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4 (1886) Lindsley - Revillon
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PLAZ. PLENCIZ.

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Gebiete der allgem. Pathol., vertagst, welche sämmtlich als Programme oder in unterseiner Leitung- geschriebenen Dissertationen zu Leipzig veröffentlicht worden sind ;ein ausführliches Yerzeichniss derselben findet sich bei Meusel (X, pag. 453).Von besonderem Interesse ist eine Reihe von Abhandlungen über ärztl. Standes-interessen, unter denen als Beweis, dass dieselben schon im vorigen Jahrhundertzu vielfachen Klagen Veranlassung gegeben haben, hervorgehoben werden mögendie Programme:De piis medicorufn desideriis" (1772)De exiguo exmedicina lucro 1 ' undDe officiis medicorum non digne satis compensatis" (1780)De medicae vitae commodis et incommodis" (1781).

Wenek, Oratio secularis. Leipzig 1810, pag. 70. Joecher, VI, pag. 378. Biogr.

méd. VI, pag. 439. Diet. hist. III, pag. 727. w . .

VV i n 16 r.

Plazzoni, Francesco P., geb. in Padua, war daselbst seit 1619 inVertretung für Spigelius Prof. der Anat. und Chir., starb aber schon 1622 in derBliithe seiner Jahre. Er schrieb:De vulneribus sclopetorum tractatus" (Padua1605; 1643, 58, 69; Venedig 1618)De partibus generätionis inservientibuslibri II. etc." (Padua 1621; Leyden 1644; 1664).

Biogr. méd. VI, pag. 442. Pgl.

Plemp, Vo p is c u s For tu n a t u s P., geb. 1601 in Amsterdam, studirtein Gent und Löwen die Humaniora und Philosophie, darnach Medicin in Leyden,Padua (unter Spigelius ) und Bologna, wo er 1624 zum Dr. med. promovirte.Er Hess sich nach seiner Rückkehr in seinem Geburtsorte nieder und wirkte bis1633, wo er als Prof. der Medicin nach Löwen berufen wurde, in ein Amt, daser bis zu seinem Tode (1671) mit grossem Beifall eingenommen hat. P. war keintüchtiger Gelehrter, doch scharfer Schriftsteller, der sehr kräftigen Einfluss aufseine Zeitgenossen ausübte. So war es in der That von grossem Interesse für dieVerbreitung der hakvey 'schen Circulationslehre, dass P. 1644 öffentlich dafürPartei nahm und seine frühere Bestreitung als Verirrung anerkannte, währendandererseits der Gebrauch der Chinarinde in den Niederlanden durch seine, unterdem Pseudonym M. ProtymüS veröffentlichte, Streitschrift verzögert worden ist,wie aus den Epist. medicinales von Bartholinus am deutlichsten hervorgeht.Seine vornehmsten Schriften sind:Verhandeling der spieren" (Amst. 1630;Dordr. 1645)Ophthalmographia, sive tractatio de oculi fabrica etc." (Amst.1632; Löwen 1648), von Haller alsjuvenis opus, minime tarnen inutile"bezeichnetFundamenta medicinae libri sex" (Löwen 1638; 1644; 1654;1664)Animadversiones in ver a m praxin curandae tertianae" (Ib. 1642)Antimus Coningius Peruviani pulveris defensor , repuis us a MelippoProt y mo" (lb. 1655)Tractatus de affectibus pilorum et unguium," (Ib.1662)Loimographia sive Tractatus de peste" (Amst. 1664)De toga-torum valetudine. tuenda commentatio" (Brüssel 1670), während er auch nocheine holländ. Uebers. von B. Cabrolius u . d. T. : Ontleeding des menschelyJcenlichaams" (Amst. 1633) und eine lateinische von Avxcenna'sCanon medicinae"(Löwen 1658) bewirkt hat.

H. J. Allard, Dr. V. F. Plemp, in Volksalmanak voor Ned. Katholieken, 1885,

C. E. Daniels.

Pleiiciz (Plencziz ), Vater und Sohn.Der Erstere, Marcus Antonvon P., geb. zu Salean bei Görz 28. April 1705, siudirte in Wien und Padua,unter Morgagni , wurde daselbst Doctor, begann 1735 in Wien seine Praxis,musste sich daselbst aber nochmals der Doctorprüfung unterziehen. Es erschienenvon ihm:Opera medico-physica in IV tractatus digesta" (Wien 1762), darausspäter vermehrt herausgegeben : Tractatus de scarlatina, olim cum aliis ejusdemoperibus, nunc vero separatim et ab auetore ipso novis observationibus auetus"(lb. 1780; deutsch von J. P. G. Pflüg , Kopenhagen 1779) u. s. w. P. gehörtezu den gelehrteren Aerzten der Wiener Hochschule im vorigen Jahrh. und wurde1770 von Maria Theresia geadelt. Er starb 25. Nov. 1786.