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PILCHER. — PINCOFFS.
anatomy, physiol. and diseases of the ear, etc." (von Thom. Williams gesammeltund in der Lancet 1841 publicirt). Er starb 7. Nov. 1855.
Lond. and Provine. Med. Directory. 1856, pag. 748. — Callisen, XXXI, pag. 236.
G.
Pilz, Joseph P., zu Prag, Oplithalmolog, geb. 1818 in Böhmen, wurde1843 in Prag Doctor, war 1845-—47 Assistent auf der Abtheilung für Augen-kranke, wurde 1849 Privatdocent, 1854 Prof. e. o. und 1857 Landes-Augenarztfür das Königr. Böhmen. Von seinen Arbeiten befindet sich eine ganze Reihein der Prager Vierteljahrschr., von denen wir, ausser Recensionen und Referaten überAugen- und Ohrenheilkunde in den Annalecten derselben, anführen : „ Ueber die Ge-fässentwicklung in der Hornhaut" (XX) — „ Ueber Hornhautexsudate " (XXIV) —„Die Pathologie des KrystalUinsensyst eras " (XXV) — „Ueber Bindehautent-zündungen und Trachom" (XXVIII) — „ Ueber Hypertrophie und Atrophie derSclerotica, mit vorzügl. Rücksicht auf Staph ylombildung" (XXXIV) — „UeberEntzündung der Sclerotica" (XXXVI) — ,, Therapie des Trachoms" (XLII) —„Entzündung der Regenbogenhaut" (LXXIII). Ausserdem erschienen von ihmsein geschätztes „Lehrbuch der Augenheilkunde" (Prag 1859 , m. Abbild.) —„Compendium der operativen Augenheilkunde" (Ib. 1860, m. Abbild.) — „Diagno-stisch- therapeut. Compendium der Augenkrankheiten" (Ib. 1862, m. Abbild.). Erstarb im besten Mannesalter plötzlich am Schlagfluss 6. Aug. 1866, als prakt. undwissenschaftlich gebildeter Augenarzt sehr geschätzt.
v. Wurzbach, XXII, pag. 307. G.
Pinaeus, s. Pineau.
Pinali, Vincenzo P., geb. im März 1802 zu Pordenone, zog, nachdemer, als Arzt weit gesucht, durch verschiedene Schriften bekannt geworden war,die Aufmerksamkeit der österr. Regierung auf sich und wurde 1857 zum Prof.der med. Klinik in Padua ernannt, in welcher Stelle er auch nach dem AnschlüsseVenedigs an das ital. Königreich bestätigt wurde. In seinem Testamente setzteer zum Erben seiner reichen Privatbibliothek die med. Facultät von Padua einund vermachte derselben überdies ein Legat von 100.000 Fres, zur weiteren Ver-mehrung der med. Bibliothek. Er starb 7. Dec. 1875 zu Padua. Unter seinenSchriften sind zu erwähnen die über die Miliaris, die über die Cholera, dann eineöjähr. Statistik der Pneumonien, die auf seiner Klinik behandelt wurden, und endlicheine Schrift über die Wirkung der Sulphite bei Magenkrankheiten. Cantani
Pincier, Peter P., geb. 1556 in Santen (Westfalen), studirte in Marburgund Heidelberg, hielt sich 4 Jahre in Polen auf, bereiste Italien und promovirtein Basel. Nach Deutschland zurückgekehrt, wurde er Arzt des Fürsten von Nassau-Dillenburg und auf des Letzteren Berufung Prof. an der 1584 neugegründetenUniversität Herborn. Später vertauschte er diese Stellung mit einer Professur inMarburg, wo er 6. März 1624 starb. P. ist übrigens auch als mittelmässigerDichter bekannt. Er schrieb: „Meditationum variarum Uber quartus" (Frankf.1601) — „Otium Murpurgense in sex libros digestum etc." (Herborn 1614) —„Parerga otii Marpurgensis philologica" (Ib. 1617).
Biogr. méd. VI, pag. 417. Pgl.
Pincoffs, Peter P., geb. 1816 oder 17 in Rotterdam, studirte und pro-movirte 1837 in Leyden mit der Diss.: „De ebrietate", besuchte zu weitererAusbildung Paris, Londou und Berlin, liess sich 1839 in Brüssel nieder, gründetedort ein Dispensaire, siedelte 1842 nach Dresden über, ging 1847 aus äusserenGründen nach Manchester, wurde Mitglied des Roy. Coll. of Phys., fungirte zuerstam Charlton-upou-Medlock Dispensary, besonders während der Cholera - Epidemievon 1848, später im Greenheys Female Penitentiary, verliess aber aus Gesund-heitsrücksichten 1851 Manchester und kehrte nach Dresden zurück. Hierauf machteer den Krimkrieg als Civilarzt in einem der engl. Militärspitäler Scutari's mit,