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KIPP. — KIRCHER.
war er mediciniseher Director des Freedman's Bureaus des Staates Indiana. Erwar Mitarbeiter an der „Medical and surgical history of the rebellion" und ver-fasste selbständig: „On the affection of the eye in smatt-pox" (Proceedings Med.Soc. of N. Y., 1874) — „A case of sarcoma of iris cured by excision"(Archives of Ophthalmologe and Otology, 1876)— „Clinical essays etc." (Trans-act. of Am. Ophthalmol. and Otolog. Socs.) etc.
Atkinson, pag. 350- Pgl.
Kirby, John K., zu Dublin, war Surgeon am Coombe Hosp. und derCharitable Infirmary und Senior Physician am St. Peter's and Bridgets Hosp.,welches er 1820 gründete und wo er auch anatomische und chirurgische Vor-lesungen hielt; auch war er Fellow des R. C. S. of Irel., dessen Präsident er zueiner Zeit war. Er schrieb: „Gases in surgery" (London 1816) — „On thewry neck; on the reduetion of luxation etc." (Ebenda 1819) — „Observation»on the treatment of certain severe forms of hemorrhoidal excrescence etc."(Dublin und London 1817), dazu: „Additional Observation.? etc. P. 2" (Dublin1825) — „Essay on piles; etc." (London 1819). In den Dublin Hosp. Reports(1818) finden sich einige seltene Beobachtungen von ihm: Erstickung durch imOesophagus festsitzende Speise, Monatlanger Sitz einer Kugel im Gehirn ohneFunctionsstörung u. s. w.
Callisen, X, pag. 209; XXIX, pag. 253. G.
Kircheim, Christian Heinrich K., Stabsmedicus der polnischenArmee und Leibarzt des Königs August II., war der Erste, welcher in polnischerSprache ein Handbuch der Anatomie herausgab; dasselbe fuhrt den Titel: „Faciesanatomicae corporis humani dismembrati to jest krotkie opisanie wszystkichczqsci ciala czlowieczego" (Warschau 1722; 2. Aufl. 1731). 1706 gab er schonin Hamburg ein „ Vademecum anatornicum" heraus. K & P
Kircher, Athanasius K., geboren am 2. Mai 1602 in Geysa (imFuldaischen), trat 1618 in Paderborn in den Jesuitenorden ein, lebte nach Auf-hebung des Ordenshauses an verschiedenen Orten in Münster, Köln etc., bis er1631 in Würzburg eine Professur für Mathematik und Philosophie, sowie fürorientalische Sprachen übernahm. Die Unruhen des 30jährigen Krieges zwangenihn, Deutschland zu verlassen. Er ging nach Avignon und nahm dort zwei Jahrelang seine Zuflucht bei den Jesuiten, während dieser Zeit mit archäologischenStudien, besonders mit dem Studium der ägyptischen Hieroglyphen beschäftigt.Später übernahm er am Oollegio romano in Rom eine Professur der Mathematikund hebräischen Sprache die er 8 Jahre lang bekleidete. Dann zog er sich ganzin's Privatleben zurück und widmete sich ausschliesslich archäologischen Studien.Er starb am 30. October 1680 in Rom. K. hat durch seine naturwissenschaft-lichen Arbeiten auch für die Medicin eine gewisse historische Bedeutung. Zwar istin seinen Schriften viel mystisches und abergläubisches Zeug enthalten ; doch findetsich dazwischen auch manches Gute und Brauchbare vor. Zu seinen Erfindungengehört u. A. der nach ihm benannte K.'sche Brennspiegel, auch der „maltesischeSpiegel" genannt, weil die ersten Versuche damit auf der Insel Malta stattfanden.Eine im Vatican zu Rom befindliche, von ihm gestiftete ausgezeichnete archäo-logische Sammlung trägt noch heute seinen Namen. Von seinen Schriften führenwir einige der mit Naturwissenschaft und Medicin sich befassenden an: „Arsmagna lucis et umbrae in decem libros digesta" (Rom 1646; Amsterdam 1671) —„Iter exstaticum terrestre sive geocosmi opificium, quo etc." (Rom 1654) —„Scrutinium physico-medicum pestis, origo, causae, prognostica, etc." (Ebenda1658; Leipzig 1679) — „Mundus subterraneus, in quo etc." (Amsterdam 1664,2 voll., fol.; 1668, 2 voll., fol.; 1678; deutsch Augsburg 1688) — „PhysiologiaKircheriana experimentalis, qua summa argumentorum multitudine et varietatenaturalium rerum scientia per experimenta physica, mathematica, medica,