440
KAISER. — KALTSCHMIED.
Mortalitätsgesetz mit ihren biologischen Gonsequenzen und ihrer Anwendungzur Herstellung von Absterbeta fein" (Zeitschr. f. d. ges. Staatswissenschaft, 1884).1883 wurde er pensionirt und gab die ärztliche Praxis auf. Red.
Kaiser, s. a. Kayser, Keiser, Keyser.
Kallevig, Harald K., zu Christiania, war am 15. April 1812 zu Arendalgeboren und fungirte von 1837 bis zu seinem am 18. September 1843 erfolgtenTode als Reservearzt auf der medicinischen Abtheilung des Reichshospitals. Erschrieb im Norsk Mag. f. Laegev. (II, V): „Paracenthesis af Brystet, foretageni to Tilfaelde paa Rigshospitalet" — „Oversigt over de paa Rigshospitalet iAaret 1840 behandlede Pneumonier"; in der Ugeskrift f. Medic. og Pharm. (I):„Orn Sharlagensf'eher - Epidemien i Christiania" — „Om en Betaendelse iRygmarven og dens Hinder", u. s. w.
Kiaer, pag. 232. G.
*Kalmer, Paul Emil K., geboren in Hjörring (Jiitland) am 2. Mai 1845,promovirte in Kopenhagen 1882, wirkt seit 1871 als öffentlicher Arzt, seit 1878als Landphysicus auf der Insel St. Croix (Dänisch-Westindien). Ausser seinerDissertation über Acclimatisation mit Rücksicht auf das gelbe Fieber schrieb er:
„The island of St. Croix regarded as a sanitäry place of resort" (1874)und kleinere Aufsätze. Petersen.
* Kaltenbach, Rudolf K., zu Giessen, ist zu Freiburg im Breisgau am12. Mai 1842 geboren, studirte in Freiburg, Berlin, Wien, wurde 1865 Doctor, war1865—67 Assistent (Operationszögliug) an der chirurgischen Klinik von v. DUM-reicher in Wien, 1867—73 Assistent von Hegar in Freiburg, habilitirte sich1868 als Privatdocent in Freiburg, wurde 1873 Prof. e. o. uud 1883 nach Giessenals Prof. ord. der Geburtshilfe und Gynäkologie und Director der Entbindungs-anstalt und Frauenklinik berufen. Schriften: Zusammen mit Hegar: „Die operativeGynäkologie " (Erlangen 1874); ausserdem zahlreiche Monographieen geburts-hilflichen und gynäkologischen Inhalts (Albuminurie in der Foi'tpflanzungsperiode,Myomoperationen etc.). Red
Kaltenbrunner , Georg K., war zu München geboren und erhielt andortiger Universität den medicinischen Doctorgrad 1826. Ein Schüler Döllinger's,beschäftigte er sich unter dessen Leitung mit mikroskopischen Untersuchungenund Versuchen über Blut und Kreislauf und die Veränderung desselben bei derEntzündung. Die Ergebnisse derselben veröffentlichte er in seiner Doctor-Diss.:„ Experimenta circa statum sanguinis et vasorum in inflammatione" und inder: „Commentatio physiologica de vasis lymphaticis" (München 1829, 4.) —Mit der letzteren habilitirte er sich 1829 als Privatdocent an der Ludwig-Maxi-milians-Universität. 1831 beobachtete er die Cholera in Berlin, Breslau, Oppelnund Prag und legte seine Beobachtungen und Erfahrungen in den Berichtenbayerischer Aerzte über Cholera morbus (I. Abtheilung, München 1832) nieder. Derkenntuissreiche von seinen Collegen geschätzte Doceut wurde aus der glänzendenLaufbahn, die sich ihm als Leibarzt des herzoglich Leuchtenbergischen Hausesgeöffnet hatte, durch einen frühen Tod abberufen. Er starb im 30. Lebensjahre1833 zu Rom, wohin er die Prinzessin Theodolinde begleitet hatte.
Prantl, II, pag. 532. F. Seitz.
Kaltschmied, Karl Friedrich K, war am 21. Mai 1706 zu Breslaugeboren, studirte von 1726 an in Jena, Anfangs zwei Jahre lang Jura, dannMedicin, wurde 1732 Doctor derselben, habilitirte sich 1735 mit der: „Disp. med.de vulnere hepatis curato, cum disquisitione in lethalitatem vulnerum hepatis"zum Privatdocenten und widmete sich neben der Praxis besonders der gerichtlichenMedicin, Chirurgie und Anatomie. 1736 wurde er von den Herzogen zu Sachsenzum Hofrath und Leibarzt und 1738 zum Prof. e. o. ernannt, bei welcherGelegenheit er ein Programm über die Verbesserung des Trokars: „Progr. quo ....