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Provinzialblätter u. s. w. und mehrere historische Werke. 1839 kehrte er wiedernach Breslau zurück, war daselbst als Arzt thätig und hielt wieder als Prof. honor.Vorlesungen bei der Universität, schied jedoch 1853 wieder aus dem Verbände derUniversität aus. Er starb zu Dresden am 23. September 1863.
Nowack, 5. Heft, pag. 88. — Callisen, X, pag. 249; XXIX, pag. 274. G.
Klose, Friedrich August K., zu Radeberg bei Dresden, war am15. Mai 1795 zu Dresden geboren, wurde 1817 in Göttingen Doctor, war von1818—22 in Dresden Arzt, habilitirte sich 1822 in Göttingen als Privatdocentmit der Diss.: „De nonnullis visus vitiis", blieb daselbst bis 1827 und wardann bis 1831 Arzt in Leipzig. Er hatte bis dahin herausgegeben: „Sammlungphysiologischer, 'pathologischer und therapeutischer Abhandlungen über dieSinne" (Heft 1 , Dresden 1821) — „Grundriss zu den Vorlesungen überArzneimittellehre" (Göttingen 1823) — „Encyclopädie und Methodologie derArzneikunde, zu Vorlesungen entworfen" (Ebenda 1824); zusammen mitD. W. H. Busch und L. H. Unger: „Summarium des Neuesten aus der ge-sammten Medicin" (1828, 31; später von Anderen, zuletzt (1835—43) vonKxeschke redigirt). In der Folge erschien noch von ihm: „Die Medicin unsererZeit, nach ihrem Stillstehen und Vorwärtsschreiten, u. s. w." (Leipzig 1835).Auch gab er eine „Zeitung für Medicinalwesen" (1829—31) heraus. Als Arzt undBesitzer des vielbesuchten Augustusbades bei Radeberg starb er am 4. Januar 1850.
Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 28, 1850, II, pag. 970. — Callisen Xpag. 252; XXIX, pag. 275. G
Klosner, Cosmas Damian K., geboren zu München, studirte in Ingol-stadt Medicin, wo er 1749 zum Doctor promovirt wurde. Nachdem er zuerst inStrassburg, dann in München ärztliche Praxis geübt hatte, erfolgte 1759 seineErnennung als ordentlicher Professor und Kreisphysicus zu Ingolstadt. Er lehrtedort 35 Jahre Medicina forensis, bis zu seinem am 12. Februar 1794 erfolgtenTode. Seine Verdienste als Lehrer und Gerichtsarzt wurden von seinem Laudes-herrn durch Verleihung des Hofrathstitels anerkannt. Seine Collegen ehrten ihndurch wiederholte Wahl zum Rector. Für schriftstellerische Leistungen fehlte ihmdie Müsse. Es erschien von ihm eine einzige: „Diss. de calculo in genere"(Ingolstadt 1759, 4.).
Mederer, Annales Ingoist., Bd. III, pag. 229. — Baader, I, pag. 598.
F. S e i t z.
Kloss , Georg Franz Burkhard, geboren am 31. Juli 1787 zuFrankfurt a. M., gestorben daselbst am 10. Februar 1854, war der Sohn einesWundarztes, begann seine medicinischen Studien in Heidelberg und vollendete siein Göttingen, wo er 1809 promovirte. 1810 wurde er unter die Aerzte seinerVaterstadt aufgenommen und 1812 von dem Grossherzog Karl von Frankfurtzum Prof. e. o. an der medicinisch-chirurgischen Lehranstalt ernannt, welche schonim Herbst 1813 aufhörte. Seit 1816 wurde er dem emeritirten Dr. ChristianEhrmann als Adjunct im Rochusspital (für Behandlung von Syphilis, Krätze undBlattern bestimmt) beigegeben und nach dessen Tode sein Nachfolger als Hospital-arzt. Ausser seiner Diss.: „ Gommentatio cliirurgica de amputatione humeri exarticulo" (4.) hat er an" medicinischen Schriften nur in der Deutschen Klinik(1850) einen ausführlichen Bericht über die Leistungen des Rochusspitales undseine eigenen therapeutischen Grundsätze geliefert. Desto fruchtbarer war seineschriftstellerische Thätigkeit als Geschichtschreiber der Freimaurerei, worüber ich,sowie über seine bibliographischen Bestrebungen, in meinem unten angeführtenArtikel näheren Bericht erstattet habe.
W. Stricker in der Allgem. Deutsch. Biographie. XVI, pag. 227.
"W. Stricker,
Hermann Kloss, Sohn des Vorigen, geboren zu Frankfurt a. M.am 26. Juli 1815, gestorben am 23. Juli 1884, studirte in Heidelberg und pro-Biogr. Lexikon. I[[. 32