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PETIT. — PETIT-RADEL.
Paris nieder, wo er sehr besuchte Vorlesungen über Anat., Chir., Med. undbesonders über Geburtshilfe abhielt und einer der angesehensten und beliebtestenPraktiker seiner Zeit war. 1746 wurde er Dr. régent, 1760 Mitglied der Acad.des sc. Nach dem Tode Febkein's erhielt er den Lehrstuhl der Anat. am Jardindu roi, setzte sich aber 1776 in Foutenay-aux-Roses zur Ruhe, von wo er späternach Olivet bei Orléans übersiedelte. Hier starb er 21. Oct. 1794, nachdem ersein ganzes Vermögen, 100.000 Fres., der Stadt Orléans zu wohlthätigen Stiftungen,u. A. auch zur Creirung von 4 Armenarzt- und 2 Armenwundarztstellen vermachthatte. — P. war ein vielseitiger, vorurteilsloser Arzt, der, obwohl innerer Praktiker,Chirurgie und Geburtshilfe nicht verschmähte, was in seiner Zeit noch eine grosseAusnahme war. Seine Hauptwerke sind: „ Recueil des pièces concernant lesnaissances tardives" (2 voll., Paris 1766) — „Traité des maladies des femmesenceintes, des femmes en couches et des enfants nouveau-nés etc. u (2 voll., Paris1800; deutsch mit Anmerkk. von J. Che. Stark , Erfurt 1800). Ferner veran-staltete er eine neue Ausgabe der „Anatomie chirurgicale de Palfyn" (2 voll.,Paris 1753; Ib. 1757).
Biogr. méd. VI, pag. 397. — Diet. hist. III, pag. 705- Pagel.
Petit, Marc-Antoine P., tüchtiger Chirurg, geb. 3. Sept. 1766 inLyon, erlernte daselbst die Chirurgie, setzte 1785 seine Studien in Paris fort,erhielt von der École pratique die goldene Medaille, wurde 1787 Chirurgien interneam Hôtel-Dieu seiner Vaterstadt, 1788 Chefwundarzt, trat aber diese Functionerst 1793 an, nachdem er noch kurze Zeit unter Desaült in Paris studirt,sowie 1789 in Montpellier innere Medicin getrieben und 1790 mit der Diss. : „Dephthisi laryngea" daselbst promovirt hatte. Er hielt in Lyon Vorlesungen überAnat. und chir. Klinik, erlangte daselbst eine sehr bedeutende wundärztl. Praxisund starb 7. Juli 1811. Von seinen Schriften ist ausser einer „Éloge de Desault"(Lyon 1795), noch erwähnenswerth : „ Essai sur la médecine du coeur" (Ib.1806; 2. éd. 1823).
Biogr. méd. VI, pag. 402. — Diet. hist. III, pag. 706. Pagel.
Petit, Edouard P., zu Corbeil, geb. daselbst 11. April 1781, warZögling der École de santé, machte die Feldzüge von 1796, 97 als Chirurg mitund wurde nach dem Frieden von Campo Formio Zögling der École pratique inParis. Im J. XI (1803) mit der These: „Sur V influence de quelques affectionsmorales dans les maladies chirurg. des armées" zum Dr. promovirt, wurde erin Corbeil zum Arzt des Civilspitals, Epidemieenarzt und Chir.-major der National-garde ernannt und später zum Administrateur honoraire des Hospitals, in Folgeder von ihm mit Auszeichnung 1813—15 geleiteten Behandlung von mehr als6000 verwundeten Soldaten. Er schrieb u. A. : „Examen critique d'un rapportmédico-légal" (Paris 1808, 4.), eine Vergiftung betreffend — „Sur les convulsionsqui surviennent à Vépoque de Vaccouchement" (Bibl. méd., 1810) ; mit P .-H. Petit :„Mém. sur l'empoisonnement par l'opium " (1815) — „Mém. sur l'éclampsiepuerpérale" u. s. w. und machte an die Acad. de méd. eine Reihe von Mittheilungen.
Daniel, pag. 344. — Callisen, XIV, pag. 450; XXXI, pag. 203. Gr.
Petit, Charles P., zu Vichy, geb. 1797 zu Marigny-l'Église (Nièvre),hat in der Zeit von 1834—55 etwa 12 Schriften über die Quellen von Vichy, derenInspecteur er war, und über deren Wirksamkeit bei der Steinkrankheit, Gicht,chron. Unterleibskrankheiten, Fettsucht u. s. w. veröffentlicht. Er starb 1856.
Biographie universelle. XXXII, pag. 600. Gr.
Petit-Radel, Philippe P., geb. zu Paris 27. Febr. 1749, begann unterBbasdok das Studium der Chir. und erhielt eine Stellung als Aide-chirurgienam Invalidenhause. Nachdem er dann 3 Jahre lang als Chir.-major für Ostindienin Surate gedient hatte, begann er das Studium der inneren Med., promovirtein Reims, wurde 1780 Lic., 1782 Dr. régent in Paris und bald danach daselbst