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PETERSEN. — PETIT.
von Gorni-Dubnjak bei Plewna thätig. Nach Beendigung des Krieges trat er inSt. Petersburg in's städtische Alexanderhospital ein, an welchem er gegenwärtigals Prosector und ordinirender Arzt thätig ist. Seit 1884 ist er gelehrter Secretärdes Vereins St. Petersburger Aerzte. Er ist Mitbegründer der „St. Petersburger med.Wochenschrift" (1876) und seither Referent derselben, wie auch der „DeutschenMedicinal-Zeitung" für russische med. Literatur. Yon zahlreichen Schriften sind zuerwähnen: „Zur Pathogenese und Therapie der Cystitis" (Diss. Dorpat 1874) —„ Ueber Behandlung der Syphilis mit Injectionen einer Pepsin-Sublimatlösung 1 '(1879) — „ Ueber 4 Fälle von Purpura simplex " (1878) — „ Ueber Desinfectionin den Hospitälern" (1881) — „Ueber Milzruptur bei Recurrens" (1882) —„Seltene Complicationen bei Urethritis" (1883) — „Behandlung vereiternderBubonen mit Incision und Dauerdruckverband" (1883) — „Magisterium Bis-muthi als Streupulver" (1884) — Transplantation von Froschhaut" (1885) —„ Ueber extragenitalen Sitz der Initialsclerose. Tonsillarschanker" (1886) —„ Ueber Gonococcen" (1886). Die meisten dieser Arbeiten sind in der Petersb.med. Wochenschr. erschienen, so wie russisch im „Wratsch". Red
Petetin, Jacques-Henri-Désiré P., geb. 1794 in Lons-le-Saulnierstudirte und promovirte 1764 in Montpellier, prakticirte eine Zeit lang in derFranche-Comté und liess sich darauf in Lyon nieder, wo er 27. Febr. 1808 starb.P., der Anfangs ein heftiger Gegner der Lehre vom thierischen Magnetismus war,bekannte sich schliesslich zu derselben und schrieb : „ Mém. sur la découverte desphénomènes , que présentent la catalepsie et le somnambulisme, symptômes del'affection hystérique essentielle etc." (Lyon 1787) — „Nouveau mécanisme deVélectricité, fondé sur les lois de Véquilibre et du mouvement" (Ib. 1802) —„L' électricité animale prouvée par la découverte des phénomènes physiques . . .de la catalepsie hystérique" (Ib. 1808).
Biogr. méd. VI, pag. 397. Pgl.
Petit, François-Pourfour du P., geb. zu Paris 24. Juni 1664,war von der Natur, bei im Uebrigen geringeren Fähigkeiten, speciell für dasVerständniss der Physik beanlagt und machte, bevor er das Studium der Med. inMontpellier begann, Reisen durch Belgien und Frankreich, promovirte 1690 inMontpellier, setzte dann seine Studien in Paris fort, hier besonders der Chirurgieam Hôtel-Dieu sich widmend, ging 1693 zur Armee nach Flandern, kehrte nachdem Friedensschluss von Ryswyk nach Paris zurück, diente bis 1713 bei ver-schiedenen Militärhospitälern als Arzt, wurde 1722 Mitglied der Acad. des sc.und starb 18. Juni 1741. — P. hat zuerst den Nachweis von der Kreuzung derFasern im Gehirn und Rückenmark geführt und ist besonders bemerkenswerthdurch seine Untersuchungen zur Anat. und Chir. des Sehorgans. Ausser zahl-reichen physikal. nnd ehem. Arbeiten verfasste er : „ Trois lettres d'un médecin . . .sur un nouveau système du cerveau" (Namur 1710) — „Sur l'opération de lacataracte" (Mém. de lAcad. des sc., 1724) — „Mêm. sur plusieurs découvertesfaites dans les yeux de l'homme etc." (Ib. 1723)— „Mém. dans lequel il estdémontré que les nerfs intercostaux fournissent des rameaux qui portent desesprits dans les yeux " (Ib. 1727) — „Différentes manières de connaître lagrandeur des chambres de l'humeur aqueuse dans les yeux de l'homme" (Ib.1727, darin sein Ophthalmometer beschrieben) — „Mém. sur le cristallin del'oeil de Vhomme, des animaux à quatre pieds etc." (Ib. 1730) u. v. A.
Étienne-Pourfour du Petit, als Sohn des Vorigen in Paris geb.,promovirte daselbst 1746 und verfasste: „Remarques adressées a l'auteur duMercure de France sur l'extrait du mém. de Da viel etc.", worin er denNachweis zu führen suchte, dass die daviel 'sche Methode der Catara ctoperationbereits bei Avicenna und Rhazes sich beschrieben - finde.
Biogr. méd. VI, pag. 399 u. 400. — Diet. hist. III, pag. 703. Pgl.