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KOTELNIZK V. — KOVACS.
Kotelnizky , Basilius K., Professor der Pharmacie, wurde 1770 inMoskau geboren, studirte Medicin von 1789—1804, wurde daselbst zum Dr. med.promovirt („ Di.ss, de corporum combustione vitae animaliuvi analoga") undsofort zum Adjuneten, 1810 zum ausserordentlichen und in demselben Jalire zumordentlichen Professor der Pharmacie an der Universität, dann zum Secretär dermed.-Chirurg. Akademie ernannt, lv. docirte medic. Chemie, Pharmakologie, Phar-macie u. a. m. 1835 wurde er auf seine Bitte aus dem Dienste entlassen undstarb am 11. Januar 1844 in Moskau. Er verfasste eine „Rede" über den Ursprungund die Erfolge in der allmäligen Vervollkommnung der Chemie (russisch) 1811, über-setzte eine Abhandlung Delaroche's über die Eigenschaften des Opiums (Moskau1863) und gab den zweiten Band des Journals der medico-physikalischen Gesell-schaft heraus.
Richter, III, pag. 397. — Biogr. Lexikon der Professoren der Moskauer Univer-sität. 1855, I, pag. 430—431. T „ . ,
Li. o t i g cl a.
*Kotowsclltikoff, Nikolaus K., zu Kasan am 30. August 1846 geboren,studirte in seiner Vaterstadt, wo er auch 1875 zur Promotion gelangte. Zuerstals Landbezirksarzt, dann von 1872 als klinischer Assistent thätig, habilitirte ersich 1875 und docirt seit 1881 speciell medicinische Diagnostik an der Univer-sität zu Kasan. Thals in den „Arbeiten des physiologischen Laboratoriums",theils im „Journal der Aerzte zu Kasan" veröffentlichte er eine Reihe von Unter-suchungen , welche besonders den Puls, die Herz- und Athmungsgeräusche zumGegenstande haben. Monographisch erschienen : „ TJeber die Percussion der Bru>t-und Bauchorgane" (Kasan 1880) — „ Ueier die Auscultation der Brust- undBauchorgane" (Ebenda 1881) — „Lehrbuch der physikalischen Untersuchunqs-methoden etc." (1883). Wem ich
Kottmanil, Johann Baptist Karl K., Medicinal-Inspector und Sanitäts-rath des Cantons Solothurn, Stadt- und Hospitalarzt daselbst, war in Schongau,einem Dorfe im Canton Luzern, am 16. Juni 1776 geboren, studirte Philosophieund Physik an den Universitäten Dillingen und Salzburg 1797 und Medicin seit1797 in Ingolstadt und Jena, machte 1799 eine wissenschaftliche Reise nach Parisund nach Wien, promovirte unterwegs in Altdorf zum Dr. med., wohnte in Mai-land der ersten Vaceination bei, kehrte nach Schongau zurück, begann dort 1801die ärztliche Praxis, ging 1802 nach Baden im Aargau, wo er einen grossen Rufgewann und folgte endlich um 1808 einem schon ein Jahr früher an ihnergangenen Rufe als Cantons-Physicus nach Solothurn, wo er 43 Jahre langprakticirte und namentlich während mehrerer schwerer Epidemieen und allgemeinerCalamitäten der Jahre 1813/14 und 1816 17 eine höchst aufopfernde und segens-reiche Thätigkeit entfaltete. Er starb am 23. August 1851. Von seineu Schriftensind zu nennen: „Organisation des Medicinalwesens des Cantons Solothurn"(Solothurn 1811) — „Denkschrift auf die Hunger jähre 1816,17" (Ebenda1817) — „TJeber die warmen Bäder zu Baden im Aargau" (Aargau 1826;2. Aufl. 1842) — „Der Weissenstein, die Milch- und Mollcencuren, auch Molken-bäder auf dem Jura bei Solothurn" (Solothurn 1829) — „Geschichte desMedicinalwesens im Ganton Solothurn" (Ebenda 1829) — „Notizen aus demärztlichen Tagebuche einer 40jährigen Praxis" (Ebenda 1842). Ausserdemverfasste K. eine erhebliche Anzahl von Journal-Abhandlungen.
Neuer Nekrolog der Deutschen. 1851, Jahrg. 29, II, pag. 1106. Pgl.
Kovacs, Sebastian Andreas lv., zu Pest, war 1815 zu Garam-Vezekeny im Borser Comitat geboren, erwarb 1841 in Pest die med. Doctorwtirde,begab sich zu weiterer Ausbildung nach Wien, wo er Dr. chir. wurde, machteeine wissenschaftliche Reise nach Deutschland, Belgien. Frankreich, England, kam,als Balassa von Wien nach Pest als Stahly's Nachfolger berufen wurde, mitDemselben und wurde sein klinischer Assistent. 1848 wurde er zum klinischen