NAGUMOWITSCH. — NAMIAS.
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Sid or Na gum o witsch, Bruder des Vorigen, geb. 1800, studirte iuWilna 1820—25, wurde 1826 Dr. med. mit der Diss.: „De pedis externi defor-mationibus", begann seine Laufbahn ebenfalls als Militärarzt, wurde aber währenddes polnischen Aufstandes 1830 verabschiedet, nach Wiatka verschickt und 1838begnadigt. Von seinen Arbeiten ist bemerkenswerth : „Ueber Behandlung mit denMineralwässern von Druskeniki" (Gradno 1841).
Smejew, Russische Aerzte als Schriftsteller. St. Petersb. 1883.
0. Petersen (St. Pbg.).
Nahuys, Alexander Peter N., geb. 1737 in Monnikendam, studirtein Harderwyk, wo er 1761 Dr. phil. („Diss, philos, de chemiae in physica usu")und Dr. med. („De quaestione utrum uroscopus et sola urinae inspectione,neglectis reliquis morborum criteriis, quosvis morbosos effectus detegere Usqueex arte mederi possit") wurde. Darauf reiste er durch Frankreich und liess sicherst in Hoorn, aber bald danach im Haag als prakt. Arzt nieder. 1771 wurdeer nach Harderwyk als Prof. der Med. berufen (Antrittsrede: „De anatomechirurgiae dextra, ipsiusque neglectu ubérrimo calamitatum et errorum fonte")und siedelte als solcher 4 Jahre später nach Utrecht über („De religiosa plan-tarum contemplatione, acérrimo ad divini numinis amorem et cultum stimulo").Hier war er bis zu seinem Tode 1794 wirksam. Ausser einigen Zeitschriftartikelnhaben wir von seiner Hand: „Tractatus chemicus, continens nova quaedamexperimenta cum basi salis marini, nitri et aluminis" (Amsterdam 1761) —„Diss, de qualitate noxia aëris in nosocomiis et carceribus, ejusque remediis"(in Lyon gekr. Preisschr. ; holländ. Haarlem 1770; französ. v. Uyttekhoeven,Brüssel 1863) — ,,Onderzoek of het phlogiston het ware beginsel der lighamen is"(gekr. Preisschr., Utrecht 1789) — „Diss, chemica de aquae origine ex basibusaëris puri et inflammabilis, secum invicem combinatis" (Ib. 1789). Auch ver-öffentlichte er eine Abhandlung Le Cat's „Parallèle de la taille latérale deMr. Le Cat avec celle du lithotome caché, etc." (Amsterdam 1766).
van der Aa. C. E. Daniels.
Naldi , Matteo N. , geb. zu Siena, lebte im 17. Jahrh. und zeichnetesich durch bedeutende Kenntniss der oriental. Sprachen aus. Er docirte eine Zeitlang in Pisa und ging später als Leibarzt des Papstes Alexander VII. nachRom, wo er zugleich Vorlesungen an der Universität hielt und zu ihrem Auf-schwung durch seine Thätigkeit viel beitrug. Er starb 1682 in hohem Alterund verfasste: „Sapientis vitale filum, etc." (Siena 1623) — „Pamphilia seu,mundi universi amicitia, etc." (Ib. 1647) — „Regola per la cura del'contagio" (Rom 1656) — „Annotationes in aphorismos Hippocratis" (Ib. 1667) —„Sei medicinae prodromi, praecipuorum physiologiae problematum tractatus"(Ib. 1682, fol.).
Biogr. méd. VI, pag. 313. — Dechambre, 2. Série, XI, pag. 383. Pgl.
Namias, Giacinto N., geb. 1810 iu Venedig, studirte in Padua, woer 1834 zum Doctor promovirt wurde und besonders Caldani , Gallini undFederigo zu Lehrern hatte. Bald nach seiner Promotion zum Secundararzt imKrankenhause von Venedig ernannt, wurde er 1848 Primararzt desselben, erhielti860 einen Ruf als Prof. der med. Klinik nach Bologna, lehnte aber denselbenab, um nicht seine Vaterstadt zu verlassen, wo er eine ausgedehnte Praxis hatteund als der erste consult. Arzt höchst beliebt und gesucht war. Von 1862 anbis zu seinem Tode, 1. Jan. 1874, hielt er als Privatdocent eine med. Klinik imKrankenhause ab. Auch als Schriftsteller war er sehr thätig; 1834 gründete ermit Bdfalini das „Giornale per serviré ai progressi della patología e terapia" ,welches 1850 den Titel: „Giornale veneto di scienze mediche" annahm undstets N. zu seinem Director und wichtigsten Mitarbeiter hatte. Von seinen zahlreichenSchriften erwähnen wir: „De singultu idiopathico" (1834 — „Intorno al pem-figo" — „Sulla malattia bronzina" — „Della infezione murciosa del sangue" —