungeines einfachen Heilmittels der ärztl. Welt bekannter gemacht zu haben, als diesbis zu seiner Zeit der Fall war.
Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 29, 1851, II, pag. 896. — v. Wurzbach,XXIII, pag. 290. G
Primerose, James P., als Sohn eines wegen seines reformirten Bekennt-nisses aus Schottland nach Frankreich Emigrirten in Saint-Jean d'Angely (Saintonge)geb., erhielt seine Ausbildung auf Kosten des engl. Königs J a m e s i. in Bordeauxund Paris, promovirte 1617 in Montpellier, ging nach England, wurde 1629 ander Universität zu Oxford aufgenommen und Hess sich darauf in Hull (Yorkshire)nieder. P., dessen Geburts- und Todesjahr nicht näher zu ermitteln sind, war eintüchtiger Praktiker, ist aber in der Geschichte der Med. nicht rühmlich bekanntdurch seine heftige Gegnerschaft gegen die neue Harvey'scIio Lehre. Er verfasstegleich nach dem Erscheinen des ilarvey 'schen Werks innerhalb 14 Tagen eineumfangreiche Schrift: „Exercitationes ad animadversiones in librum de motucordis et circulatione sanguinis adver sus Guilelmum Harvejum" (London1630 ; Leyden 1639), deren Vorrede schon die grösste Geringschätzung der damaligenanat. Entdeckungen documentirte. In gleichem Sinne sind verschiedene andere Schriftengeschrieben, so: „De vulgi erroribus in medicina" (Amsterdam 1639; 1644;Rotterd. 1658, 68; Lyon 1664; französ. Ib. 1689) u. A. Am werthvollsten ist:„De morbis puerorum" (Rotterd. 1658, 59), eine nach anat. Gesichtspunktengeordnete und die Therapie eingehend berücksichtigende Kinderheilkunde.
Biogr. méd. VI, pag. 500. — Diet. hist. III, pag. 757. Pagel.
Pring, Daniel P., zu Bath, geb. 5. Juni 1789 zu Taunton, war einSchüler von George Freer zu Birmingham, wurde 1811 Member des R. C. S.Lond. und Hess sich darauf in Bath nieder, wo er sowohl seine prakt. als literar.Talente zu entfalten Gelegenheit fand. Er publieirte : „Essays on the absorbents,comprising some observations upon the relative pathologies and functions ofthe absorbing and secreting systems" (1813), erhielt in demselben Jahre den
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