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3 (1886) Haab - Lindsley
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KOVACS. KOZÜBOWSKI.

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Universitäts-Secretär, 1849 zum Primar-Chirurgen des Rochus-Spitals ernannt.Er war durch Decennien der gesuchteste und populärste Arzt in Pest, jaim ganzen Lande und nach Balassa's Tode der hervorragendste ConsiliariusUngarns. Dabei war er königl. ungar. Hofrath, Präses des Landes - Sanitäts-rathes, Mitglied der ungarischen Akademie der Wissenschaften u. s. w. Er warein fleissiger Mitarbeiter desOrvosi Tär" und veröffentlichte zusammen mitBalassaKlinische Vorträge" (ungarisch); auch erschien, ausOrvosi hetilap"besonders abgedruckt, von ihm eineDenkrede auf weiland Dr. Fkanz Bene"(Pest 1858). Er starb am 17. Mai 1878 plötzlich, während eines Krankenbesuches,in einem Hotel.

v. "Wurzbach, XIII, pag. 39. "Wiener Med. Woehensehr. 1878, pag. 578. Q

* Kowalewsky, Nikolaus von K., geboren am 8. (20.) Mai 1840 zuKasan, bildete sich hierselbst, dann aber in Wien und Leipzig aus und war SchüleiOwsjannikow's , Bruecke's, Ludwig's , Kolbe's . Zu Kasan 1865 promovirt,wurde er bereits im gleichen Jahre in seine Stellung als Professor der Physiologieberufen, die er noch inne hat. Seine erste grössere Arbeit: lieber die Epithelial-zellen der Milzvenen" erschien in Virchow's Archiv (1860); seine Dissertation:Studien über die Lungenathmung" erschien (1865) russisch; ihr schlössen sichgleichsinnige weitere Experimente an ( Ludwig's Arbeiten, 1866). Mit Adamuekbearbeitete er denNervus depressor" (Centralbl. für die med. Wissensch.,1868); später Mehreres über Dyspuoe. Später folgen Arbeiten über das Blut-gefässsystem in der Leber, über Galle, über die Speichelbildung in verschiedenenrussischen Sitzungs - Protokollen; IJeber die Einwirkungen der künstlichenAthmung auf den Druck im Aortensystem 1 ' ( Bois Reymond's Archiv): mitNawbocky : Ueber die sensiblen Nerven der Muskeln" (Centralbl. für diemed. Wissensch., 1877). K. giebt seit mehreren Jahren selbständigeArbeitenaus dem physiologischen Laboratorium in Kasan" heraus. Wernich

Koyter, Volcher, s. Coitek , Bd. II, pag. 51.

Kozak , Joh'ann Sophron K., 1602 zu Homatzyowitz in Böhmengeboren, besuchte zuerst die Prager Universität, war 161819 in Bremen, besuchtevon 1620 ab die Oxforder Universität, kehrte 1623 über Bremen nach Pragzurück, ging wiederum nach England, dann später nach Holland, wo er 1625,nachdem er eine Zeit lang Kriegsdienste genommen hatte, in Leyden dasStudium der Medicin begann, das er in Caen in der Normadie fortsetzte. Hierpromovirte er 1629 zum Dr. med. Im folgenden Jahre als schwedischer Feldarztangestellt nahm er 1635 seinen Abschied, liess sich in Bremen als Arzt niederund war hier als solcher praktisch wie wissenschaftlich 49 Jahre lang, bis zuseinem am 30. Januar 1685 erfolgten Tode, thätig. K. hat ausser verschiedenentheologischen und philosophischen Schriften auch medicinische hinterlassen, dieübrigens zum grösseren Theil Mystisches und Hypothetisches im Sinne der Para-celsistischen Lehren enthalten : Discursus physici quatuor, de verum naturaliumprincipiis, etc." (Bremen 1631)Anatomia vitalis microcosmi etc." (Ebenda1636)iragmentum spagyriae de phlebotomia et fontanellis" (Ebenda1655)Tractatus de sale ejusque in corpore humano resolutionibus salu-taribus et noxiis" (Frankfurt 1663)Tractatus de haemorrhagia, partt.duae" (Ulm 1666).

Biogr. med. V, pag. 451. Bremische Aeizte, pag. 99. Pgl.

Kozubowski, Anton K., geboren am 11. August 1805 zu Brzostowain der Wojewodschaft Krakau, begann 1827 das Studium der Medicin in Warschau,trat 1830 als Freiwilliger in die Armee, bezog nach dem unglücklichen Ausgangeder polnischen Revolution die Universität Krakau und ging dann nach Münchenund Würzburg, wo er 1833 mit der Diss.:De ulceribus plicosis" Doctor wurde.