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PESCHECK. — PESZKE.
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1795—96 der sächs. Armee als Feldmedicus an den Rhein, kam 1798 nachZittau zurück, wurde 1802 Stadtphysicus daselbst, 1825 emeritirt, bewohnte seit-dem sein kleines Gut Meisslitz bei Dohna und zog 1828 nach Dresden, wo er29. Sept. 1833 starb. Er schrieb: „Versuch über die Ausartung des Begattungs-triebes unter den Menschen etc." (Bresl., Brieg u. Leipz. 1790) — „Wörterbuchder Haus-Arzneykunde für Aerzte und Nichtärzte" (2 Bde., Zittau u. Leipz.1800—1802), sowie kleinere Journal-Aufsätze. Ausserdem gab er heraus: „DerArzt, Monatsschrift für Nichtärzte" seit 1821.
Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 1], 1833, II, pag. 633. — Callisen, XIV,pag. 436; XXXI, pag. 195. Pgl.
* Peskow , Peter P., studirte in Kasan 1856—61, wurde Dr. med.,etablirte sich daselbst als Docent der Hygiene, war darauf 1864—66 Oberarztdes Stadthospitales in Wjätka und ist jetzt Landarzt im Moskau'schen Gouverne-ment. Er ist bekannt durch seine hygienischen Arbeiten: „Beschreibung desGebietes Durykin (Gouv. Moskau)" (1879) — „Sanitätsinspection der Spinnereienund Fabriken in Moskau" (1883). R e( j
Pessina, Ignaz P. (auch P. von Czechorod genannt), zu Wien, geb.1. April 1766 zu Kosteletz in Böhmen, studirte Med. zu Prag und Wien, erlangtewegen seiner anat. Geschicklichkeit die Stelle eines Prosectors , hielt Repetitorienaus der Anatomie, wurde 1795 Doctor, 1796 Assistent des Prof. Pkochaska fürdie Anat. und Physiol, und war als anat. Demonstrator am k. k. Thierarznei-Institut thätig. 1798 wurde er Prof. an letzterem, später auch Director derAnstalt und machte sich um dieselbe als erster Lehrer, sowie auch um die Veterinär-medicin überhaupt verdient. Namentlich ist ihm die Begründung der Einführungder Schafpockenimpfung zu danken. Es erschien von ihm eine Schrift über dieBehandlung der Rinderpest (1802) und erst nach seinem, 24. Febr. 1808, erfolgtenTode eine solche über die Erkenntniss des Pferdealters aus den Zähnen (1811).
Schrader-Her ing, pag. 319. — v. Wurzbach, XXII, pag. 53. G.
Pestalozzi, Gerónimo Giovanni P., als Sohn eines Arztes 23. Juni1674 in Venedig geb., studirte und promovirte 1694 in Valencia, wurde 1696Arzt am Hôtel-Dieu in Lyon und bekleidete diese Stellung 23 Jahre lang. Erstarb 26. April 1742. Eine vom Reisenden Monconys angekaufte und mitseiner eigenen vermehrte naturwissenschaftl. Sammlung vermachte P. der Akademiezu Lyon. Er schrieb: „Traité de Veau de mille-fleurs" (Lyon 1706) — „Avisde précaution contre la maladie contagieuse de Marseille etc." (Ib. 1721), sowiemehrere kleinere Pestschriften. Sein Sohn
Antoine-Joseph Pestalozzi, geb. 17. März 1703 in Lyon, machte1733 den Feldzug bei der Armee in Italien mit uud wurde nach seiner RückkehrArzt am Hôtel-Dieu seiner Vaterstadt, wo er, unter Hinterlassung einiger Schriftenüber Elektricität, 2. April 1779 starb.
Biogr. méd. VI, pag. 396. — Nouv. biogr. géiiér. XXXIX, pag. 682. Pgl.
*Peszke, Joseph EmilianP., 19. Juli 1845 als Enkel des polnischenMilitärarztes Samuel P. zu Kaiisch geb., studirte in Würzburg und BreslauMedicin, wurde dort 1871 Doctor mit der Diss.: „Experimenteller Beitrag zuden neueren Untersuchungen über das Wundfieber", worauf er nach Petersburgund später nach Dorpat sich begab und 1872 dort seine Examina bestand; diefolgenden 2 Jahre brachte er in Breslau , Wien und Paris zu. 1874 musste ersich in Dorpat einer zweiten Promotion unterwerfen mit der Diss. : „Beiträge zurKenntniss des feineren Baues der Wirbelthierleber" (m. 2 Taif.). Seit 1873lebt er als prakt. Arzt in Warschau; 1875 bis Ende 1877 war er Assistent ander chir. Abtheilung des Krankenhauses zum Kindlein Jesus, im Dec. 1877 über-nahm er als Primarius die chir. Abtheilung des Warschauer Kinderhospitals uudleitet sie bis heute; seit 1883 ist er Ober-Bibliothekar der Warschauer ärztlichen