aller anatomischen und chirurgischen Wissenschaften, zum Nutzen etc." (Stettin1803; 1806; 1817) — „Die Kuhpocken-Impfung etc. 11 (Ebenda 1805) — „NeueBemerkungen über die Diarrhoe" (Magdeburg 1806) — „ Vorschlag einer neuenVerfahrungsart, die Ruptur des Perinäi hei der Geburt zu verhüten und dieerfolgte zu heilen" (Ebenda 1806), sowie mehrere Aufsätze in Stark's Archivder Geburtsh., Abnemann's Magaz. für Wundarzneiw., MUßSINN a 's Journ. fürChirurg, etc.
Callisen, XIII, pag. 446; XXXI, pag. 18. Pgl.
Nedey, Anatole-François N., zu Besançon, geb. daselbst 1730,studirte auf der dortigen Universität, widmete sich besonders der damals in denProvinzen sehr vernachlässigten Geburtshilfe und wurde Démonstrateur beim Collègede chirurgie. Er zog sehr viele Schülerinnen an und es konnte später Seitens derRegierung, in Folge seiner Bemühungen, jedes Dorf mit einer unterrichteten Hebeammeversehen werden. Ausser seinen Kenntnissen besass er einen hohen Grad vonGeschicklichkeit und leitete in den ersten Jahren der Revolution als Chef-Chirurgeines der Militär-Hospitäler zu Besançon. Er starb 8. Aug. 1794 am Typhus, derunter den Aerzten eine reiche Ernte hielt, nachdem er eine auf Veranlassung desDép. du Doubs gedruckte kleine Schrift: „ Principes sur l' art des accouchements"'(Besançon 1793), aus Fragen und Antworten bestehend,- publicirt hatte.
Biographie universelle. XXX, pag. 276. G.
*Nedopil, Moriz N., zu Brünn, geb. zu Eichhorn in Mähren 22. Sept.1847, studirte in Wien und Berlin, wurde 1873 Doctor, war klinischer AssistentBillboth's von 1874—78, wurde 1878 Docent der Chirurgie an der WienerUniversität und ist seit 1884 Primararzt der Landeskrankenanstalt in Brünn. Literar.Arbeiten über: „Psoriasis linguae " —„Tuberculosis linguae 11 — „Laparospleno-tomie" — Vortrag über: „Garcinom und Infection" (1881). Red.
Nedschib-ed-Din el-Samarcandi, ein persischer Arzt, dem Ende des12. und Anfang des 13. Jahrhunderts angehörig, fand 1222 in Herat, bei derEinnahme der Stadt durch die Tartaren, seinen Tod. Unter seinen zahlreichen,zum grösseren Theile noch in Manuscripten erhaltenen Schriften nimmt der s. Z.hochgeschätzte Tractat „De causis et indiciis morborum " die erste Stelle ein.
AVü stenfel d, pag. 119. — Leclerc, Histoire de la médecine arabe. II, 127.
A. H.
Needham, John TubervilleN., berühmter Mikroskopiker, geb. 10. Sept.1713 in London, studirte kathol. Theologie in Douai und Cambrai, wurde nachBeendigung seiner Studien Abt, war von 1740—-44 Vorsteher der kathol. Schulezu Twyford bei Winchester und dann 15 Monate lang Prof. am engl. Collegium inLissabon, kehrte aber aus Gesundheitsrücksichten wieder nach London zurück undveröffentlichte hier 1745 seine erste, tüchtige Schrift u. d. T.: v New micro-scopical discoveries" (französ. Leyden 1747; Paris 1750). Später siedelte er nachParis über, wo er ausschliesslich wissenschaftl. Arbeiten sich widmete und Buffoxbei der Bearbeitung seiner „Théorie de la génération" unterstützte. 1746 wurdeer Mitglied der Royal Soc., der erste kathol. Priester, dem diese Auszeichnung zuTheil wurde. Von 1751 —1767 fungirte er als Reisebegleiter einiger jungen engl,und irischen Edelleute, 1769 wurde er zum Director der neu errichteten Akad. derWissensch, und schönen Künste zu Brüssel ernannt, wo er 30. Dec. 1781 starb. Vonseinen übrigen Schriften citiren wir noch: „Obs. des hauteurs faites avec lebaromètre sur une partie des Alpes" (Bern 1760) — „ Mém . sur la maladiecontagieuse des betes a cornes" (Brüssel 1770). Zahlreiche physikalische Abhand-lungen von N. erschienen in den Philosoph. Transact. 1742, 46, 47, 60, 83, 88,sowie in den Verhandl. der Brüsseler Akademie. s
Biogr. méd. VI, pag. 320. — Dechambre, 2. Série, XII, pag. 55. — Poggen-dorff, II, pag. 263. p„i
NEDEL. — NEEDHAM.