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3 (1886) Haab - Lindsley
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KAEMPF. KAHLE.

welcher die während SOjähriger Praxis damit gemachten Beobachtungen seinemSohne mittheilte, der sie, ausser in der oben genannten Dissertation, in derSchrift: Für Aerzte und Kranke bestimmte Abhandlung von einer neuenMethode, die hartnäckigsten Krankheiten, die ihren Sitz im Unterleibe haben,besonders die Hypochondrie, sicher und gründlich zu heilen" (Dessau 1784;2. Aufl. Leipzig 1785) zugleich mit der:Beantwortung der dagegen gemachtenEinwendungen" (Ebenda 1786; Auszug von Müller , Hanau 1788; Augsburg1790; Ebenda 1791; holländ. Uebers. von Koning , Utrecht 1787) veröffentlichte.Es beruhte diese Theorie auf der stahl 'schen Lehre von der Unterleibsplethoraresp. den Unterleibsinfarcten als der Ursache der meisten chronischen Krankheiten,zu deren Bekämpfung von K. die Application erweichender, aus verschiedenenPflanzeninfusen bereiteter, sogenannterVisceralklysticre" empfohlen wurde.Ausserdem verfasste K. noch:Kurze Abhandlung von den Temperamenten"(Schaffhausen und Frankfurt 1760)Enchiridium medicum" (Frankfurt undLeipzig 1778 ; Frankfurt 1788; Ibid. 1792; deutsch von Dürr , Chemnitz 1794;von Baehrens , Dortmund und Leipzig 1796), ein beliebtes Lehrbuch, und ver-schiedene Artikel imMagazin von Hanau" und in Baldinger's Magazin".

Biogr. med. V, pag. 392. Dict. hist. III, pag. 301- A. Hirsch in Allgem.

* Kaempf, Moritz K., am 25. März 1835 zu Friedebcrg (Oesterr.-Schlesien) geboren, studirte von 1854 bis 1859 auf der k. k. Josephs-Akademieals Schüler Ludwig's, Pitha's, Dcchek's , Stellwag's und wurde 1860 pro-inovirt. Zwölf Jahre stand er den Augenabtheilungen der Wiener grossen Militär-spitäler vor, habilitirte sich 1872 und veröffentlichte neben kleineren Aufsätzen: Ueber die sogenannte ägyptische Augenentzündung" (Zeitschr. f. prakt. Heilk.,1872)Regeneration des grössten Theils der Hornhäute" (Ebenda 1868) u. A.1878 Krankheitshalber pensionirt, zog er sich auf die augenärztliche Praxis nachKrems an der Donau zurück. Wem ich.

Kaempfer, Engelbrecht K., geboren am 16. September 1651 zuLemgo (Grafschaft Lippe), erhielt seine medicinische und naturwissenschaft-liche Bildung in Hamburg, Danzig, Thorn , Krakau und zuletzt in Königsberg,wurde 1683 schwedischer Legationssecretär, machte als solcher eine Reisenach Kussland und Persien mit und dehnte diese Reise, von 1685 ab, als Wund-arzt bei der holländischen Handelscompagnie im Orient angestellt, bis nach Hindostan,Siam, Sumatra und Japan aus. 1693 nach Holland zurückgekehrt, wurde er1694 in Leyden Doctor mit der: Diss. medica inauguralis sistens decademobservationum exoticarum", zog sich dann in sein Vaterland zurück, wurdeLeibarzt des Grafen zur Lippe und starb zu Lemgo am 2. November 1716. Vonseinen zahlreichen nachgelassenen Arbeiten wurden nur veröffentlicht:Amoeni-tatum exoticarumpolitico-physico-medicarum fasciculi V, etc." (Lemgo 1712)Geschichte und Beschreibung von Japan und Siam" (herausgegeben vonC.W.Dohm, 2 Bde., Lemgo 1774; englisch von Scheuchzeb , London 1727,2 Bde., Fol.; französisch von Desuaisseacx , Haag 1729; Ibid. 1731), einesder ersten Werke, dem man eine genauere Kenntniss von Japan verdanktIconesselectae plantarum, quae in Japonia collegit etc." (herausgegeben von Jos.Banks , London 1791 , Fol. m. 9 Abbild.).

Biogr. med. V, pag. 393. Dict. hist. III, pag. 301. Poggendorff, I,

Kahle, Christian K. ( Calenüs), zu Greifswald, war am 11. October1529 auf der Insel Fehmarn geboren, studirte von 1547 zu Rostock und Greifs-wald Philosophie und Mathematik, war nach einander daselbst Cantor, Schulrector,seit 1552 Lector der Grammatik und seit 1553 Professor der Mathematik, studirteaber von 1554 an, mit Erlaubniss und einem Stipendium des Herzogs von Pommern,Medicin, zuerst in Wittenberg, dann seit 1559 in Padua und wurde in Pisa zum

Deutsche Biogr. XV, pag. t )0.

Pgl.

pag. 1216.

Pgl.