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4 (1886) Lindsley - Revillon
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OOSTERDYK. OPPENHEIMER.

hervorgeht. Später wurde er, nach dem Tode seines Gönners Jac. de Visscher,zums'Lands ordinaris Doctor" ernannt und hat als solcher Vorlesungen gehaltenfür die Aspirant-Militär- und Marine-Aerzte, welche er auch schon früher examinirtzu haben scheint. Nachdem sein College Hovius ihn zum Arzte erwählt hatte undverstorben war, bekam er eine sehr ausgedehnte Praxis und wurde einer dergefeiertsten Aerzte Amsterdam's.

Jer. de Bosch, Lofrede op H. G. Oosterdyk (1795)- C. E. Daniels.

Opitz, Rudolph Karl Friedrich 0., geb. 12. Febr. 1735 zu Minden,studirte und promovirte 1756 in Halle mit der Diss.De usu venaesectionis incasibus quibusdam dubiis", liess sich in seiner Vaterstadt nieder und diente eineZeit lang in den hannoverischen Kriegslazarethen, wurde 1774 Stadt- und Bezirks-physicus von Minden und später zum kgl. preuss. Sanitätsrath ernannt. Er starb1. März 1800. 0. ist besonders bemerkenswerth durch seine Schrift:Geschichteeiner Epidemie galligter, faulender und bösartiger Fieber, die in der StadtMinden in den Jahren 1771 und 1772 geherrscht haben" (Minden 1775), woriner ein antagonistisches Verhalten des Paulfiebers zu den Blattern constatirt. Auchdurch Einführung der Kuhpockenimpfung in Minden machte sich 0. verdient. Erschrieb darüber : Geschichte seiner im Vaterlande, dem Fürstenthum Minden,angefangenen und mit dem glücklichsten Erfolg eingeführten Einpfropfungder Kinderblattern" (Minden 1774). Ausserdem rühren von 0. noch kleinereAufsätze her, z. B. : Geschichte einer Bauchwunde oberhalb dem Nabel, durchwelche ein beträchtlicher Theil des linken Lobi der Leber herausgefallen war"(Pyl's Repertorium, III, 1792), in den Göttinger gelehrt. Anzeigen, im Magazin fürgerichtl. Arzneyk. und med. Polizey etc., sowie:J. J. Gardane, entdecktesGeheimniss der Suttons oder die der ganzen Welt bekannt gemachte Einimpfungder Pocken" (aus dem Französ., Berlin 1775) und : Von der faulen und pestartigenKrankheit des Viehes" (aus dem Französ. des Herrn v. Mortignv , Berlin 1776).

Dechambre, 2. Série, XVI, pag. 135. Pgl.

Oppenheim, Friedrich Wilhelm 0., geb. 5. Oct. 1799 in Hamburg,hatte in Heidelberg Medicin studirt und daselbst 1821, nach Verteidigung seinerDiss. Experimenta nonnulla circa vitam arteriarum et circulationem sanguinisper vasa collateralia" den Doctorgrad erlangt. Nach Beendigung einer grösserenwissenschaftlichen Reise habilitirte er sich 1824 in seiner Vaterstadt als Arzt;1829 trat er als Stabsarzt in die russische Armee ein und machte mit derselbenden russisch-türkischen Krieg mit. Nach erfolgtem Friedensschlüsse trat er intürkische Dienste und begleitete als Generalarzt die Armee des Gross-Veziers aufdem Feldzuge gegen die Albanesen ; dann machte er eine Reise durch den Orientund kehrte 1832 nach seiner Heimath zurück. Bei der im nächstfolgenden Jahrein Hamburg errichteten anat.-chirurg. Lehranstalt war er bis zum J. 1842 alsDocent thätig; 1845 wurde er zum Mitgliede des Gesundheitsrathes ernannt,musste diese Stellung aber, sowie seine Praxis, Krankheitshalber im J. 1850 auf-geben und ist 16. März 1852 gestorben. Ausser einer Reihe von Journalartikelnverschiedenen Inhaltes und Recensionen med. Werke, die in dem Hamburg. Magazinder ausländ. Lit., in Rost's Magazin u. a. med. Zeitschrifteu veröffentlicht sind,hat er zwei grössere Arbeiten:Die Behandlung der Lustseuche ohne Queck-silber u. s. w." (Hamburg 1827) und:Ueber den Zustand der Heilkunde undüber die Volkskrankheiten in der europäischen und asiatischen Türkey" (Ib.1833) verfasst. Mit Dieffe.vbach und Fricke begründete er die in Hamburgin den Jahren 183651 erschieneneZeitschrift für die gesammte Medicin",welche er vom Jahre 1842 an allein herausgegeben hat.

Schroeder, Lexikon der Hambnrgischen Schriftsteller, V, pag. 606. A. H.

* Oppenheimer, Zacharias 0., zu Michelfeld (Baden) 8. Jan. 1830 geb ,in Heidelberg, resp. Würzburg ausgebildet, vorzugweise als Schüler Hasse's,