JUSSIEU. — JÜSSY.
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de Paris" (Paris 1725) und „Quaestio medica, an compar animantium etvegetantium. perspiratio" (Ebenda 1777), hat Bernard fast nichts veröffentlicht.
Joseph de Jussieu, Bruder von Antoine und Bernard, wurdeam 3. September 1704 zu Lyon geboren, studirte Medicin und Botanik, wandtesich aber nach vollendetem Studium der Mathematik zu. 1735 begleitete er alsBotaniker die unter La Condamine nach Peru zur Gradmessung ausgesandteExpedition, blieb aber nach deren Abreise allein in Amerika zurück, welches erbotanisch erforschte und wo er während 36 Jahren als Arzt und Ingenieur thätigwar. 1771 kehrte er geisteskrank nach Paris zurück und starb dort am 11. April 1779.
Biogr. med. V, pag. 387—90. — Nouv. biogr. gener. XXVII, pag. 274—78. V.
Antoine-Laurent de Jussieu, Neffe des Vorigen, wurde am12. April 1748 zu Lyon geboren, studirte in Paris Medicin und promovirte 1772auf Grund der These: „Oeconomiam animalem inter et vegetalem analogiaSeit 1770 war er Professor der Botanik am botanischen Garten. Durch den Ver-kehr mit seinem Onkel B e r n a r d, welcher seine Erziehung geleitet hatte, hatteer dessen Ideen über ein natürliches Pflanzensystem kennen gelernt; es war dieArbeit seines Lebens, diese Ideen weiter zu verfolgen uud zu einer praktischenund brauchbaren Classification des Pflanzenreiches auszuarbeiten. Seit seiner Mit-gliedschaft in der Akademie der Wissenschaften setzte er in zahlreichen, in denMemoires de l'Acad. erschienenen Monographien die Principien für die Bildungnatürlicher Pflanzenfamilien auseinander, zuerst 1773 in einem Memoire sur lesRenoncules und ordnete den botanischen Garten 1773—74 nach diesem neuenPflanzensystem um, aber erst 1789 erschien sein Hauptwerk: „Genera plantar ums'ecundum ordines naturales disposita, juxta methodum in liorto regio Parisiensiexaratam anno 1774" (Paris 1789; wieder abgedruckt von P. Usteki , Zürich1791). Bis zu seinem Tode war er bemüht, durch eingehende Untersuchungenund Beobachtungen das neue Pflanzensystem zu verbessern und zu befestigen, docherschien von der von ihm geplanten 2. Auflage seiner Genera erst nach seinemTode nur: „Introductio in historiam plantarum. Introductionis olirn generibusplantarum praemissae editio altera posthuma aucta et maxima parte nuva '(edit. Adrien de JüSSIEü , Paris 1838). Von 1777-—1785 war Antoine-L a urentDirector des botanischen Gartens, während der Revolution 1790—92 Leiter derPariser Hospitäler; 1808 wurde er unter Napo 1 e on Titularrath an der kaiserl.Universität; unter Ludwig XVIII. Professor der Arzneimittellehre in der medi-cinischen Facultät und Professor der Botanik am naturwissenschaftlichen Museum,dessen Mitbegründer und eifriger Beförderer er war. Er starb am 1. Sept. 1836.
A. Fee, Les Jussieu et ia methode naturelle. Strasbourg 1837. — Flourens,Eloee hist. Mem. de i'Acad. des sc. Paris 1838, XVII, pag. 1—60. — Biogr. med. V, pag. 388. —Nouv. biogr. gener. XXVII, pag. 277 ff. y
Adrien de Jussieu, Sohn des Vorigen, wurde am 23. December 1797zu Paris geboren, studirte Medicin und erhielt auf Grund der These: „De Euphor-biacearum generibus medicinisque earundem viribus tentamen" (Paris 1824) denDoctorgrad. 1826 wurde er Professor der ökonomischen Botanik am naturwissen-schaftlichen Museum und Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Durch einegrosse Reihe vortrefflicher botanischer Untersuchungen zeigte er sich als einwürdiges Mitglied seiner botanischen Familie. Sein „Cours elementaire de botanique"(Paris 1843; 10. Aufl. 1879) wurde in fast alle europäischen Sprachen übersetzt(deutsch von Schmidt-Gobel und Pfdnd , Prag 1844; von Kiessling , Stuttgart1845). Er starb am 29. Juni 1853.
Nouv. biogr. gener. XXVII, pag. 282 f. — Decaisne in Bull, de la Soe. bot. I,pag. 386 f y
Jussy, Jacques-Philippe J., zu Besan§on, war daselbst 1716 geboren,studirte in Paris und übte in seiner Vaterstadt die Praxis aus. Er war einer derErsten, der sich des neuerfundenen Frere CoME'schen Lithotoms bediente undBiogr. Lexikon. iii. 28