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LAVAIJGUION. — LAVOI3IEN.
Roi von 1670—1682 gehaltenen, aber erst 1707 veröffentlichten Vorlesungencompilirten: „ Traite complet des Operations de Chirurgie, contenant leursdefinitions etc." (Paris 1696; Ibid. 1697; englisch London 1707).
Dict. hist. III, pag. 412. — Dechambre, 2. Serie, II, pag. 56. Pgl.
Laveran, L. L., französischer Militärarzt, war am 30. Mai 1812 zuDunkerque geboren, war ein Zögling des Instructions-Militärhospitals zu Lille,wurde 1840 Medecin adjoint im Hospital zu Algier, 1841 Professor am Militär-hospital zu Metz und kehrte nach der 1850 erfolgten Aufhebung der Instructions-hospitäler und nachdem er längere Zeit wieder in Algerien, namentlich in Blidah,gewesen, im Jahre 1856 nach dem Val-de-Gräce zurück, wo er den Lehrstuhlfür Heereskrankheiten erhielt, deren Erforschung er fast sein ganzes Leben gewidmethat. Ausserdem dass er Professor und Chefarzt bei genannter Anstalt war,erhielt er auch deren Directorat, das er bei Ausbruch des deutsch-französischenKrieges mit der Stelle eines Inspecteur du Service de sante des armees bei derNord-Armee vertauschte. Nach dem Tode von Michel Levy (1872) übernahmer wieder das Directorat der Schule des Val-de-Gräce, suchte die nach Montpelliergeflüchteten Trümmer der durch den Krieg aufgehobenen Strassburger Schule zuerhalten und betheiligte sich mit grossem Eifer an dem fast hundertjährigenKampfe der Militär-Medicin gegen die Intendantur. Er ist für Frankreich derSchöpfer der militärischen Epidemiologie, über die er u. A. folgende Abhandlungenpublicirte: „Documents pour servir ä l'histoire des maladies du nord del'Afrique" (Ree. de mem. de med. milit., 1. Serie, T. LH) — „ Gonsiderationssur le scorbut" (Travaux de la Soc. des sc. med. de la Moselle, 1848) — „Relationde Vdpidemie de meningite cerebro-spinale observee ä Metz de 1847 ä 1849"(Ibid. 1849) — „Note sur la nature de la hemeralopie" (Ree. de mem. de med.mil., 1858) — „Anatomie patliologique du tubercule" (Ibid. 1861) — „Recherchesstatistiques sur les causes de la mortalite de l'armee servant a V interieur"(Ann. d'hyg. publ., 1860) — „De la mortalite des armees en campagne, aupoint de vue de VÄtiologie" (Ree. de mem. etc., 2. Serie, T. XIX) — „Des influencesnosocomiales sur la marche et la gravite de la rougeole" (Gaz. hebdom., 1861) —„Relation d'une petite epidimie de fievre remittente bilieuse, qui s'est declareea la caserne de Lourcine, pendant les rnois . . . 1865" (Ree. de mem. etc., 1866).Er schrieb ferner eine Anzahl bezüglicher Artikel für das Dict. encyclop. des sc. med.und gab zusammen mit Lustrehan heraus: „Rapport adresse au ministre dela guerre sur les faits recueillis au Congres ophthalmologique de Bruxelles"(Ibid., 2. Serie, T. XX). Seine Vorlesungen sind u. d. T.: „Traite des maladieset des epidemies des armees" (1875) von seinem Sohne Alph. Laverax ver-öffentlicht worden. Er starb zu Paris am 7. August 1879.
Le progres medical. 1879, pag. 692. — Heu. de mem. de med. ete. militaires.2. Serie, XXXV, 1879, pag. 547. g
Lavirotte, Louis-Aime L., geboren zu Nolay (Cöte-d'Or) am 15. Juli1725, studirte in Paris, wurde Licentiat und Dr. med. 1752 mit den Thesen:„An experimenta circa vim corporum electricam perficiant medicinae theoriamet praxim" und „An morbis cutaneis hydrargyrum et scammonium", starb aberbereits am 3. März 1759 zu Paris. L. war Mitarbeiter am Jourual des savautsund hat im Vergleich zu seiner kurzen Lebenszeit eine grosse Anzahl von Schriftenhinterlassen, zum grösseren Theil allerdings nur Uebersetzungen ausländischerWerke. Von selbständig verfassten nennen wir ausser den obigen Thesen noch:„Diss. sur la chaleur, avec les observations sur les thermometres" (Paris 1751)„Obs. sur une hydrophobie spontanee, suivie de la rage" (Ebenda 1757).
Muteau et Garnier, II, pag. 78. — Biogr. med. Y, pag. 546. Pgl.
Lavoisien, Jean-Frangois L., lebte im vorigen Jahrhundert als Wund-arzt der königl. Militärspitäler in Paris, zog sich aber in seiner späteren Lebenszeit