OOSTEKDYK-SCHACHT. — OOSTEEDYK.
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Anatomie, als Basis der theoretischen Medicin, hingewiesen hat. Als Prof. collegiipractico-medici muss er auch seinen Schülern vortrefflichen klinischen Unterrichtgegeben haben, wie aus verschiedenen Passus seiner genannten Reden hervorgeht.Er starb 15. Febr. 1744, und da auf seine Bitte keine Oratio funebris gehaltenwurde, ist in den Acta acad. notirt worden : „Vere testatum esse in Oosterdykioamisisse senatum virum egregium, insigne academiae et medicinae ornamentum".
G. C. B. Surin gar, Gesch. van het geneesk. onderwys aan de Leidsclie Hoogeschool.
C. E. Daniels.
Joannes Oosterdyk-Schacht, Sohn des Vorigen, geb. 1704 inLeyden, stud irte daselbst unter Boerhaave und seinem Vater, promovirte 1726zum Dr. phil. ( v Dùs. de motu planetarum in orbibus ellipticis") und zumDr. med. (Diss, de secretione animali"). Bald darauf als Prof. der Philosophienach Franeker berufen, trat er 1728 dieses Amt an mit einer „Oratio de arcto,quo philosophia cum omnibus, praesertim medicis, scientiis nectitur vinculo".Schon im folgenden Jahre wurde er zum Prof. med. in Utrecht ernannt („Oratioqua senile fatum inevitabili necessitate ex humani corporis mechanismo sequidemonstratur") und blieb da wirksam bis zu seinem Tode 1755. Ausser zweiRectorats-Reden : „Morbus remedium, sive de morborum in sanandis morbisefficacia" (1732) — „De arcanis medicorum non celandis" (1752) haben wirvon ihm : „Institutiones medicinae practicae, ad auditorum potissimum usumin epitomen redactae" (Utrecht 1747 ; 1767).
Vriemoet, Athenae Frisiacae. C. E. Daniels.
Oosterdyk, Nie o la a s George 0., Sohn des Vorigen, geb. 1740in Utrecht, studirte daselbst und in Leyden und promovirte 1762 in Utrechtzum Dr. med. mit einer „Diss, chemica de aceto", von Sandifort in seinenThesaurus dissertationum aufgenommen. Er etablirte sich als prakt. Arzt in Utrecht,doch wurde er 1770 als Prof. der Medicin, Chemie und Botanik nach Harderwykgerufen („Oratio, qua demonstratur : Homines bene multos ex nimio vitae desi-derio sibi mortem properare"). Hier wirkte er nur bis 1775, da er nach Leydenals Prof. der theor. und prakt. Med. berufen wurde („De studio medico incommune reipublicae bonum quavis opera dirigendo"). Als solcher hat er biszu seinem Tode (1817) fungirt, obgleich er 1805 auf beiden Augen Cataract be-kommen hatte (wovon er mit glücklichem Erfolge durch H. Nisse in Amsterdamoperirt wurde) und, einige Monate völlig blind, seine Vorlesungen improvisirte.Sein Unterricht war vortrefflich und theilweise durch seine Bemühungen (in seiner1784 gehaltenen Rectorats-Rede : „De ardua medicinae exercendae provincia"sagte er : „Dura quidem sed vera loquor : si quid desit, quod medic um commendarepossit, deest unice, non autem nisi eodem illo supplenda, experientia. At quondam ?Nosocomio clinico!) und die seines Collegen du Pdi , hat Leyden 1799 ein aka-demisches Krankenhaus bekommen. Ausser einigen kleineren wissenschaftlichenMittheilungen in Zeitschriften und den geuannten Reden schrieb er: „Praeceptamedicinae practicae in usum academiae digesta" (Leyden 1783) und eine merk-würdige: „Prolusio ad lectiones publicas" (1812), dem Andenken seines ver-storbenen Collegen Nie. Paradys gewidmet.
G. C. B. Suringar, Gesch. van het geneesk. onderwys aan de Leidsclie Hoogeschool.
C. E. Dan i ël s
Oosterdyk , H er m anus Gerardus 0., Enkel des Herman O.-S.,ge b. 1731 zu Katwijk am Rhein, studirte in Utrecht, wo er 1754 zum Dr. med.
(„Dûs. de motu musculorum") promovirte. Er liess sich im folgenden Jahre inAmsterdam nieder, doch war er sehr wenig gesucht als Arzt, vielleicht weil erunter die Medici poëtae gerechnet werden muss und sich hauptsächlich mit literar.-poëtischen Studien beschäftigte, wie u. A. aus einer nach seinem Tode (1795)herausgekommenen holländischen Uebersetzung von Horatius' „Lierzaugen vanQ. Horatius Flaccus in nederduitsche versen gebragt" (Haarjem 1819)