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4 (1886) Lindsley - Revillon
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PFAFF. PFEUFFR.

1841 bei Jaeger in Wien einer erfolglosen Operation wegen glaucomatöserCataract beider Augen, erlebte 1843 seiu 50jähr. Dr.-Jubiläum und starb zuKiel 28. April 1852. Die meisten der sehr zahlreichen Arbeiten P.'s bewegensich auf den Gebieten der Physik und Chemie und müssen hier tibergangen werden.Besondere Erwähnung dagegen verdient die nach Form und Inhalt meisterhafteSchrift:John Brown's System der Heilkunde . . . ubersetzt und mit einerkritischen Abhandlung über die Brown sehen Grundsätze begleitet" (Kopenhagen1796), enthaltend eine ebenso gerechte, als vorurtheilslose Kritik von Brown'sLehre, durch die sich P. das grösste Verdienst um die Med. erworben hat. Ingleichem Sinne ist geschrieben:Revision der Grundsätze des Brown'sehenSystems mit besonderer Hinsicht auf die Erregungstheorie" (Ib. 1805). Anderegrössere, eigentl. med. Schriften P.'s sind:Ueber thierische Elektricität undReizbarkeit etc." (Leipz. 1795) --System der Materia medica nach ehem.Principien u. s. w." (7 Bde., Ib. 180824; 6. u. 7. Bd. auch unter besonderemTitel selbständig erschienen)Grundriss einer allgem. Physiologie undPathologie des menschl. Körpers etc. 1 ' (Kopenhagen 1801) Nordisches Archivfür die Natur- und Arzneiwissenschaft" (Ib. 17991803) ,,PharmacopoeaSlesvico-Holsatica etc." (Kiel 1831) etc. etc.

Biogr. méd. VI, pag. 408. Luebker u. Schroeder, pag. 435. Alberti,

II, pag. 203. Neuer Nekrolog der Deutscheu. Jahrg. 30, 1852, I, pag. 295. Oallisen,XIV, pag. 468; XXXI, pag. 210. Poggendorff, II, pag. 425428. Pagel.

Pfann, Matthias Georg P., geb. als Sohn eines Arztes zu Bruck beiErlangen 3. Oct. 1719, studirte in Nürnberg, Jena, Altdorf und Strassburg, pro-movirte daselbst 1741, machte verschiedene wissenschaftl. Reisen und liess sichdarauf in seinem Geburtsort nieder. 1743 wurde er 3. Prof. der Med. in Er-langen und war in dieser Stellung, mit Ausnahme eines von 175052 gewähltenAufenthalts in seiner Vaterstadt, bis zu seinem 16. Juni 1762 erfolgten Todethätig. Ausser verschiedenen kleineren Dissertt. und akad. Gelegenheitsschriftenverfasste er noch u. A. :Sammlung verschiedener merkwürdiger Fälle, welchethbils in die gerichtliche, theils in die praktische Medicin einschlagen etc."(Nürnberg 1750).

Boerner, II, pag. 605; III, pag. 743. Biogr. méd. VI, pag. 408. Diet. hist.

III, pag. 713. Pg ,

* Pfeiffer, Ludwig P., zu Weimar, geb. 31. März 1842 in Eisenach,studirte in Jena, Würzburg, Berlin, Prag, Wien 185963, promovirte 1863 undist seit 1866 in Weimar prakt. Arzt, zur Zeit als Geh. Med.-Rath und Leibarzt.Er ist Mitbegründer des deutschen Aerztevereinsverbandes. Schriften:Die Cholera-verhältnisse Thüringens" (München 1867)Die Thüringer Bade- und Kur-orte" (Wien 1872). In Gerhardt's Handb. der Kinderkrankheiten (1876, Bd. V)verfasste er die AbschnitteKindersterblichkeit" undImpfung" und schriebweiter:Pestilentia in nummis" (zusammen mit C. Ruland , Tübingen 1882)Die Vaccination und ihre Technik" (Ib. 1884). Seit 1873 ist er Rédacteur desCorrespondenzblattes des allgem. ärztl. Vereins in Thüringen, mit besondererBerücksichtigung der nosolog. Verhältnisse Thüringens. Red

Pfenfer, Christian P., geb. 1780 zu Bamberg, wurde schon mit21 Jahren Prof. an der in seiner Vaterstadt neu errichteten Universität. NachAufhebung derselben im J. 1804 wurde er als Landgerichtsphysicus nach Schesslitzund von dort im J. 1809 wieder als Stadtphvsicus nach Bamberg zurückversetzt.Später wurde er Arzt des dortigen Krankenhauses und Director des Médicinal-Comités. Er war in jüngeren Jahren wegen seiner Lehrgabe als Professor undspäter als wissenschaftlich und praktisch ausgezeichnet gebildeter Arzt hochgeschätzt.Er starb 23. März 1852. Durchdrungen von wahrer Humanität, wendete er seineAufmerksamkeit auch anderen socialen Fragen als den im ärztlichen Bereichegelegenen Aufgaben zu, wofür einige seiner Schriften, wie die :Ueber öffentliche